Die Messe-Highlights 2011 – Teil 1 IFA: Im Fokus steht 3D

Redakteur: Erwin Goßner

Die Internationale Funkausstellung in Berlin steht dieses Jahr unter dem Motto 3D – neben Fernsehgeräten und Projektoren haben zunehmend viele Computerbildschirme die Fähigkeit, Bilder und Videos dreidimensional darzustellen. Die Technologietreiber in den Bereichen CE und IT präsentieren zudem weiterentwickelte 3D-Modelle, bei denen keine speziellen Brillen erforderlich sind.

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3D steht auf der IFA 2011 in allen Bereichen im Rampenlicht.
3D steht auf der IFA 2011 in allen Bereichen im Rampenlicht.

Bei einem Fernsehgerät gehört 3D schon fast zum guten Ton – spätestens mit den Modellen der jüngsten Generation hat jeder Hersteller mindestens eine oder mehrere Produktlinien in seinem Portfolio. Neben den großen japanischen Herstellern Panasonic, Sharp und Sony tummeln sich in diesem Segment ebenso die koreanischen Hersteller Samsung und LG sowie der niederländische Philips-Konzern und die deutschen Premium Marken Loewe und Metz. Einen völlig neuen Trend – eigentlich noch bevor sich 3D so richtig in den Wohnstuben der Deutschen etabliert hat – verfolgen Hersteller wie LG oder Philips mit ihren jüngsten Computer-Monitoren.

LG polarisiert

Ein besonderes 3D-Erlebnis vor allem für Gamer sollen die als Multifunktions-Displays konzipierten Cinema-3D-TVs DM2350D und DM2780D bieten. Sowohl der 23- als auch der 27-Zoll-Monitor verfügen über eine eingebaute 2D-zu-3D-Konvertierung und sind mit einem TV-Tuner ausgestattet. Im Unterschied zu den beiden bereits erhältlichen Modellen mit TN-Panel, die mit einem unverbindlich empfohlenen Verkaufspreis von 379 beziehungsweise 499 Euro gelistet sind, sitzt im Cinema-3D-Monitor D237IPS entsprechend der Typenbezeichnung ein IPS-Panel. Die In-Plane-Switching-Technik hat gegenüber Twistet Nematic Vorteile im Blickwinkel, so dass auch mehrere Personen aus unterschiedlichen Positionen einen gleichermaßen ungetrübten 3D-Effekt genießen können.

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Der Höhepunkt in der gezeigten Range bildet jedoch das 20-Zoll-Display D2000, das die 3D-Darstellung anhand von Parallax-Barrieren und in Verbindung mit Eyetracking-Technologie ohne Spezialbrille realisiert. Im Unterschied zur bisherigen brillenlosen 3D-Technologie müssen die Betrachter keine bestimmten Blickwinkel und Abstand haben, um dreidimensionale Effekt wahrnehmen zu können. Das Eyetracking erfolgt mit einem Kamerasensor am Monitor, der eine Veränderung der Augenstellung laut LG in Echtzeit umsetzt, die Sichtwinkel und Position des Betrachters errechnet und das Bild dementsprechend justiert. Die Preise dieser beiden Modelle stehen derzeit noch nicht fest. Bei seiner Einführung Anfang 2012 soll der Preis des D2000 bei rund 1.000 Euro liegen.

Philips startet

Um den Bereich Gaming dreht es sich auch beim ersten 3-D-Monitor von Philips, der diese Art der Darstellung mithilfe einer Shutter-Brille umsetzt. Der 27-Zoll-Bildschirm 273G DH mit Full-HD-Auflösung ist zudem mit so genannter Touch Control und Smart Image Technology ausgestattet, die dem Anwender eine komfortable Bedienung ermöglichen und eine gute Bilddarstellung garantieren sollen. Über den Preis und Zeitpunkt der Einführung macht Philips allerdings noch keine Angaben.

Auf der nächsten Seite erhalten Sie Informationen über die Projektoren-Neuvorstellungen von Epson und Acer.

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