Spektakuläre SSDs von Samsung und Seagate Immer größer, immer schneller: SSDs im Rekordfieber

Autor: Klaus Länger

Mit der Samsung PM1633a gibt es nun eine SSD, deren Kapazität 1,5 mal so hoch ist, wie die der größten HDD. Seagate ist dagegen im Geschwindigkeitsrausch: Ihre PCI-Express-SSD erreicht eine Transferrate von 10 GByte/s.

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Von Samsung kommt die derzeit größte, von Seagate die schnellste SSD.
Von Samsung kommt die derzeit größte, von Seagate die schnellste SSD.
(Bild: Samsung, Seagate)

Samsung hat die in ein 2,5-Zoll-Gehäuse gepackte PM1633a in Enterprise-Storage-Systemen entwickelt. Da die SSD nicht nur die 1,5-fache Kapazität der größten Helium-HDDs von HGST hat, sondern durch den 2,5-Zoll-Formfaktor auch noch kleiner ist, kann pro Rack deutlich mehr Speicher untergebracht werden.

Die SSD wird über eine 12-GBit-SAS-Schnittstelle angebunden. Die hohe Kapazität wird dadurch erreicht, dass Samsung hier V-NAND-Speicher der dritten Generation mit 48 Layern einsetzt. Im SSD-Gehäuse stecken insgesamt 512 der 256-GBit-Memory-Chips. Laut Samsung soll die 15,6-TB-SSD zudem etwa doppelt so schnell wie SATA-SSDs sein und bei Random-Lese-IOPS die 1.000-fache Leistung von SAS-HDDs erreichen.

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Zur Haltbarkeit des Laufwerks gibt es von Samsung nur die Information, dass die PM1633a ein DWPD (Drive Writes Per Day) unterstützt, sie also täglich mit einer Datenmenge von 15,36 TB fehlerfrei beschrieben werden kann. Über welchen Zeitraum das möglich ist, kommuniziert Samsung nicht. Die V-NAND-Speicher sollen aber doppelt bis zehn mal so viele Daten schreiben können, als herkömmliche planare Flash-Chips.

Den Preis für die ab sofort lieferbare PM1633a nennt Samsung nur auf Anfrage. Er dürfte ähnlich astronomisch sein, wie die Kapazität. Später sollen auch PM1633a-Modelle mit Kapazitäten von 7,68 TB, 3,84 TB, 1,92 TB, 960 GB und 480 GB folgen.

Highspeed-SSD von Seagate

Die derzeit schnellste SSD will Seagate gebaut haben. Die Firma hat auf dem OCP Summit in San Jose ein Vorserienmodell der für den Sommer geplanten Modellreihe von OCP-konformen PCI-Express-SSDs präsentiert, das einen Datendurchsatz von 10 GByte pro Sekunde (GB/s) erreichen soll. Laut Seagate sind das vier GB/s mehr, als bei der bislang schnellsten SSD auf dem Markt. Die SSD ist eine PCI-Express-Steckkarte mit 16 PCIe-Lanes, später soll noch eine Version mit acht Lanes und 6,7 GB/s folgen.

Die hohe Datenübertragungsrate ist möglich durch den Einsatz von NVMe statt SATA beim Übertragungsprotokoll.

Die SSD folgt den Vorgaben des Open Compute Projekts (OCP), das offene Standards für Rechenzentren definiert. Das OCP wurde 2011 durch Facebook initiiert. Heute beteiligen sich neben Seagate auch Firmen wie Intel, Microsoft, Stack, Rackspace, Cisco, Juniper Networks, Goldman Sachs, Fidelity, Lenovo oder die Bank of America an dem Projekt. Die Seagate-SSD soll in hyperskalierbare Rechenzentren eingesetzt werden, entweder als All-Flash-Array oder als Flash-Tier mit HDDs im Hintergrund.

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