Finanzkrise und Dollarschwäche zum Trotz Ifo-Geschäftsklima-Index steigt überraschend zum dritten Mal in Folge

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Abschwung sieht anders aus: Zum dritten Mal in Folge beurteilen die Unternehmen ihre Geschäftslage positiver als im Vorjahr. Im vergangenen Februar sogar deutlich positiver.

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Prof. Hans-Werner Sinn ist Präsident des Ifo-Instituts in München.
Prof. Hans-Werner Sinn ist Präsident des Ifo-Instituts in München.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Ifo-Geschäftsklimaindex hat sich im Februar von 104,1 Punkten auf 104,8 Punkte erhöht – zum dritten Mal in Folge. Auch wenn die langfristigen Erwartungen auf eine konjunkturelle Abkühlung hindeuten, war in den vergangenen drei Monaten wenig davon zu spüren. Insgesamt befindet sich die gewerbliche Wirtschaft in einer robusten Verfassung, so das Resümee des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München, das Monat für Monat den Ifo-Geschäftsklimaindex ermittelt.

Experten rechneten aufgrund des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes mit einem Rückgang des Geschäftsklimaindexes. Aber: Die Finanzkrise der vergangenen Monate scheint sich gegenwärtig kaum negativ auf die konjunkturelle Entwicklung niederzuschlagen. Experten befürchteten hier einen direkten Zusammenhang aufgrund vorsichtig vergebener beziehungsweise teurerer Kredite. Auch schlägt sich die Dollarschwäche bei hohem Euro-Kurs offenbar nicht so sarkt wie befürchtet auf die Exporte nieder. Im verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindikator nur geringfügig gesunken. Die Firmen stufen ihre gegenwärtige Geschäftssituation etwas günstiger ein als im Januar. Im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung sind sie aber weniger zuversichtlich. Auch der Optimismus bezüglich des Exportgeschäfts hat nachgelassen.

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