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Systemhaus mit Wurzeln im Unix-Geschäft

Inforsacom setzt auf ganze Technologie-Stacks

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Sarah Maier und Michael Hase / Michael Hase

Inforsacom verbindet die Betriebsprozesse der Kunden mit der Technologie.
Inforsacom verbindet die Betriebsprozesse der Kunden mit der Technologie. (Bild: Sergey Nivens - Fotolia.com)

Inforsacom ist einer der größten deutschen Oracle-Partner. Bei Kunden konzentriert sich das Systemhaus auf ganze Technologie-Stacks aus Datenbanken und Infrastruktur. Mit dem Aufbau von Kompetenz bei Data Warehouse und BI macht sich Inforsacom fit für Big Data.

Noch keine 20 Jahre ist Inforsacom am Markt. Und doch blickt das Neu Isenburger Systemhaus bereits auf eine bewegte Geschichte, zu der die Integration in einen Konzernverbund und ein späterer Buy-out gehören (siehe „Ergänzendes zum Thema“) ). Im Markt hat sich der Infrastrukturspezialist, der 1997 gegründet wurde, unter anderem mit seiner Unix-Kompetenz einen Namen gemacht. Dem Betriebssystem waren Anwender in den späten 90er Jahren noch weitaus mehr zugetan als heute.

Aber auch in dem schrumpfenden Markt macht das Systemhaus immer noch gute Geschäfte. „Zu den größten Infrastrukturprojekten, die wir zu Beginn dieses Geschäftsjahres umgesetzt haben, gehörten Sparc-Unix-Projekte“, berichtet Inforsacom-Chef Rüdiger Rath (siehe auch das IT-BUSINESS-Interview). Laut IDC gingen die weltweiten Umsätze mit Unix-Servern im vierten Quartal 2013 um 20 Prozent zurück auf ein Volumen von 1,9 Milliarden Dollar. Damit beträgt der Anteil des Betriebssystems am gesamten Server-Markt nurmehr 13,6 Prozent.

Datenbank-Software

Freilich ist Inforsacom längst auch mit der x86-Server-Architektur und darauf basierenden Technologien vertraut. Außerdem erwirtschaftet das Unternehmen einen großen Teil seines Geschäfts mit Datenbank-Software sowie mit Storage- und Backup-Systemen. Im vergangenen Jahr erzielte Inforsacom einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro. Zum Gewinn macht Rath keine konkreten Angaben. Das Unternehmen sei aber seit der Neuaufstellung im Jahr 2010 stets profitabel gewesen, teilt der Geschäftsführer mit. Die Zahl der Kunden bewegt sich pro Geschäftsjahr bei 350 bis 420, davon jeweils zehn bis 15 Prozent Neukunden. Als traditionelles Unix-Haus zählt Inforsacom zahlreiche Finanz- und Versicherungsunternehmen zu seiner Klientel.

Mit Abstand wichtigster Hersteller für Inforsacom ist Oracle. Der Anteil am Umsatz, den die Hessen mit den Produkten des IT-Konzerns erzielen, bewegt sich in der Größenordnung von 25 bis 30 Prozent. Oracle gehört seit der Übernahme von Sun Microsystems im Jahr 2010 neben HP und IBM zur kleinen Gruppe der verbliebenen Anbieter von Unix-Servern. Inforsacom wiederum ist hierzulande nach Raths Worten der größte Oracle-Partner im klassischen Channel. „Das spiegelt uns auch der Hersteller wider“, erläutert der Geschäftsführer.

Lösungskompetenz

Dass das Systemhaus nicht nur Oracle-Produkte in großem Stil an seine Endkunden verkauft, sondern sich auch durch Lösungs- und Service-Kompetenz auszeichnet, belegt die Verleihung des Oracle-Awards „Red Stack Partner of the Year 2013“. Inforsacom erhielt den Preis zu Beginn dieses Jahres. Damit würdigte Oracle das Engagement des Partners, mit dem er Lösungen, die sich aus Produkten unterschiedlicher Kategorien zusammensetzen, entwickelt und beim Endkunden implementiert.

Mit Red Stack bezeichnet der Hersteller sein breites Portfolio, das seit der Sun-Übernahme im Wesentlichen aus den drei Technologiebereichen Datenbank- und Infrastruktur-Software, Anwendungen und Hardware besteht. Alle Komponenten harmonieren laut dem Hersteller mittlerweile so gut miteinander, dass sich für Kunden gegenüber heterogenen Lösungen zahlreiche Vorteile in puncto Performance, Skalierbarkeit und Sicherheit ergeben sollen.

Der Lösungsgedanke spielt bei Inforsacom grundsätzlich eine große Rolle. So ist der Dienstleister bei seinen Datenbank-Kunden bestrebt, den gesamten Stack, bestehend aus dem Datenbank-Management-System und der Server-Storage-Infrastruktur darunter, zu begleiten. Auf diesen Value-Chain-Ansatz hat Inforsacom schon früh gesetzt – lange bevor Oracle sich Sun einverleibte. Das Systemhaus unterhielt auch schon Jahre zuvor Partnerschaften mit beiden Herstellern.

Ergänzendes zum Thema
 
Bewegte Geschichte

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr über das Leistungsspektrum von Inforsacom.

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