Aktueller Channel Fokus:

Storage und Datamanagement

Bitdefender-Studie

IoT und Smart Home holen auf

| Autor: Heidemarie Schuster

Zwar ist die größte Hemmschwelle für den Einsatz von Smart-Home- und IoT-Geräten die Sicherheit, dsennoch bevorzugen viele User beispielsweise immer das selbe Passwort.
Zwar ist die größte Hemmschwelle für den Einsatz von Smart-Home- und IoT-Geräten die Sicherheit, dsennoch bevorzugen viele User beispielsweise immer das selbe Passwort. (Bild: Pixabay)

Laut einer Studie von Bitdefender gibt es in Deutschland durchschnittlich zehn smarte Geräte pro Haushalt und die Sicherheit bleibt auf der Strecke.

Bei der StudieIoT Awarness and Security Study“ von Bitdefender kam heraus, dass deutlich mehr Studienteilnehmer bislang vom „Smart Home“ gehört haben als vom „Internet of Things“ und nur ein Fünftel aller Befragten gab, an in einem „Connected Home“ zu leben.

In den USA sagen beispielsweise die Hälfte der mit dem Internet verbundenen User, noch nie vom „Internet of Things“ gehört zu haben, jedoch bestätigten 90 Prozent der Befragten, dass „Smart Home“ für sie ein Begriff ist. In Deutschland ist der Status in Sachen „Smart Home“ den USA gleich, jedoch nur 20 Prozent gaben an, auch in einem „Connected Home“ zu wohnen (USA: 30 Prozent).

Im Durchschnitt besitzt ein deutscher Haushalt immerhin zehn smarte, also mit dem Internet verbundene, Geräte. Damit ist Deutschland gleichauf mit Frankreich und Rumänien. In Großbritannien und Australien sind es im Durchschnitt zwölf und in den USA 13 Geräte. Die meistgenannten Geräte, die mit dem heimischen WLAN verbunden sind, waren hierbei Smartphones, Windows Desktops und Tablets, gefolgt von Smart TVs und Gaming Konsolen.

Sicherheit

Die größte Hemmschwelle für eine breite Expansion der IoT- und Smart-Home-Konzepte sind Sicherheitsaspekte. Die Studie zeigt, dass in allen befragten Ländern die größte Angst darin besteht, dass private Daten abhandenkommen – in Deutschland gaben 43 Prozent diese Bedenken zum Ausdruck. An zweiter Stelle steht die Angst, dass jemand die Kontrolle über das smarte Zuhause übernehmen könnte – Deutschland stand hier mit 45 Prozent der Befragten an der Spitze, gefolgt von USA mit 42 Prozent und Frankreich 36 Prozent. Die Angst, dass man durch den Hack eines smartes Device bestohlen werden könnte, teilen im internationalen Vergleich die Deutschen am wenigsten. Nur 25 Prozent gaben diesem Bedenken Ausdruck (30 Prozent Frankreich, 33 Prozent UK, 37 Prozent USA und 39 Prozent Rumänien).

Updates und Passwörter

Smart TVs zählen laut Bitdefender zu den beliebtesten Connected Devices und hier offenbart die Studie große Sicherheitsrisiken. Fast ein Viertel der deutschen befragten Smart-TV-Besitzer nutzen ihr Gerät auch zum Surfen im Internet (Spitzenwert Rumänien mit 38 Prozent gefolgt von Australien mit 26 Prozent). Dennoch gaben 27 Prozent an, noch nie ein Update der Firmware durchgeführt zu haben (51 Prozent Rumänien, 42 Prozent USA, 38 Prozent UK und Australien, 34 Prozent Frankreich). Als Gründe wurden hier mangelndes Wissen, Zeitknappheit und die Angst vor einem daraus resultierenden möglichen System-Crash genannt.

Ähnliches gilt im Hinblick auf den Umgang mit Passwörter von smarten Geräten. Die Hälfte der Smart-TV-Besitzer in Deutschland gaben an, noch nie ihr Gerätepasswort geändert zu haben. Bitdefender gibt zu bedenken, dass viele smarte Geräte mit sehr schwachen Authentifizierungsmechanismen auf den Markt gebracht werden und mit einfachen Passwörtern wie „12345“ ausgestattet sind.

Immerhin gaben 56 Prozent der deutschen Teilnehmer an, für jedes Devices ein anderes Passwort zu wählen. In den USA ist das nicht so weit verbreitet, dort gaben 45 Prozent diese Antwort und 16 Prozent sagte sogar aus, für alle Devices das gleiche Passwort zu verwenden. 26 Prozent der deutschen Befragten haben ein Bündel an Passwörtern, das sie zwischen ihren diversen Geräten rotieren lassen. Das ist insofern bedenklich, als dass das Wiederverwenden von Passwörtern heute als Ursache einiger der verheerendsten Sicherheitsattacken gilt, erklärt Bitdefender. So verschaffte sich zum Beispiel ein Hacker Zugriff auf einen Dropbox-Corporate-Account, weil sein Opfer das Passwort bereits für seinen LinkedIn-Account verwendet hatte.

Backup

Das größte Risiko im Umgang mit IoT-Geräten wird der Studie zufolge im Verlust der eigenen Daten gesehen. In Deutschland halten 55 Prozent der Nutzer private Daten (Fotos, Dokumente etc.) am liebsten auf ihrem Laptop vor (74 Prozent in Rumänien, 60 Prozent USA, 59 Prozent Australien, 56 Prozent Großbritannien und Frankreich). Ein Favorit in Sachen Backup sind physikalische Speichergeräte wie USB-Sticks und DVDs – in Deutschland bevorzugen 50 Prozent der Nutzer diese Variante. Dahingegen sind Deutsche von Cloud-Storage-Möglichkeiten mit 31 Prozent am wenigsten überzeugt (Spitzenreiter USA 53 Prozent).

Zur Studie

Für die Studie wurden 2.037 Internetnutzer in den USA, Großbritannien, Australien, Rumänien, Frankreich und Deutschland im Auftrag von Bitdefender in der zweiten Jahreshälfte 2016 befragt.

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44469237 / Studien)