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Stelldichein der Imaging Branche IoT, Augmented Reality und Drohnen auf der Photokina

Autor: Sylvia Lösel

Vom 20. bis 25. September trifft sich die Imaging-Branche auf der Photokina. Das Internet of Things, Augmented Reality, Software und Drohnen sind dieses Jahr wichtige Themen.

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Anfassen und ausprobieren wird auf der Photokina (hier ein Archivbild aus dem Jahr 2014) groß geschrieben.
Anfassen und ausprobieren wird auf der Photokina (hier ein Archivbild aus dem Jahr 2014) groß geschrieben.
(Bild: Photokina)

„Imaging Unlimited“ – Unter diesem Motto treffen sich auf dem Messegelände in Köln Vertreter von Industrie und Handel sowie Fotoenthusiasten und Profifotografen aus der ganzen Welt.

Kameras sind zu unverzichtbaren Kommunikationsmitteln geworden. Doch statt zum herkömmlichen Fotoapparat zu greifen, setzen viele Anwender auf ihr Mobilgerät. Rund 74 Prozent der deutschen Bevölkerung fotografieren mit dem Smartphone. Mehr und mehr werden diese zur Steuerzentrale.

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So haben auch Kameras heute Schnittstellen zum Smartphone. Sie dienen nicht nur zur Übertragung von Daten, sondern auch zur Fernsteuerung. Sogar professionelles Zubehör, wie beispielsweise mobile Studioblitzgeräte, nutzen Smartphones und entsprechende Apps für die Einstellung.

Die Kamera in der Waschmaschine

IoT ist auf der Photokina ebenfalls ein heißes Thema, denn zahlreiche Geräte des täglichen Lebens sind mit Kameras ausgestattet. Sie stecken in Waschmaschinen, professionellen Drucksystemen, Automobilen, Türöffnern, Kühlschränken, Waschmaschinen, medizinischen Diagnose- und Überwachungssystemen, Sicherheits- und Schließanlangen, oder in Sportgeräten. Sie identifizieren mittels Gesichts- oder Iriserkennung sowie durch Kombination mit anderen Sensoren nicht nur Personen, sondern auch Bauwerke und andere Objekte. Welches Ideenreichtum in der Branche vorhanden ist, dokumentiert die in diesem Jahr erstmals etablierte Futurezone auf der Messe. Hier zeigen Startups ihre Ideen.

Die Welt von oben

Zahlreiche Hersteller werden Produkte und Anwendungen für Virtual Reality und Augmented Reality zeigen. So ist es dank Augmented Reality erstmals möglich, in Aufnahmen interaktiv zu navigieren und zusätzliche Inhalte hinzuzufügen.

Ging es bei der Weiterentwicklung der Fotografie bisher meist um die Perfektionierung der Bildergebnisse und der Vereinfachung des Aufnahmeprozesses, so geht es inzwischen darum, zu filmen und zu fotografieren. Waren früher Kleinflugzeuge, Heißluftballone oder Helikopter erforderlich, um Luftaufnahmen zu realisieren, geht das heute mit Drohnen. Diese gestatten ganz neue Perspektiven und sind mit hochauflösenden Kameras und Steuersystemen bestückt.

Neben der Hardware stehen aber zunehmend auch Software-Neuheiten im Mittelpunkt. Ob es um Fehlerkorrekturen bei Objektiven, um Effekte bei der Nachbearbeitung oder neue Aufnahmefunktionen geht – ohne entsprechende Programme geht in der Fototechnik nichts mehr.

Nostalgie-Trend

Andererseits ist auch ein Trend zur analogen Fotografie, zum Sofortbild und zu Fotografien zum Anfassen sichtbar. Das Sofortbild erlebt einen Boom, der bei den Herstellern sogar zu Lieferengpässen geführt hat. Neue Kameras mit ungewöhnlichen, modischen Designs sollen diesen Trend weiter schüren. Ebenfalls in Köln vertreten sind Experten, die Bilder auf Garagentore, Biertische und Smartphone-Hüllen bannen.

Das Pixelrennen der Kamerahersteller wird auch in diesem Jahr erneut aufflammen. Doch neue Trendthemen wie die Vernetzung, die Cameras of Things, VR und AR, das Zusammenwachsen von Foto und Video, Fotodrohnen sowie der Brückenschlag zwischen digitalen und analogen Fotoprodukten werden ebenfalls wichtige Themen sein.

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Über den Autor

 Sylvia Lösel

Sylvia Lösel

Chefredakteurin