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CDNetworks-Studie

Investitionen in DDoS-Abwehrtechnologien steigen

| Autor: Sarah Nollau

DDoS-Angriffe werden immer komplexer und deswegen schwieriger abzuwehren.
DDoS-Angriffe werden immer komplexer und deswegen schwieriger abzuwehren. (Bild: Pixabay / CC0)

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Laut einer aktuellen Studie von CDNetworks und Content-Delivery-Network, einem Cloud-Security-Spezialisten, waren 83 Prozent der befragten Unternehmen sicher, dass sie gut genug gegen DDoS-Angriffe geschützt sind. Und dennoch: 54 Prozent dieser wurden in den letzten zwölf Monaten Opfer eines Angriffs.

Die Zahl der DDoS-Angriffe steigt weiter. Zudem nimmt das Ausmaß der einzelnen Attacken zu. Dies spiegelt sich in den Investitionen in Abwehrmaßnahmen wider. In den vergangenen zwei Jahren haben knapp die Hälfte (49 Prozent) der Befragten der CDNetworks-Studie erstmals Geld in die Rüstung gegen DDoS-Angriffe investiert. 64 Prozent hegen den Plan, weiter Geld für Security auszugeben. Durchschnittlich werden für die DDoS-Abwehr 26.300 Euro pro Jahr aufgewandt. Bei mehr als einem Fünftel der Befragten liegt der Betrag sogar über 44.000 Euro.

Insgesamt wurde festgestellt, dass die Ausgaben sich innerhalb der letzten zwölf Monate gesteigert haben. Eine erstmalige Investition tätigten je nach Technologie rund ein Viertel. Während je 24 Prozent Geld in eine gemanagte Lösung zur DDoS-Abwehr und Web Application Firewalls (WAF) gesteckt haben, flossen bei 26 Prozent der Befragten erstmalig Geld in DDoS-Abwehr-Technologien auf Self-Service-Basis. Je 27 Prozent investierten in Belastbarkeitsprüfungen zur Feineinstellung des DDoS-Schutzes und manuellen Schutz.

Investitionsplanung

Der Teil der Befragten, die noch keine Investition in DDoS-Abwehrsysteme getätigt haben, möchten sich im nächsten Jahr finanziell vorrangig DDoS und WAF zuwenden (59 Prozent).

Platz Zwei belegen die Belastbarkeitsprüfungen zur Feineinstellung (39 Prozent). Den dritten Platz auf dem Siegertreppchen nimmt knapp dahinter der manuelle Schutz ein (38 Prozent).

44 Prozent der Befragten sehen eine Gefährdung ihrer Infrastrukturen durch zu geringe Investitionen. Hier plädieren 48 Prozent für weitere Bemühungen um DDoS und WAF, 43 Prozent für gemanagte Lösungen.

Positionsabhängig

Die Studie kommt allerdings zu dem Schluss, dass Vorlieben für bestimmte DDoS-Abwehrtechnologien je nach Position im Unternehmen abweichen. Während auf Vorstandsebene DDoS und WAF sowie Technologien auf Self-Service-Basis bevorzugt werden, sehen Geschäftsführer und IT-Abteilungsleiter die Lösung in der gemanagten Abwehr beziehungsweise einem manuellen Schutzsystem. IT-Manager hingegen sprechen sich für DDoS und WAF sowie den Umstieg von Self-Service zu Managed Services aus.

„Die Präferenz von IT-Managern für WAF und Managed Services lässt sich vermutlich einfach darauf zurückführen, dass sie eine klarere Vorstellung von der Arbeitsbelastung haben, die ein DDoS-Angriff verursacht. Geschäftsführer und Leiter von IT-Abteilungen denken hingegen eher an die Verfügbarkeit von Websites, während Vorstände grundsätzlich eine umfassendere und komplexere Sichtweise haben und weitere Belange, wie zum Beispiel Schutz der Kundendaten, berücksichtigen“, kommentiert Alex Nam, Managing Director CDNetworks EMEA.

Schnelle Weiterentwicklung

Das Problem der DDoS-Angriffe liegt in der schnellen Entwicklung. Kaum ein Unternehmen kann im Alleingang in den Kampf gegen Cyberkriminelle ziehen. Das liegt an der Kapazitätsgrenze des Organisations-eigenen Netzwerks. Wird diese überschritten, kommt es zu einem Netzwerkausfall. Provider von Cloud-basierten Abwehrtechnologien haben hingegen größere Kapazitäten. Außerdem verfügen sie über einen kompletten Mitarbeiterstab, der nur für die Überwachung der Netzwerke und die Aktualisierung der Abwehrsysteme zuständig ist. Für ein einzelnes Unternehmen sind diese Ressourcen utopisch.

Viele Opfer können ein Lied von den Folgeschäden singen. Knapp über die Hälfte (52 Prozent) rechnet mit Umsatzverlusten. 46 Prozent erwarten langfristige Imageschäden. Für die Studie wurden 300 Organisationen in Großbritannien und der DACH-Region zu ihren Schutzmaßnahmen gegen DDoS-Angriffe befragt.

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