Camcorder-Markt In den Fußstapfen der großen Hollywood-Regisseure

Redakteur: Christian Träger

Die Benutzerfreundlichkeit von Camcordern hat mit der Verwendung von DVD-Rohlingen, Festplatten und Flashspeichern deutlich zugenommen. Daher erwarten die Hersteller in diesem Bereich steigende Absatzzahlen.

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Nachwuchs in der Familie ist oft der Anlass, sich eine Digitalkamera anzuschaffen, um die ersten Lebensmonate der Kleinen im Bild festzuhalten. Doch spätestens, wenn der Sohn oder die Tochter flügge werden, reichen vielen die statischen Bilder nicht mehr aus. Allerdings stoßen die Video-Funktionen der digitalen Kameras schnell an ihre Grenzen. Wer gute Videofilme produzieren möchte, der benötigt einen Camcorder – und die haben heute eine ganze Menge zu bieten.

Mehr Speicherplatz

Die Auflösung der Camcorder hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. So kommen heute oftmals drei CCDs (Charge Cu-pled Device) in den Geräten zum Einsatz, um die drei Grundfarben – Rot, Grün und Blau – getrennt aufzuzeichnen. Dadurch wird die Farbqualität der Filme und die Qualität der aufgenommenen Einzelbilder verbessert. Dabei sind immer mehr Geräte in der Lage Filme im 16:9-Format aufzuzeichnen. Selbst Camcorder für hochauflösende Videobilder werden immer erschwinglicher und sind bereits für unter 1 000 Euro zu haben.

Bei der Aufzeichnung ist festzustellen, dass Bänder immer mehr an Bedeutung verlieren. Im Trend liegen dagegen Camcorder, die auf Mini-DVD-Rohlingen aufzeichen. Dies bietet den Vorteil, dass sich die Medien direkt nach der Aufnahme in einem DVD-Player abspielen und der neugierigen Verwandtschaft vorführen lassen. Auch der Weg zum Computer ist damit schnell überbrückt, um die Filme dort zu bearbeiten. Die Aufnahme-kapazität der kleinen Scheiben ist jedoch auf 1,4 Gigabyte begrenzt.

Mehr Speicherplatz liefern dagegen Camcorder mit eingebauten Festplatten. Bis zu 60 Gigabyte Kapazität können die handlichen Geräte inzwischen vorweisen. Und über einen USB- oder Firewire-Anschluss gelangen die Daten ohne große Umwege auf den PC. Einige Hersteller bieten zudem Modelle an, die mit Flashspeichern arbeiten. Speicherplatz von einem Gigabyte und mehr sind hier bereits die Regel. Die Grenze von zwei Gigabyte ist im Bereich der SD-Karten inzwischen geknackt. „SDHC“ (SD High Capacity) heißt hier das Zauberwort, das jedoch nicht von allen Geräten unterstützt wird. Der Vorteil der Flashspeicher liegt darin, dass sie unempfindlich gegenüber Erschütterungen sind und wenig Platz benötigen.

Leichte Schwächen

Trotz der technischen Verbesserungen der Camcorder ist die Nachfrage in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum etwas zurückgegangen. So wurden in der ersten Jahreshälfte laut „Consumer Electronics Marktindex Deutschland“ etwa 393 000 Camcorder verkauft, rund 7 000 weniger als ein Jahr zuvor. Zudem sank der Durchschnittspreis im gleichen Zeitraum um mehr als sechs Prozent, so dass Käufer im Schnitt rund 452 Euro pro Gerät ausgegeben haben. Die Rückgänge bei den Stückzahlen können dabei unter Umständen auf die Fußball-WM zurückgeführt werden, da die Käufer sich eher für einen neuen Flachbild-Fernseher entschieden haben.

Das Zusatzgeschäft darf als Umsatzbringer nicht vergessen werden. Dies beginnt bei den DVD-Rohlingen, die viele Geräte für die Aufzeichnung der Filme benötigen und reicht bis zur Videoschnittsoftware, um die gedrehten Videos zu „veredeln“.

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