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Hannover Messe 2018

Industrie 4.0 fördert den Direktverkauf

| Autor: Sarah Nollau

Der Fachkräftemangel ist für drei Viertel der Befragten die größte Barriere.
Der Fachkräftemangel ist für drei Viertel der Befragten die größte Barriere. (Bild: Pixabay / CC0)

Obwohl über drei Viertel der deutschen Fertigungsunternehmen bereits in Industrie-4.0-Technologien investieren, können 63 Prozent nur wenig bis gar keine Auswirkungen auf ihre Geschäftsentwicklung feststellen. Das Potenzial der Industrie 4.0 ist noch nicht ausgeschöpft.

Eine aktuelle Oracle-Studie im Rahmen der Hannover Messe kommt zu dem Schluss, dass das Potenzial der Industrie 4.0 noch nicht vollständig ausgeschöpft ist. Es ist noch Luft nach oben. 77 Prozent der deutschen Fertigungsunternehmen investieren bereits in Technologien der digitalisierten Industrie. Dennoch können zwei Drittel (63 Prozent) keine oder nur geringe Auswirkungen auf ihre Geschäftsentwicklung feststellen.

Hersteller, die Technologien der Industrie 4.0 nutzen, um Beziehungen zu Lieferanten und Vertrieb zu verbessern, konnten allerdings Veränderungen feststellen:

  • Die Hälfte der Hersteller verkaufen nun direkt an den Kunden und nicht mehr über den Einzelhandel oder Vertriebspartner.
  • 40 Prozent konnten dank Industrie-4.0-Anwendungen die Komplexität ihrer Beziehungen zu Distributoren reduzieren.
  • Zwei Drittel haben Lieferantendaten in ihre eigenen Business-Intelligence-Systeme integriert.

Engere Zusammenarbeit

Allerdings gibt nur ein Viertel der befragten Hersteller an, neue Produkte nun schneller an Kunden ausliefern zu können. 27 Prozent haben nun einen besseren Durchblick, wie Kunden ihre Produkte einkaufen und einsetzen. Mehr als die Hälfte möchte zukünftig enger mit Lieferanten, Distributoren und Partnern zusammenarbeiten.

Unternehmen erkennen die Ergebnisqualität, die mit der Integration der Kunden- und Lieferantendaten einhergeht. Kundenrückmeldungen nutzen über die Hälfte der Befragten, um Design und Herstellung neuer Produkte zu optimieren. Erkenntnisse über den Einsatz ihrer Produkte beim Kunden hat ein Drittel der Befragten im Auge. Sie planen damit, diese Erkenntnisse in ihre Supply-Chain-Strategie einfließen zu lassen. Für 42 Prozent steht ein höheres Maß an Datenintegration auf der Agenda.

Das große Hindernis: der Fachkräftemangel

Das größte Hindernis bei Industrie-4.0-Projekten ist für knapp drei Viertel der befragten deutschen Hersteller allerdings der Fachkräftemangel. Für 63 Prozent sind es die hohen Kosten der Industrie-4.0-Technologien. 59 Prozent geben an, dass ihre Mitarbeiter die Technologien nur zögerlich nutzen.

Tobias Staehle, Sales Director SCM & PLM bei Oracle, kommentiert: „Es ist noch ein langer Weg, bis Fertigungsunternehmen wirkliche Fortschritte erzielen werden, die sich durch Industrie 4.0 eröffnen. Durch Investition in moderne Technologien konnten viele Unternehmen bereits ihre Effizienz steigern, Kosten senken und neue Marktzugänge erschließen. Aber eine echte Weiterentwicklung von Geschäftsprozessen und -modellen erfordert Denken in weit größeren Dimensionen. Von der Integration der Systeme bis hin zur konsequenten Ausrichtung am Kunden und seinen Anforderungen zur Entwicklung neuer Produkte und Lösungen – deutsche Hersteller müssen ihre Vorgehensweise auf ganzer Linie überdenken.“

Über die Studie

Zusammen mit dem Forschungsunternehmen Coleman Parkes hat Oracle 100 CxOs, Manager, Strategie- und Supply-Chain-Leiter in deutschen Fertigungsunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern befragt. Die Teilnehmer kamen aus den Branchen Automobil, Hightech, Textil, Konsumgüter, Pharma und Chemie.

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