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Ohne Glasfaser kein flächendeckendes Gigabitnetz

Im Trend: Breitbandausbau mit FTTB

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

FTTB ist nach Ansicht von Keymile eine wirtschaftlich höchst interessante Alternative zu FTTH.
FTTB ist nach Ansicht von Keymile eine wirtschaftlich höchst interessante Alternative zu FTTH. (Bild: © – profit_image – stock.adobe.com)

Laut Keymile ist VDSL2-Vectoring wegen der aktuellen Begrenzung bei 300 MBit/s keine geeignete Technik für den wachsenden Bandbreitenbedarf. Der Spezialist für Multi-Service-Zugangsplattformen erkennt einen Trend hin zu FTTB-Infrastrukturen, mit denen bis zu 1 GBit/s möglich sei.

Der Bandbreitenbedarf in Deutschland wachse stetig, da populäre Dienste wie Cloud-Services, Streaming hochauflösender TV-Inhalte und Gaming immer höhere Datenraten erfordern würden. Keymile zufolge ist VDSL2-Vectoring dem steigenden Bedarf langfristig nicht gewachsen. Solle es in Deutschland bis Mitte des nächsten Jahrzehnts ein flächendeckendes Gigabitnetz geben, führe an einem beschleunigten Glasfaserausbau kein Weg vorbei. Netzbetreiber setzten vielfach auf einen Glasfaseranschluss bis zum Teilnehmer (Fibre-to-the-Home, FTTH), um damit vor allem neue Gewerbegebiete und Neubaugebiete anzuschließen.

Parallel dazu sei vor allem in städtischen und dicht besiedelten Gebieten ein deutlicher Trend in Richtung Fibre-to-the-Building (FTTB) erkennbar. Beleg dafür seien Marktzahlen von IDATE DigiWorld Consulting, denen zufolge im September 2017 in Deutschland etwas mehr als die Hälfe der Glasfaseranschlüsse auf FTTB entfielen. Um unter betriebswirtschaftlichen Aspekten möglichst viele Teilnehmer kosteneffizient anschließen zu können, würden vor allem die regionalen und kommunalen Netzbetreiber FTTB nutzen. Sie zeichneten hierzulande für rund drei Viertel aller Glasfaseranschlüsse bis in die Wohnung oder zum Gebäude verantwortlich.

Bei FTTB terminiere ein Netzbetreiber die Glasfaser in einem optischen Anschlusssystem (ONU, Optical Network Unit) im Keller oder Technikraum eines Mehrfamilienhauses. Mit der ONU würden die einzelnen Wohnungen über die bestehende Telefonverkabelung angebunden. Dabei könnten mit dem G.fast-106-MHz-Profil Datenraten von nahezu 1 GBit/s über die existierenden Kupferdoppeladern des Hausnetzes erreicht werden. Netzbetreiber arbeiteten hier mit Wohnungsbaugesellschaften, Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft und Eigentümern von Mietshäusern zusammen. Die Bewohner würden von einem hochbitratigen Breitbandanschluss profitieren, die Netzbetreiber von einem schnellen Return-on-Investment und einer Lösung, die auch dem wachsenden Bandbreitenbedarf standhalte.

„FTTB ist eine wirtschaftlich höchst interessante Alternative zu FTTH. G.fast ermöglicht auf den letzten Metern zur Wohnung des Endkunden Datenraten im Gigabitbereich im Upstream und Downstream“, sagt Lothar Schwemm, CEO von Keymile. „Mit der passenden Anschlusstechnik können Netzbetreiber vielfältige Glasfaserszenarien realisieren.“

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