Embedded Building Blocks Intel will IT-Reseller fit für Industrie & Co. bekommen

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Andere Märkte, andere Spielregeln. Damit assemblierende Reseller und Systemintegratoren bei der Hardware für innovative Anwendungen besser punkten können, müssen sie mit der dort etablierten Bauteil-Strategie arbeiten. Dann aber können sie IT-Tugenden wie Fernwartung einführen.

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IT-Reseller punkten bislang eher selten im so genannten Embedded-Markt
IT-Reseller punkten bislang eher selten im so genannten Embedded-Markt
( Foto: Grzegorz Kwolek - Fotolia.com )

Wenn es um Rechner in industriellen Produktionsstätten, zur POS-Steuerung oder in Laboren geht, punkten hauptsächlich Unternehmen der Bereiche Elektrotechnik, Maschinen- und Anlagenbau sowie Steuerungs- und Regelungstechnik. Firmen aus diesen Branchen ticken jedoch anders als Systemhäuser, die Informationstechnologie für beispielsweise kaufmännische Zwecke liefern. Die Gründe hierfür sind nachfragebedingt: Insbesondere die geforderte Langlebigkeit und Plattformsicherheit lässt sich schwer mit den schnellen Innovationszyklen und der Dynamik in der klassischen IT-Branche vereinen. Eine Industrieanlage braucht weder regelmäßig eine neue Grafikkarte noch alle Nase lang einen leistungsfähigeren Prozessor, damit schneller PDFs generiert werden können. Eine Industrieanlage muss vor allem: laufen, laufen, laufen.

Status quo

Das hat mehrere Auswirkungen: Assemblierende Reseller und Systemhäuser, die industrielle Kunden mit Rechnern nach klassischer Bauweise ausstatten, müssen schon mal verbaute Komponenten für fünf bis sieben Jahre auf Lager legen. Christian Ganz, Channel-Manager bei Intel, müsste das wegen der Umsätze in gewisser Weise sogar freuen. In Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit des Intel-Channels im Vergleich zu Maschinen- und Anlagenbauern überwiegen jedoch die Nachteile.

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Das Problem: Hier hat sich eine andere Bauweise etabliert. Häufig werden in diesem so genannten Embedded-Umfeld Baseboards als Äquivalent zu Motherboards verbaut. Statt CPUs werden darauf so genannte Compute-Moduls gesteckt. Für ein Hardware-Upgrade (beispielsweise von einem Core-Duo- auf einen aktuellen Core-i5-Prozessor) wird hierbei lediglich das standardisierte Compute-Module ausgetauscht. Auch was die Gehäuse angeht, gibt es Eigenheiten. Wichtige Qualitätsanforderungen sind beispielsweise Spritzwasserschutz, Regendichte und Abtropfkanten.

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