Trends für Unternehmenssoftware Investitionsbereitschaft für modulares und webbasiertes ERP

Redakteur: Katrin Hofmann

Deutsche Unternehmer werden künftig vermutlich in ihre ERP-Systeme investieren, wie die Ergebnisse des »ERP Trend Reports 2007« nahelegen. Modulare Erweiterungen und webbasierte Lösungen stehen dabei im Fokus.

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Zirka ein Viertel der Firmen sehen Optimierungsbedarf bei ihren ERP-Systemen.
Zirka ein Viertel der Firmen sehen Optimierungsbedarf bei ihren ERP-Systemen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mehr als die Hälfte (62 Prozent) der Unternehmen planen laut der Studie »ERP Trend Report 2007« die Integration weiterer Module in ihre ERP-Lösungen in absehbarer Zeit oder einen kompletten Wechsel ihres Systems. Firmen, die ihr System schon einmal ausgetauscht haben, begründen dies in erster Linie mit dem Fehlen benötigter Funktionen (30 Prozent). Danach folgen mangelnde Flexibilität (21 Prozent), Wegfall des Herstellers (zwölf Prozent), unzureichender Support (sechs Prozent) und die fehlende Bedienerfreundlichkeit (fünf Prozent).

Lediglich 35 Prozent der Befragten sehen derzeit keinen Anlass, ihre ERP-Lösungen anzupassen oder auszutauschen. Betriebe, die sich konkret zu ihren Investitionsvorhaben äußerten, zeigten besonders starkes Interesse an CRM. Daneben stehen Aspekte wie Human Resources Management, Quallitätsmanagement und Business Intelligence Systeme ebenfalls auf der Agenda.

Webbasierte ERP-Lösungen setzen derzeit zwar nur 13 Prozent der 120 befragten Firmen verschiedener Größen ein. Allerdings haben sich 22 Prozent schon »intensiv« und 20 Prozent gar »sehr intensiv« mit diesem Thema befasst. Dies ist zwar noch weniger als die Hälfte, doch im Vergleich zu den vorangegangenen Erhebungen ist dies laut den Studienautoren eine signifikante Steigerung.

Befragt danach, was ein ERP-System leisten muss, antworteten alle Befragten, dass es sich an ändernde Geschäftsprozesse anpassen sollte. 94 Prozent – Mehrfachantworten waren möglich – erwarten, dass es die Prozesseffizienz steigert. Knapp 90 Prozent wollen, dass sich Zusatzanwendungen ohne Probleme anbinden lassen. Zu Kostensenkungen soll die ERP-Lösung aus Sicht von 84 Prozent beitragen. Zwischen 60 und 70 Prozent wünschen sich, dass ein Webzugriff auf Anwendungen möglich ist und Webservices unterstützt werden.

Die Befragung wurde von Softselect im Auftrag des ERP-Dienstleisters Alpha Business Solutions im dritten und vierten Quartal 2006 sowie im ersten Quartal 2007 durchgeführt. Zielgruppe waren Geschäftsführer, IT-Leiter, IT-Bereichsleiter von Firmen unterschiedlicher Größen und Branchen, die aus unterschiedlichen Adressdatenbanken ausgewählt wurden.

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