Wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenzverfahren für Gigaset eröffnet

Von dpa 1 min Lesedauer

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Bereits im September 2023 hatte Gigaset einen Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Nun hat das Amtsgericht Münster das Regelinsolvenzverfahren über das Vermögen des Telekommunikationsherstellers eröffnet.

Unter anderem seien der Umsatzrückgang und die schwache Nachfrage nach Gigaset-Produkten Hintergründe des Insolvenzantrags gewesen.  (Bild:  Gigaset)
Unter anderem seien der Umsatzrückgang und die schwache Nachfrage nach Gigaset-Produkten Hintergründe des Insolvenzantrags gewesen.
(Bild: Gigaset)

Das Amtsgericht Münster hat das Regelinsolvenzverfahren über das Vermögen von Gigaset eröffnet. Eine entsprechende Meldung veröffentlichte der Anbieter von Kommunikationstechnologie am Dienstagabend auf seiner Internetseite. Zum Insolvenzverwalter wurde demnach Markus Wischemeyer bestellt.

Gigaset hatte im September einen Insolvenzantrag gestellt und ist nach eigenen Angaben zahlungsunfähig. Hintergrund dafür sei im Wesentlichen ein unerwarteter und erheblicher Umsatzrückgang im zweiten Halbjahr 2023 und eine deutlich unter den Planungen liegende Geschäftsentwicklung. Hinzu kämen eine anhaltend und sich zuspitzende schwache Nachfrage nach Gigaset-Produkten sowie eine Kaufzurückhaltung in Deutschland und Europa.

Investorensuche seit Ende Oktober

Für Gigaset Communications war ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt worden. Die Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebstätigkeiten für DECT-Schnurlostelefone wurden dem Unternehmen zufolge unverändert fortgeführt. Laut Gigaset läuft seit Ende Oktober die Investorensuche. Ziel ist die nachhaltige Restrukturierung des operativen Geschäftsbetriebes.

Das Unternehmen mit 175-jähriger Firmengeschichte ist ferner in den Bereichen Smartphones auf Android-Basis, Cloud-basierte Smart Home Angebote sowie Geschäftstelefonie-Lösungen aktiv. Durch das Verfahren könnten nun die Arbeitsstellen der rund 850 Mitarbeitenden gefährdet sein.

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