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Nur vier von 18 Produkten erreichen Testnote „Gut“ Im Test: Antiviren-Programme haben erhebliche Lücken

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Katrin Hofmann / Katrin Hofmann

Auch mit Antiviren-Software sind Computer nicht rundum abgesichert. Die Ergebnisse einer Prüfung von Stiftung Warentest sind jedenfalls zum Teil erschreckend.

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Eingangsbereich der Stiftung Warentest
Eingangsbereich der Stiftung Warentest

Es ist Tatsache, dass sich Schadcode- und Security-Software-Entwickler in einem andauernden Wettstreit um die perfekte Malware beziehungsweise den ausgereiftesten Schutzmechanismus befinden. Und sicher hat einmal der Angreifer, und ein andermal der Verteidiger die Nase vor. Ebenso sicher sind PC-User besser beraten, wenn sie auf ihrem Rechner Abwehrmechanismen installieren, um vor den Schadecode-Einschleusern die Tore zu versperren.

Die allerdings nie komplett verschlossen sind. Denn derzeit gibt es offenbar kaum eine Barrikade, die keine Schlupflöcher aufweist. Das wenigstens hat die Stiftung Warentest bei einer Prüfung herausgefunden, für die 14 kostenpflichtige (bis zu einem Preis von 60 Euro) und vier kostenfreie Virenschutz-Pakete untersucht wurden. „Nur wenige Programme wehren Schädlinge aus dem Internet zuverlässig ab,“ lautet das Resümee der Tester.

„Für Notebooks ungeeignet“

Genauer gesagt: Keines der getesteten Produkte spürte sämtliche der 1.800 Schädlinge, die auf den PC geschleust wurden, auf. Aviras Software und „G Data InternetSecurity 2012“ fanden rund 96 Prozent der Schädlinge. G Data bot im Test den besten Malware-Schutz, was allerdings zu Lasten des Arbeitsspeichers und der Rechner-Performance ging. Den Prüfern zufolge ist die Software damit nicht für schwache Rechner oder Notebooks geeignet. Der Testsieger „Avira Internet Security 2012“ arbeitet im Vergleich dazu sparsamer.

Weniger leistungsfähig zeigte sich beim Auffinden der Angreifer „Trend Micro Titanium Internet Security 2012“: Ohne Internetzugang machte die Software lediglich 36 Prozent des Schadcodes ausfindig.

Auch bei der Geschwindigkeit, die die jeweilige Software benötigt, um neue Viren zu erkennen, fand Stiftung Warentest Unterschiede. Zweieinhalb Tage benötigte demnach G Data, um effektiv vor neuen Viren zu schützen. Bei Trend Micro sei der Nutzer dagegen selbst nach drei Wochen gerade mal vor zwei von 25 neuen Schädlingen sicher.

Gemäß Stern.de wurden neben „Avira Internet Security 2012“ und „G Data InternetSecurity 2012“ die Software „Kaspersky Internet Security 2012“ und „Avira Free Antivirus“ mit „Gut“ bewertet.

Zum kompletten Test, der kostenpflichtig ist, geht es hier entlang.

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