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Aufbau einer europäischen Distributorengruppe angepeilt

Investorengruppe Tiscon schnappt sich COS

10.01.2007 | Redakteur: Regina Böckle

Michael Krings ist Chef der COS-Distribution und desginierter Vorstand der Tiscon AG Infosystems
Michael Krings ist Chef der COS-Distribution und desginierter Vorstand der Tiscon AG Infosystems

Die heiß umkämpfte Distributionslandschaft in Europa bekommt Zuwachs. Die Neu-Ulmer Tiscon AG Infosystems hat die COS Distributions in Linden übernommen – und will auf diesem Fundament eine europäische IT-Distributorengruppe aufbauen – durch weitere Zukäufe.

Die lang erwartete Entscheidung der Schweizer COS-Holding-Chefs ist gefallen, die COS Distribution mit ihren Schwestergesellschaften Topedo und Avitos verkauft. An Bord der Schweizer Holding bleibt nur mehr Speicherspezialist Extreme Memory, der in den vergangenen Jahren als Vorzeigetochter mit glänzenden Umsatz- und Ertragszahlen stets die Firmenbilanzen erhellte. Ob der Verkauf an Tiscon den wilden Spekulationen um die Zukunft der COS-Distribution den Wind aus den Segeln nehmen kann, wird sich zeigen.

Festhalten an Team und Namen

Aus Sicht des COS-Geschäftsführers Michael Krings jedenfalls schafft der Einstieg des Investors vor allem den nötigen finanziellen Spielraum, um weiter wachsen zu können und damit auch langfristig »stabiler und berechenbarer Partner für Hersteller und Händler zu bleiben«. Am Geschäftsmodell soll sich nichts ändern. »Wir bleiben, wie wir sind«, sagt Krings. Möglichen Gerüchten zuvorkommend stellt der Distributionschef auch gleich klar, dass es »keine Entlassungen geben wird«. Was für die Mitarbeiter gilt, soll auch auf den Firmennamen zutreffen; er soll bleiben.

Schweiz bleibt im Boot

Ganz werden sich die Wege des Schweizer COS-Holding-Chefs Kurt Früh und der COS Distribution allerdings nicht trennen. Denn die Holding hält Minderheitsanteile an der neuen Mutter. Früh selbst sitzt im Aufsichtsrat. Michael Krings, der ebenfalls Anteile hält, wurde zum Tiscon-Vorstand berufen.

Die Mehrheitsanteile an der Tiscon hält nach wie vor das Beteiligungsunternehmen Arques Industries AG. Mutter wie Tochter sind börsennotiert, sitzen in Deutschland und hatten bislang kaum Berührung mit der Distribution. Die Tiscon AG war eine Mantelgesellschaft ohne operatives Geschäft und wurde durch die COS-Übernahme quasi zum Leben erweckt. Ziel der Arques ist es, durch weitere Zukäufe mittelfristig eine europäische IT-Distributionsgruppe aufzubauen. Das Unternehmen will eine »aktive Rolle im Konsolidierungsprozess der IT-Distribution«, spielen. In Frankreich und Skandinavien könnte das Unternehmen fündig werden, denn über die Suche von Scribona und Bestware nach einem Käufer wird schon lange gemunkelt.

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