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E-Plus, Deutsche Telekom und Arcor beschränken unendliche Sprach- und Datentarife

Intensiven Flatrate-Nutzern droht Kündigung

15.04.2008 | Redakteur: Sarah Maier

Anscheinend glauben einige TK-Anbieter, dass Flatrates eine zeitliche Begrenzung haben.
Anscheinend glauben einige TK-Anbieter, dass Flatrates eine zeitliche Begrenzung haben.

Sie nutzen eine Flatrate, also fassen Sie sich kurz! Das ist die Botschaft, die derzeit mancher Sprach- und Daten-Flatratenutzer in seinem Briefkasten vorfindet – wenn er nicht gleich ein Kündigungsschreiben bekommt. E-Plus, Arcor und die Deutsche Telekom gehen derzeit massiv gegen Viel-Telefonierer und Langzeit-Internet-Surfer vor.

Schon seit Ende März beschweren sich E-Plus-Kunden in diversen Internetforen über die außerordentliche Kündigung ihrer Base-Verträge. Ein Forenmitglied postet hier das erhaltene Kündigungsschreiben auf Telefontreff.de, in dem steht: »Jede in Art oder Umfang unübliche Nutzung, die das E-Plus-Mobilfunknetz (UMTS) stört oder die Aufrechterhaltung der Dienstqualität im Netz grob beeinträchtigt, ist gemäß unserer AGB unzulässig«. Laut Angaben des Kunden lag sein Datenvolumen bei rund sechs Gigabyte im Monat.

Auch Congstar, die Billig-Tochter der Deutschen Telekom, zeigt seinen Kunden ohne Vorwarnung die rote Karte. Zwar finden sich in den AGBs keine Einschränkungen bezüglich Flatrates, dass schützt jedoch intensive Nutzer nicht vor der Kündigung. Manche der Betroffenen waren nur vor wenige Monaten zuvor zu Congstar gewechselt, so dass sie erst kürzlich die Aktivierungsgebühr von 19,99 Euro bezahlt haben.

Wer denkt, er könne mit der Arcor-Auslandsflatrate zum Aufpreis von monatlich 3,95 Euro unbegrenzt telefonieren, der irrt ebenfalls. Bei 50 Stunden Gesprächszeit im Monat verschickt der TK-Anbieter Mahnbriefe, in denen gebeten wird, die Gespräche »umgehend und erheblich zu reduzieren«.

Hätte der Verbraucher doch nur mal die AGBs von Arcor gelesen. Denn hier steht als Voraussetzung für alle angebotenen Flats, dass der Telefonbedarf »nicht offensichtlich von der durchschnittlichen Nutzung privater Teilnehmer erheblich abweichen« darf. Als Händler, der seine Kunden vernünftig beraten will, sollte man also nicht zuviel versprechen – oder rechtzeitig klären, welche Alternativen es gibt.

Bleibt die Frage, was ist die durchschnittliche Nutzungsdauer eigentlich. Diese Formulierung lässt dem Unternehmen viel Spielraum. Denn 50 Stunden sind im Tagesdurchschnitt etwas über eineinhalb Stunden – für einen Zuwanderer, dessen Familie im Ausland, lebt durchaus denkbar.

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