Gute Stimmung auf der 15. IM.Top Ingram-Micro-Chef schaut zuversichtlich nach vorne

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Harry Jacob / Harry Jacob

Anlässlich der IM.Top 2014 bestätigte DACHH-Chef Marcus Adä die seit mehreren Jahren verfolgte VVV-Strategie und die 2013 vorgestellte 4-I-Initiative, indem er die jüngsten Schritte noch einmal skizzierte, die das Unternehmen auf seinem eingeschlagenen Weg vorangegangen war. Große Hoffnungen setzt er auf das „Internet of Everything“, denn hier gebe es „enorme Chancen für den Handel“.

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Zum Schluss eine kleine Jubiläumsfeier: Die Ingram-Führungsspitze schneidet die „Geburtstagstorte“ zum 15. Jubiläum an.
Zum Schluss eine kleine Jubiläumsfeier: Die Ingram-Führungsspitze schneidet die „Geburtstagstorte“ zum 15. Jubiläum an.
(Bild: Ingram Micro)

Zur IM.Top vor einem Jahr hatte sich der langjährige Ingram-Chef Gerhard Schulz auf die Europa-Ebene verabschiedet. Diesmal gab es keinen „Big Bang“. Aber in den vergangenen Monaten ist im Ingram-Konzern einiges in Bewegung gekommen – bei der Konzernmutter, auf europäischer Ebene und in der Münchner DACHH-Zentrale. Der Distributor nutzte die Gelegenheit, die jüngsten Veränderungen noch einmal einem breiten Publikum zu präsentieren und bereits die nächsten Schritte zu einer „Distribution Next Generation“ zu gehen.

VVV vereint

Diese neue Art der Distribution zeichnet sich nach den Worten von Marcus Adä dadurch aus, dass immer weniger zwischen der klassischen Broadline-Distribution und dem Ansatz der Value-Added-Distribution getrennt werden kann. „Sie können das eine nicht ohne das andere machen“, betonte Adä. Das hatte sich auch durch die jüngsten Änderungen in der Vertriebsorganisation gezeigt: Die drei Säulen der VVV-Strategie – Volume, Value, Verticals – werden seit einigen Monaten besser miteinander verzahnt, um die Zusammenarbeit mit den Partnern zu vereinfachen und gleichzeitig das Spezialwissen der einzelnen Abteilungen besser nach außen zu tragen.

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Zur IM.Top 2014 konnte Adä berichten, dass Ingram Micro das erfolgreiche Konzept noch weiter ausbaut. So wurde der Server-/Storage-Bereich um ein Powermanagement-Team mit zertifizierten Beratern ergänzt. Die zehn Experten sollen Resellern und deren Kunden bei Projekten unterstützen. Dabei geht es vor allem darum, Energieeinsparungspotenziale zu nutzen, aber auch um die Zuverlässigkeit der Serverlandschaft.

Power im Netzwerk

„Die häufigsten Ursachen für Ausfallzeiten, Datenverlust oder Hardware-Schäden sind erschreckend einfach: zu hohe Temperaturen sowie Über- oder Unterspannung in der Stromversorgung“, erklärt Mike Cramer, Senior Manager und verantwortlich für das Server-, Storage- und Powermanagement-Business im Geschäftsfeld Value bei Ingram Micro. Sein zehnköpfiges Team unterstützt die Partner bei Fragen zu Planung, Betrieb, Steuerung, Verwaltung, Ausfallsicherheit und Leistung sowie Hochverfügbarkeit im Netzwerk. Zu erreichen ist das neue Spezialteam per E-Mail unter powermanagement@ingrammicro.de oder telefonisch unter 089/4208-2082.

IM.Top 2014 Messe
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Weitere erfolgreiche Höhepunkte nannte Adä mit der UCC-Abteilung, die inzwischen auf 15 Mitarbeiter angewachsen ist. Das Wachstum in diesem Bereich liege bei 30 Prozent. Besonders erfreut war der Ingram-Chef, dass jetzt eine große Lücke im Portfolio geschlossen werden konnte. Unify, die ehemalige Siemens Enterprise Communications, hat mit Ingram eine Distributionsvereinbarung geschlossen und präsentierte sich auf der IM.Top 2014 mit einem großen Stand.

Sogar um 50 Prozent wuchsen die Umsätze in der – noch kleinen – Abteilung New Energy. Auch hier wurde das Personal verstärkt. 14 Mitarbeiter sind hier inzwischen beschäftigt. Auch bei den LED-Anbietern konnte Adä einen wichtigen Neuzugang vermelden. Ab sofort vertriebt Ingram Micro die B2B- und B2C-Produkte von Toshiba LED Lighting Systems. Deren Leuchtmittel für die Industrie-, Büro- und Ladenbeleuchtung sowie für den „Hausgebrauch“ wurden ebenfalls auf der IM.Top erstmals präsentiert.

IM.Top 2014 Party
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Der nächste Megatrend?

Das „Internet of Everything“ bringt alle aktuellen Trends zusammen – und Ingram Micro die Hersteller und ihre Produkte,
Das „Internet of Everything“ bringt alle aktuellen Trends zusammen – und Ingram Micro die Hersteller und ihre Produkte,
(Bild: Ingram Micro)
Ein großes Thema für das Partnerevent des Distributors ist die zunehmende Vernetzung, die fast alle Aspekte der IT berührt. Adä beschwor das enorme Wachstumspotenzial, das sich hier für den Channel auftue. „Bis 2020 wächst das ‚Internet of Everything‘ auf 50 Milliarden IP-fähiger Devices“, zitierte er eine aktuelle Marktstudie. Diese Devices müssten nicht nur erst einmal verkauft, sondern dann auch in Netzwerke eingebunden und betreut werden, dazu kommt die Übertragung, Speicherung und Auswertung von Daten, die diese Devices erzeugen.

Dementsprechend sieht er die wichtigsten Abteilungen des Distributors mit diesem Thema verknüpft (siehe Grafik), mit einem Fokus auf der Abteilung „Security und Device-Management“. Derzeit liege hier das Wachstum bei 16 Prozent, und in den kommenden Jahren werde dieses Niveau mindestens gehalten, wenn nicht sogar übertroffen. Ingram hat sich in dem Bereich stark aufgestellt mit derzeit 25 Mitarbeitern.

Positives Fazit

Nach Angaben des Unternehmens waren 200 Aussteller auf der IM.Top 2014 versammelt. Rund 4.500 zählte man im Laufe des Tages – damit waren die bereits im Vorfeld geäußerten Erwartungen erreicht worden. Das Fazit von Marcus Adä fällt rundherum positiv aus: „Wir hatten uns ins Drehbuch geschrieben, noch stärker den Austausch der Besucher untereinander zu fördern. Das ist uns gelungen – wie die positiven Rückmeldungen von Herstellern, Fachhändlern und dem eigenen Team zeigen.“

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Und auch die Besucher waren guter Laune. Die After-Party im nahe des M.O.C. gelegenen Zenith war mehr als gut gefüllt. Bis spät in die Nacht drängten sich die Menschenmassen in die Event-Locations und auf den Freiflächen.

Wer auch beim nächsten Mal wieder dabei sein will, kann sich schon heute den Termin vormerken: Die nächste IM.Top soll am 7. Mai 2015 stattfinden.

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