Gegenseitige Hilfe Innovative Produkte helfen in schwierigen Zeiten

Redakteur: Heidi Schuster

Viele Unternehmen können auch Krisenzeiten meistern, da sie Produkte entwickeln und verkaufen, die wiederum anderen Firmen die Existenz in einer Krise erleichtern.

Firmen zum Thema

Die Drucker von Zebra sind überall einsetzbar.
Die Drucker von Zebra sind überall einsetzbar.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ob Software- oder Hardware-Produkte, wichtig sind gute Umsätze in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Guardean, Reiner SCT, Zebra Technologies, The Math Works und IT-Budget stellen ihre Erfolgs-Produkte vor, von denen Reseller profitieren können.

Mobil drucken

Dieser Beitrag stammt aus der Mutmacher-Ausgabe von IT-BUSINESS (5/2009 vom 2.3.2009, zur CeBIT 2009). (Archiv: Vogel Business Media)

Zebra Technologies, ein Unternehmen für Spezialdrucker und Auto-ID-Lösungen, bringt die ersten mobilen RFID-Drucker: den Zebra P4T sowie den RP4T. Der RP4T ist mit RFID-Funktionalität ausgestattet, während der P4T als »RFID ready« jederzeit für einen zukünftigen Einsatz der Technologie aufrüstbar ist. Anwender können den kompakten Drucker überall hin mitnehmen und Etiketten dort drucken, wo sie benötigt werden. Das sorgt für eine höhere Genauigkeit beim Tracking von Daten und Anlagen und verbessert die Effizienz von Arbeitsabläufen.

Bildergalerie

»Der RP4T vervollständigt unser RFID- Portfolio um eine echte mobile Komponente. Jetzt können Anwender die Stärken der Funktechnologie überall in vollem Umfang ausschöpfen«, so Bernard Williams, Regional General Sales Manager DACH & Nordics bei Zebra Technologies. »In den Bereichen Außendienst, Einzelhandel oder Verwaltung werden unsere Kunden von den Umsatz- und Effizienzsteigerungen profitieren, die mobile Lösungen generieren – das gilt besonders auch in diesen Zeiten wirtschaftlicher Ungewissheit«. Die mobilen Drucker haben Acht MegabyteFlash-Speicher beziehungsweise 16 Megabyte RAM und vereinen Thermotransfer- und Thermodirektdruck-Funktionen. Das Design ist ergonomisch und nutzerfreundlich, da sich Medien und Farbbänder leicht auswechseln lassen. Die Drucker haben einen 32-Bit-Prozessor und einen USB-Anschluss. Damit können die Geräte sowohl per Kabel als auch kabellos verbunden werden. WiFi-Protected-Access-2 (WPA2) garantierte die Sicherheit der über Funk gesendeten Daten. Die Drucker unterstützen darüber hinaus das passive EPC-Class-1-Gen-2-Protokoll. Der empfohlene Listenpreis liegt bei 1.160 Euro für den P4T und 2.480 Euro für den RP4T.

Lesen Sie auf der nächsten Seite zum Thema Onlinebanking weiter.

Sicheres Onlinebanking

Reiner SCT, Hersteller von Chipkartenlesern für multifunktionale Anwendungen und von Zeiterfassungssystemen, hat mit hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung neue Verfahren für sicheres Homebanking entwickelt und zusammen mit Kreditinstituten positiv erprobt. »Verbraucher wie Unternehmen erkennen und schätzen die Multifunktionalität unserer Geräte zur Verarbeitung der Chipkarten. Sie nutzen diese für unterschiedlichste Anwendungen wie Homebanking, Online-Shopping und digitale Signatur sowie Zeiterfassung und sparen durch die mehrfache Verwendung Kosten ein«, so Carsten Sommer, Geschäftsführer bei Reiner SCT.

Mit der Entwicklung des Tan-Jack und des Tan-Jack-Optic für das neue Chip-TAN-Verfahren hat Reiner SCT sein Produktportfolio an sicheren Kartenlesegeräten ausgebaut. Chip-TAN ersetzt die bisherige Papier-TAN-Liste durch ein Gerät, mit dem die Onlinebanking-TAN durch die Maestro-Karte elektronisch erzeugt wird. Bei der Überweisung gibt der Anwender seine Bankdaten wie Empfängerkonto und Betrag über eine kleine Tastatur ein. Die Daten fließen automatisch in die TAN-Erzeugung mit ein und können ausschließlich für diese Transaktion genutzt werden. Etwaige Manipulationen durch Angreifer werden von der Bank sofort erkannt und die Verarbeitung gestoppt.

Um die Sicherheitsstandards weiter zu erhöhen, hat der Zentrale Kreditausschuss (ZKA) eine Chipkartenleser-Spezifikation für elektronische Bankanwendungen entwickelt, an dem Reiner SCT aktiv beteiligt war: Secoder. Es eignet sich zur Absicherung von Online-Kontotransaktionen, zum Bezahlen via Internet, für Chipkarten mit elektronischer Signatur und auch als Altersnachweis beim Web-Zugriff. Secoder-Lesegeräte sind für sämtliche Bank- und Sparkassenkarten einsetzbar, sofern diese mit einem Chip ausgestattet sind. Zu erkennen sind die Kartenlesegeräte am Secoder-Siegel. Dieses bestätigt, dass alle vom ZKA definierten Sicherheitstests in unabhängigen Prüflabors erfolgreich absolviert sind.

Ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld ist für Reiner SCT die Zeiterfassung und Zutrittskontrolle. Ende letzten Jahres startete der Hersteller zu seiner Zeiterfassungslösung »Time-Card« eine groß angelegte Kampagne. Den Auftakt bildete die neue Webseite www.reiner-sct.com/zeit. Die Webseite fasst sämtliche Produktdetails in übersichtlicher Form zusammen und stellt Demo-Versionen der aktuellen Time-Card-Software zum Download zur Verfügung.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie die Bonität von Kunden geprüft werden kann.

Credit Management Software

Guardean Software unterstützt Unternehmen dabei, die Chancen und Risiken in ihren Geschäftsbeziehungen zu steuern. Wo immer ein Unternehmen gegenüber seinen Kunden in Vorleistung geht, sei es bei neuen oder bestehenden Kundenbeziehungen, im B2B- oder B2C-Geschäft, prüfen die Systeme die Bonität eines Antragstellers. Im Neukundengeschäft ermöglicht der Software-Hersteller zum einen eine detaillierte und automatisierte Prüfung der Anfrage, zum anderen die flexible Anpassung eines Angebots an die Bedürfnisse und Möglichkeiten des Antragstellers. Beim Management von Bestandskunden wird neben externen Informationen zudem auf bestehende Kundendaten und Zahlungserfahrungen zurückgegriffen.

Auf diese Weise fällt es leichter, individuelle Liefer- und Zahlungsbedingungen für Kunden festzulegen, auch wenn diese über externe Informationen teils negativ bewertet wurden. Anstatt eines Lieferstopps auf Grund einer schlechten Bewertung, haben Anwender die Freiheit, Geschäftsbeziehungen auch zu schwächer aufgestellten Kunden aufrechtzuerhalten. Gerade in schwierigen Zeiten liegen hier oftmals große Potenziale brach. Das bedeutet einen positiven Effekt für die Kundenbeziehung bei zusätzlichem Geschäft und dennoch geringem eigenen Risiko.

25 Jahre Matlab

The Math Works feiert 25. Geburtstag und damit hat auch die Entwickler-Software Matlab Jubiläum. Jedes Jahr wird das Portfolio erweitert und Usern werden neue Features zur Verfügung gestellt. The Math Works unterstützt mit seinen Tools, gerade in schwierigen Zeiten, Unternehmen auf mehrere Arten, Entwicklungskosten einzusparen. Als »Investitionsschutz« einer Entwicklungsmannschaft fungieren die Tools insofern, dass Entwicklungsartefakte, Zwischenschritte und Ergebnisse in späteren Phasen wieder verwendbar sind sowie in der Matlab-Umgebung ausgetauscht werden können. Dies ermöglicht es, in Matlab geschriebene Algorithmen problemlos auf Cluster zu skalieren oder aber auch als »Embedded Matlab« per C-Code-Generierung auf eingebettete Systeme zu bringen.

Zudem hilft die steigende Automatisierung in den Tools, wiederkehrende Aufgaben, wie etwa Tests, fehlerfrei und rasch durchzuführen und viele manuelle Tätigkeiten, darunter Modell-Reviews, zu vereinfachen und zu beschleunigen.

Sonderlösungen für Server

Die IT-Budget ist Distributor, Fachhändler und Produzent für IT-Hardware. Die Kernkompetenz ist die 19-Zoll-Technik und hier speziell die Server-, Daten- und Netzwerkschränke. Das Unternehmen entwickelt und produziert viele Sonderlösungen, wie schallgedämmte Serverschränke der Eigenmarke »Silence Rack«, Staubschutzschränke »Resister Rack«, besonders tiefe Serverschränke, aber auch günstige Netzwerkschränke für den Standardbedarf. Die neueste Eigenentwicklung ist das gerade in der Startphase befindliche »Slimrack«. Weiterhin bietet das Unternehmen ein sehr breites Sortiment an 19-Zoll-Zubehör, vom einfachen Fachboden bis zur TFT-Administratoren-Schublade mit integriertem KVM-Switch. Der Umsatz überschritt im Jahr 2008 erstmals die Millionen-Grenze.

Auch in den Krisenmonaten November und Dezember 2008, in denen die IT-Branche von Negativ-Schlagzeilen erschüttert wurde, übertrafen die Ergebnisse bei IT-Budget die Vorjahre und lagen im Januar 2009 bei positiver Rentabilität sogar 50 Prozent über dem Januar 2008. Einer der großen Erfolgsfaktoren sind die selbstentwickelten Produkte, die auch unter eigenen Marken vertrieben werden. Zumeist entstanden sie aus einzelnen Sonderwünschen von Kunden und wurden dann für einen breiteren Markt weiterentwickelt.

(ID:2019503)