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Im klassischen IT-Markt angekommen

Der einstige DSL-Pionier QSC wandelt sich zum Cloud-Anbieter

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Michael Hase / Michael Hase

Arnold Stender zeichnet im Vorstand von QSC für den indirekten Vertrieb verantwortlich.
Arnold Stender zeichnet im Vorstand von QSC für den indirekten Vertrieb verantwortlich.

QSC hat über die Jahre eine beeindruckende Metamorphose vollzogen. Nach den beiden jüngsten Akquisitionen tritt der einstige DSL-Pionier auch als IT-Dienstleister auf. Jetzt gehen die Kölner daran, Services aus der Cloud für mittelständische Kunden bereitzustellen. Für dieses Geschäftsfeld sucht QSC mehr als hundert neue Partner.

Konvergenz wird seit mehr als zehn Jahren herbeigeredet. Tatsächlich haben sich IT und Telekommunikation bislang aber nur zaghaft angenähert. Das ändere sich aber gerade und die Entwicklung bekomme nun Fahrt, ist Arnold Stender, Vorstand bei QSC, überzeugt. Für einen kräftigen Schub sorge Cloud Computing. „Beide Welten wachsen nun zusammen und bringen neue Dienstleistungen hervor.“

QSC hat sich für diese Entwicklung bereits in den vergangenen Jahren gerüstet. Die Basis legte der Telekommunikations-Anbieter 2006 mit dem Aufbau seines Next Generation Networks (NGN) für Sprach-und Datenkommunikation, das vollständig auf dem IP-Protokoll basiert.

Services aus der Cloud

Doch QSC will nicht nur die Netz-Infrastruktur für die Cloud bereitstellen. Vom kommenden Jahr an wird das Kölner Unternehmen selbst verstärkt Services anbieten. Im ersten Quartal 2012 startet QSC mit einem Backup-Service aus der Cloud. Hosted Exchange und Office 365 sollen im Quartal darauf folgen. Bereits seit Juni bieten die Rheinländer eine gehostete Telefonie-Lösung für die Unified-Communication-Plattform Microsoft Lync an.

„Das ist aber erst der Anfang“, macht Stender deutlich. QSC werde das Service-Portfolio kontinuierlich ausbauen, kündigt der Manager an. Selbst SAP-Basisdienste aus der Cloud hält er für denkbar.

Für den Vertrieb der Services sucht der Anbieter, der seinen Umsatz zur Hälfte über den Channel erzielt, zahlreiche neue Partner. Stender möchte vor allem Value Added Reseller gewinnen, die QSC-Services in eigene Lösungsangebote einbinden. Großes Potenzial sieht er bei klassischen IT-Systemhäusern. „Wir sind besonders an den Local Heroes interessiert, die in ihrer Region über enge Kundenbeziehungen verfügen.“

Der Vertriebsvorstand hat sich vorgenommen, die Zahl der Partner innerhalb von zwei Jahren von 300 auf 450 zu erhöhen. Etwa die Hälfte der bestehenden Partner sind reine Wiederverkäufer, die Produkte und Services gegen Provision vertreiben. Bei der anderen Hälfte handelt es sich um Value Added Reseller. Um neue Partner zu rekrutieren, setzt QSC unter anderem auf Roadshows und Call-Center-Akquise.

Eigene Rechenzentren

Die Cloud-Services wird der Anbieter zu einem großen Teil in eigenen Rechenzentren bereitstellen. Die Infrastruktur dafür und das für den Betrieb erforderliche Know-how erwarb QSC durch die Übernahme der beiden IT-Dienstleister IP Partner (Dezember 2010) und Info AG (Mai 2011).

Ergänzendes zum Thema
 
Das Unternehmen

IP Partner ist ein Hosting-Provider, der auch Colocation-Services anbietet. Die Nürnberger Spezialisten betreiben unter anderem ein Rechenzentrum für die Datev.

Outsourcing und Consulting bilden die Schwerpunkte der Info AG. Als SAP-Systemhaus zeichnet das Hamburger Unternehmen, das auch Microsoft Gold Partner ist, bei Tchibo für den SAP-Betrieb verantwortlich. Zu den Kunden zählen aber auch zahlreiche Mittelständler.

Mit den Akquisitionen setzt QSC den konsequenten Ausbau des Portfolios fort. Ende der 90er Jahre als DSL-Pionier gestartet, bietet das Unternehmen inzwischen auch Sprachkommunikation, IP-Telefonie und virtuelle Telefonanlagen an. Der Kauf von IP Partner und Info AG markiert den Eintritt in den klassischen IT-Markt. „Über unsere Partner können wir mittelständischen Kunden jetzt integrierte ITK-Services aus einer Hand anbieten“, betont Stender. □

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