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Quartalszahlen der IT-Schwergewichte belegen Rückgang im Hardware-Markt

Intel und IBM haben bei Umsatz und Gewinn verloren

| Redakteur: Harry Jacob

Das Reigen der Quartalszahlen wurde von Intel und IBM eröffnet – Umsätze und Gewinne sinken.
Das Reigen der Quartalszahlen wurde von Intel und IBM eröffnet – Umsätze und Gewinne sinken. ( © mibPhoto - Fotolia.com)

Chip-Hersteller Intel und der IT-Konzern IBM machen traditionell bei den Quartalszahlen den Auftakt für die Computerbranche. Die beiden Schwergewichte gelten zudem als Indikator für den Markt. Gewinnrückgang und zum Teil drastische Gewinneinbrüche spiegeln die Lage im PC- und Servermarkt wider.

Intel hat im zweiten Quartal des Jahres einen Umsatz von 12,8 Milliarden US-Dollar erzielt, der Gewinn belief sich auf 2,0 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Umsatzrückgang von fünf Prozent, der Gewinn ist gar um 29 Prozent eingebrochen. Getroffen hat es vor allem die PC-Client-Group, die rund zwei Drittel des Umsatzes ausmacht. Hier belief sich der Umsatzrückgang zum Vorjahr auf 7,5 Prozent – wenig verwunderlich angesichts des beständig sinkenden PC-Absatzes. Die Architecture Group, die nicht einmal eine Milliarde zum Umsatz beisteuert, hat sogar 15 Prozent Minus zu verzeichnen.

„Das zweite Quartal haben wir wie vorgesehen abgeschlossen und wichtige Produkte angekündigt,“ sagte Intel CEO Brian Krzanich. Er leitet das Unternehmen erst seit zwei Monaten und musste nun erstmals die Quartalszahlen verantworten. Er machte zwar Hoffnung für die Zukunft und kündigte an, die Produktentwicklung im Bereich Ultra-Mobile mit höchster Priorität voranzutreiben. Bis Ende des Jahres soll es beispielsweise auf Basis von Intels Bay-Trail-Chipfamilie Tablets geben, die im Preissegment von 150 bis 200 US-Dollar angesiedelt sind.

Tablet-Markt als Hoffnungsträger

Bislang ist Bay Trail noch nicht offiziell vorgestellt worden, doch kürzlich aufgetauchte Benchmarks sollen zeigen, dass die Chips bei 1,1 GHz Taktfrequenz rund 20 Prozent schneller sind als die beste bislang erhältliche Alternative, ein Quadcore- Snapdragon-Prozessor von Qualcomm mit 2,2 GHz. Bay Trail soll mit maximal acht Kernen und bis zu einer Taktung von 2,1 GHz erhältlich sein. Die Chipfamilie könnte den Markt für Smartphones und Tablets erheblich aufmischen, wenn sie neben der hohen Rechengeschwindigkeit auch die Hoffnungen auf sparsameren Energieverbrauch erfüllen kann. Dann könnte Intel endlich auch in diesem Segment nennenswerte Erfolge feiern, dass der Chipriese zunächst schlicht verschlafen hatte.

Trotzdem gibt sich der Konzern zurückhaltend, was die Prognose für das restliche Geschäftsjahr betrifft: Bei den Investitionen soll gegenüber der ursprünglichen Planung eine ganze Milliarde Dollar eingespart werden, bei Forschung und Entwicklung 200 Millionen Dollar. Beim Umsatz ist nun kein Wachstum mehr in Sicht, es soll lediglich der Vorjahreswert erreicht werden. Außerdem wird auf den nun geringeren Umsatz auch eine kleinere Bruttogewinnmarge erzielt, der Prognosewert wurde von 60 auf 59 Prozent reduziert.

Big Blue ebenfalls im Rückwärtsgang

Auch wenn die Erwartungen der Börse übertroffen wurden, darf man nicht übersehen: Auch bei Big Blue sind Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal des Jahres rückläufig gewesen. Der Umsatz ging um 3,3 Prozent auf 24,9 Milliarden Dollar zurück, das war das fünfte Minus-Quartal in Folge. Der Gewinn lag mit 3,2 Milliarden Dollar 17 Prozent unter dem Vorjahreswert. Allerdings ist im aktuellen Quartal eine Abschreibung von einer Milliarde Dollar für den Umbau der Belegschaft enthalten.

Mit Ausnahme der Software-Abteilung, die 4,1 Prozent beim Umsatz zulegen konnte und etwas mehr als ein Viertel des Geschäfts ausmacht, sind alle Bereich im Minus. Bei der Software verdient der Konzern zudem ausnehmend gut: die Bruttomarge beträgt 88,8 Prozent, gegenüber dem Vorjahr nochmals eine leichte Steigerung.

Das wichtigste Geschäftsfeld, Global Technology Services, das rund 40 Prozent des Umsatzes bestreitet, schrumpfte um 4,6 Prozent. Der Bereich Systems and Technology hat sogar einen Rückgang von knapp 12 Prozent auf einen Umsatz von 3,8 Milliarden Dollar zu verzeichnen.

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