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Apple aktualisiert seine Produkt-Palette iMac-Rechner werden edler, stärker – und günstiger

Redakteur: Harry Jacob

Die All-in-One-Rechner von Apple, die unter dem Namen »iMac« vertrieben werden, sind ab sofort in neuen Versionen zu haben. Das Gehäuse besteht jetzt aus Aluminium und kratzfestem Glas, und mit Intels Core-2-Duo-Prozessoren mit bis zu 2,8 GHz Taktung sieht Hersteller Apple die iMacs nicht mehr als reine Consumer-Linie, sondern für professionelle Anwender geeignet. Gleichzeitig gibt es die Software-Pakete iLife und iWork in aktualisierten Versionen

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Der iMac kommt ab sofort mit schmalem Aluminiumrahmen und mit stärkeren Prozessoren. Auch die mitgelieferte Software, beispielsweise iPhoto, wurde stark überarbeitet.
Der iMac kommt ab sofort mit schmalem Aluminiumrahmen und mit stärkeren Prozessoren. Auch die mitgelieferte Software, beispielsweise iPhoto, wurde stark überarbeitet.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die iMacs von Apple werden traditionell im Spätsommer in neuen Versionen vorgestellt. In diesem Jahr hat Apple nicht nur die Ausstattungsmerkmale verbessert, sondern auch das Design überarbeitet. Ein Gehäuse aus eloxiertem Aluminium, das fast nahtlos mit der kratzfesten Glasscheibe an der Vorderseite abschließt, nur ein schmaler Alurahmen um das Display, dafür ein breiterer schwarzer Streifen um die eigentliche Darstellungsfläche – das alles wirkt besonders edel.

Auf die 17-Zoll-Version verzichtet Apple nun, dafür sind die Alu-iMacs gegenüber den Vorgängermodellen um bis zu 300 Euro günstiger. Vier Standardmodelle gehören zum Programm, von Intels Core-2-Duo-CPU mit 2,0 GHz bis zur 2,8-GHz-Extreme-Variante. Mindestens ein GByte RAM (667 MHz DDR2) ist Standard (vier GByte maximal), bei den größeren Modellen werden statt 250-GByte-Platten solche mit 320 oder 500 GByte eingesetzt (maximal ein TByte). Als Grafikkarten kommen ATIs Radeon HD 2400 XT und 2600 Pro zum Einsatz, integriert sind bei allen Modellen Kamera, Mikrofon und Stereo-Lautsprecher. An Anschlüssen bieten die iMacs Firewire 400 und 800, fünf USB-2.0-Ports, WLAN 802.11n und Bluetooth 2.0+EDR sowie einen DVI-Ausgang für zusätzliche Displays. Ebenfalls einheitlich ist die Ausstattung mit einem 8-fach-DVD-Brenner, der doppellagige DVDs mit vierfacher Geschwindigkeit beschreibt. Der Einstiegspreis beginnt bei 1.200 Euro für einen 20-Zoll-iMac mit 2,0-GHz-CPU.

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Angepasst an das Alu-Design der Rechner ist das Keyboard, das besonders flach ausfällt. Die Vorderseite ist weniger als einen Zentimeter hoch. Für 49 Euro können Design-Fans die Tastatur ordern, um ihren Alt-Mac aufzupeppen. Für 79 Euro gibt es eine Wireless-Version, allerdings ohne Ziffernblock, bei einem neuen Rechner kostet sie 30 Euro Aufpreis.

Jahresupdate der Software-Suiten

Sowohl die Consumer-Software-Sammlung iLife als auch die Office-Anwendungs-Suite iWork gibt es nun in der Version ‘08. In iLife sticht vor allem das überarbeitete iPhoto hervor, das die Bilder nun in »Events« organisiert, was die Verwaltung erleichtert. Zudem wurde für die Videobearbeitung iMovie eine Schnittstelle zu Apples Online-Dienst .Mac geschaffen. Darüber lassen sich nun kinderleicht eigene Filme im Internet veröffentlichen. In .Mac integriert ist ab sofort die Web Gallery, die sowohl Fotos als auch Filme aufnimmt. Der Speicherplatz wurde auf zehn GByte ausgeweitet.

iWork wurde um das Rechenprogramm »Numbers« erweitert, so dass nach Textverarbeitung und Präsentation nun auch eine Alternative zu Microsofts Excel im Angebot ist. Die Dateiformate des mächtigen Wettbewerbers können mit iWork zumindest geöffnet und weiterverarbeitet werden.

iLife ‘08 wird mit jedem neuen Mac ausgeliefert, wer die Programmsammlung in der aktuellen Version nachkaufen will, bezahlt dafür 79 Euro. iWork ‘08 kostet 99 Euro.

Weitere Anpassungen

Der Kompaktrechner Mac Mini hat prozessorseitig ebenfalls Anschluss an die aktuelle Technik gefunden. Statt der bislang verwendeten CPUs Core Duo mit 1,66 und 1,83 GHz sind in den beiden neuen Modellen Core-2-Duo-CPUs mit 1,83 und 2,0 GHz verbaut, die mit zwei beziehungsweise vier MByte L2-Cache ausgestattet sind. Die RAM-Ausstattung wurde auf ein GByte verdoppelt, maximal zwei GByte sind möglich. Die Festplatte im kleinen Modell fast nun 80 statt 60 GByte, im großen 120 statt bisher 80 GByte. Das alles gibt es für 20 Euro weniger als bisher, nämlich für 599 beziehungsweise 779 Euro.

Die WLAN-Basisstation Airport Extreme ist nun ohne Aufpreis mit Gigabit-Ethernet ausgestattet. Bei den Apple-Rechnern ist das schon lange Standard, trotzdem hatte der Hersteller bislang nur 10/100-Ethernet-Anschlüsse in die Airport-Basisstationen verbaut, die bereits nach dem Standard 802.11n funken.

Für die Desktop-Rechner der Mac-Pro-Reihe bietet Apple nun eine PCI-Express-RAID-Karte als zusätzliches Ausstattungsmerkmal an. Der Datendurchsatz beträgt maximal 304 MBit/Sekunde, angeschlossen werden können bis zu vier Laufwerke, die nach Wunsch als RAID 0, 1, 5 oder 0+1 konfiguriert werden. Der Aufpreis im Apple-Store beträgt allerdings stolze 989 Euro.

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