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Ingram Micro baut Chatbots mit Watson-Intelligenz

| Autor: Michael Hase

Chatbots digitalisieren die Kundeninteraktion. Oft kommt die Intelligenz aus der Cloud.
Chatbots digitalisieren die Kundeninteraktion. Oft kommt die Intelligenz aus der Cloud. (Bild: everythingpossible_stock.adobe.com)

Die IBM Business Unit von Ingram Micro unterstützt Partner bei der Erstellung von Chatbots, die Machine-Learning-Verfahren von Watson nutzen. Der Distributor hat bereits weitere Anwendungsszenarien, die sich mit smarter IBM-Technologie realisieren lassen, im Blick.

Die Cloud ermöglicht den einfachen Zugang zu IT-Services, die On Premises nur mit ungleich höherem Aufwand bereitzustellen sind. Ein Beispiel dafür ist Machine Learning. Die IBM Business Unit von Ingram Micro hat sich dem Thema über die kognitiven Watson-Services genähert. Bei IBM Watson handelt es sich um eine Software, die Informationen in gesprochener Sprache verarbeiten kann. Sie interagiert so auf natürliche Weise mit Menschen und lernt stetig dazu.

Mike Cramer, Leiter der Business Unit IBM bei Ingram Micro, führt Partner an KI-Lösungen heran.
Mike Cramer, Leiter der Business Unit IBM bei Ingram Micro, führt Partner an KI-Lösungen heran. (Bild: Gudrun Kaiser)

Um die Intelligenz aus der Cloud in konkreten Szenarien einzusetzen, müssen in der Regel mehrere Watson Services miteinander kombiniert werden. Dazu sind wiederum Programmierkenntnisse erforderlich. Da vielen Systemhäusern diese Fähigkeit fehlt, bietet der Distributor Hilfe an. „Wir möchten die Partner bei der Programmierung und Erstellung kognitiver Services unterstützen“, betont Mike Cramer, der als Senior Manager die IBM Business Unit bei Ingram Micro leitet.

In einem Pilotprojekt zeigte Cramers Team im Frühling dieses Jahres, wie eine konkrete Lösung aussehen kann. Zwei Auszubildende entwickelten auf Basis des Watson Assist Service das Grundgerüst für einen Chatbot, der automatisiert Kundenfragen beantwortet. Sie programmierten den Piloten und trainierten ihn mit Fragen und Antworten. Anschließend implementierten die jungen Fachkräfte das Modell gemeinsam mit ihren Betreuern bei einem Spezialisten für E-Commerce-Systeme. Dabei wurde der lernfähige Bot mit Inhalten gefüttert, die auf den spezifischen Bedarf des Partners zugeschnitten waren.

Viel Aufmerksamkeit

Erstmals vorgestellt wurde das Projekt im Mai auf der Top, der Hausmesse von Ingram Micro. Bei den Fachbesuchern sorgte der Chatbot nach Auskunft des Distributors für große Aufmerksamkeit. „Viele Partner haben sich seitdem bei uns für die Zusammenarbeit bei intelligenten Lösungen gemeldet“, berichtet Cramer. „Wir haben definitiv einen Nerv getroffen!“

Die IBM-Einheit hat die einzelnen Schritte bei der Erstellung des Chatbos dokumentiert, sodass ein Leitfaden für Partner entstanden ist. Außerdem hat sie einen Support aufgebaut, der Systemhäuser, Managed Service Provider (MSP) und unabhängige Software-Anbieter (ISVs) bei konkreten Anwendungsszenarien individuell unterstützt. „Das wichtigste Ziel ist, Partner zu befähigen, ein Geschäftsmodell auf Basis der kognitiven IBM Cloud Watson Services zu entwickeln“, erläutert der BU-Leiter. Durch Beratung und die Bereitstellung von Entwicklern wolle der Distributor den Einstieg in das Geschäft mit Machine-Learning-Verfahren möglichst einfach gestalten.

As-a-Service-Modell

Das Geschäftsmodell sieht vor, dass Partner einen Chatbot nicht wie ein Produkt vertreiben, sondern als eigenen Service bereitstellen, den sie monatlich mit ihren Endkunden abrechnen. Den lizenzrechtlichen Rahmen dafür bildet das Programm Embedded Solution Agreement (ESA), das die Integration von IBM-Technologie in Partnerlösungen regelt. Die Gebühren, die ein Systemhaus, MSP oder ISV dabei zahlt, richten sich nach der tatsächlichen Nutzung.

Bei der Erstellung von Chatbots möchte Ingram Micro allerdings nicht stehen bleiben. Die IBM-Experten des Distributors befassen sich bereits mit Szenarien, in denen es darum geht, Bilder zu erkennen oder die Tonalität von Texten zu analysieren. Sein Team wolle Partner „dabei unterstützen, alle Möglichkeiten, die IBM Watson bietet, auszuschöpfen und in Umsatzpotenzial zu transferieren“, fasst Cramer zusammen.

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