Schwacher PC-Markt als Ursache? Intel streicht 12.000 Stellen

Autor: Sylvia Lösel

Der PC-Markt schwächelt und bringt Intel, die hier traditionell stark vertreten sind, in Schieflage. Der Chip-Riese muss sich umstrukturieren. Doch zunächst fallen Jobs weg.

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Beim Chiphersteller Intel wird an der Zukunft gebastelt. Doch zunächst wird der Rotstift angesetzt.
Beim Chiphersteller Intel wird an der Zukunft gebastelt. Doch zunächst wird der Rotstift angesetzt.
(Bild: Amy Walters - Fotolia.com)

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, will der amerikanische Chiphersteller Intel massiv Stellen streichen. 12.000 Arbeitsplätze könnten dem Rotstift zum Opfer fallen, das entspräche elf Prozent der Gesamtbelegschaft.

Der Hersteller befindet sich im Umbruch. Statt sich, wie bislang, vorrangig auf Chips für die PC-Industrie zu fokussieren, hat man nun Microchips für Datacenter und Mobilgeräte im Visier.

Wie die Marktforscher von IDC am Montag bekanntgaben, fielen die ausgelieferten Stückzahlen bei PCs im ersten Quartal dieses Jahres erneut, diesmal um 11,5 Prozent.

Intel hat seine Umsatzprognose für das laufende Jahr nach unten korrigiert und spricht nun von einem erwarteten Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Bereich.

Stacy Smith, bislang CFO bei Intel, werde künftig auf eine neue Stelle innerhalb des Unternehmens wechseln und Intel sei nun auf der Suche nach einem neuen CFO. Smith sprach auch davon, dass Intel erwartet, dass der PC-Markt 2016 im hohen einstelligen Bereich nachgibt, was vor allem den schwachen Märkten in China und anderen Emerging Markets zuzurechnen sei.

Welche Regionen und Bereiche von den Stellenstreichungen betroffen sind, gab Intel noch nicht bekannt. Intel plant, die Stellenstreichungen bis Mitte 2017 umgesetzt zu haben.

Als Reaktion auf Intels Entscheidung sagte ein Analyst von Raymond James, dass die Ursache dafür eher bei Intel als in der Tech-Branche läge.

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Chefredakteurin IT-BUSINESS, Vogel IT-Medien