Expertenmeinungen zum Trotz Ifo-Geschäftsklimaindex verbessert sich im November überraschend

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Unbeeindruckt von Extertenprognosen und bremsenden Einflussfaktoren geht es mit dem Geschäftsklima laut Ifo-Index im November aufwärts. Damit ist der Abwärtstrend der vergangenen Monate erst einmal gestoppt.

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Damit hatte kaum ein Experte gerechnet: Trotz Euro-Höhenflug, steigenden Energiepreisen und zinserhöhender Kreditkrise im Bankensektor besserte sich das Geschäftsklima im November.
Damit hatte kaum ein Experte gerechnet: Trotz Euro-Höhenflug, steigenden Energiepreisen und zinserhöhender Kreditkrise im Bankensektor besserte sich das Geschäftsklima im November.
( Archiv: Vogel Business Media )

Hans-Werner Sinn, der Präsident des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München zog eine überraschende November-Bilanz: Trotz exportfeindlichem Euro-Dollar-Gefälle, zinserhöhender Kreditkrise im Bankensektor und steigenden Energiepreisen hat sich der Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands im November verbessert. Der Ifo-Index kletterte um 0,3 Punkte auf 104,2.

In den vorangegangenen fünf Monaten kannte er nur eine Richtung: langsam aber kontinuierlich nach unten. Die Unternehmen beurteilen laut dem Geschäftsklimaindex ihre aktuelle Geschäftssituation günstiger als im Vormonat Oktober, schätzen aber ihre Aussichten für die kommenden Monate etwas zurückhaltender ein. Die Ergebnisse werden wie folgt interpretiert: Die Konjunktur bewegt sich auf hohem Niveau und kühlt nur allmählich ab.

Im verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklima-Indikator gestiegen. Die gegenwärtige Geschäftslage wird dort wieder deutlich positiver eingestuft als im Vormonat. Die Erwartungen sind praktisch unverändert, nämlich leicht positiv. Beim Export hat sich der Optimismus trotz des steigenden Eurokurses sogar verstärkt. Weitere Einstellungen sind geplant. Das Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe tendiert hingegen geringfügig nach unten. Nach der deutlichen Abwärtsentwicklung im Vormonat hat sich das Klima im Großhandel leicht erholt. Die aktuelle Geschäftslage wird wieder positiver eingestuft, in den Geschäftserwartungen hält aber die leichte Skepsis an. Im Einzelhandel ist dagegen der Klimaindikator gesunken. Die Unternehmen bewerten sowohl ihre gegenwärtige Situation als auch die Aussichten für die nächsten sechs Monate ungünstiger als im Vormonat.

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