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Fehlerbehebung und Effizienzsteigerung in sechs Schritten In sechs Schritten zu mehr Effizienz bei Verkabelungstests

Autor / Redakteur: Robert Luijten / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Die Netzwerkbandbreite wächst stetig. Dies macht jedes Kabel in einem Netzwerk zu einem kri­tischen Faktor, bei dessen Ausfall Störungen des Geschäftsbetriebes zu erwarten sind. Die­ser Artikel zeigt, wie Expertentools in jeder Phase eines sechsstufigen Testprozesses dabei hel­fen können, Verkabelungsfehler zu vermeiden und zu beheben.

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Beim Prozess der Netzwerkverkabelung können mit den richtigen Werkzeugen entscheidende Fehler vermieden werden.
Beim Prozess der Netzwerkverkabelung können mit den richtigen Werkzeugen entscheidende Fehler vermieden werden.
(Bild: ra2 studio - Fotolia.com)

Die moderne IT-Infrastruktur basiert auf komplexen Technologien wie Virtualisierung, Cloud Computing, BYOD, VoIP und Unified Communications. Die klassischen Rechenzentrumsnetze werden von Single-Hop-Netzwerkstrukturen abgelöst, die eine um Längen bessere Leistung bieten.

Unternehmen ersetzen nach und nach proprietäre Switching-Strukturen durch Software-definierte Netzwerke, die auf Standard-Hardware und Open-Source-Software für die Verwaltung des Datenverkehrs basieren.

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Auf horizontaler Ebene des Netzwerks werden Ethernet-Verbindungen von einer wachsenden Anzahl per Wi-Fi verbundener Geräten überlagert. Allerdings führen auch diese Technologien auf die wichtige physikalische Schicht – Schicht 1 der sieben Schichten des OSI-Modells – und die unterstützende Verkabelungsinfrastruktur zurück. Veränderungen des Netzwerks einschließlich der sich entwickelnden Standards und der Umstellung von 1 Gbit/s auf 10 Gbit/s verkomplizieren diese Infrastruktur zusätzlich.

Gleichzeitig arbeiten Installateure und Projektmanager mit reduzierten Ressourcen, und es gibt weniger entsprechend ausgebildete Fachkräfte. Probleme mit der Verkabelung entstehen dabei nicht nur bei der Installation, sondern können auch durch Prozess-Fehler, falsche Testgrenzwerte, Fehlkonfigurationen oder Fehlerwerte, an mehrere Tester verteilte Testdaten, nicht übereinstimmende Ergebnisse oder unvollständige Tests bzw. Berichterstattungen hervorgerufen werden.

Wachsende Kosten sind unausweichlich

Wenn die Netzwerkkomplexität immer weiter zunimmt und die Test- und Zertifizierungsressourcen nicht entsprechend erhöht werden, wird dies sowohl zu einem stetigen Anstieg der benötigten Zeit als auch der Kosten pro Installation führen. Es wird entweder länger dauern, Verkabelungsstrecken zu testen und zu zertifizieren, was in einem rückläufigen Wachstum resultieren wird, bis Umfang, Komplexität und Ressourcen ein Ungleichgewicht erreichen. Oder die Test- und Zertifizierungskosten werden ansteigen, sodass zusätzliche Expertise und Ressourcen zum wachsenden Umfang und der Komplexität aufholen werden. Abbildung 1 zeigt die Anzahl der pro Region gemeldeten Netzwerkprobleme.

Daher ist eine Verbesserung der Effizienz und Flexibilität notwendig. Dies erfordert Testtools, die eine größere Rolle im Installationsprozess einnehmen können und zusammen mit einem effektiven Zertifizierungsprozess positivere Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf haben.

Wo es zu Test- und Zertifizierungsproblemen kommt

Die wachsende Komplexität resultiert in Problemen in fast jeder Phase der Tests und Zertifizierung. Studien von Fluke Networks zufolge fehlt es 61 Prozent der großen Installationsbetriebe an ausreichender Projektmanagement-Expertise, während 41 Prozent der Projektmanager nicht über Tools für das Testen neuer Standards verfügen. Es überrascht nicht, wenn 54 Prozent der Netzwerkverwalter denken, dass der Installationsprozess zu langsam ist.

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