Pfennigfuchser lieben Linux IDC diagnostiziert gesteigertes Interesse an Open-Source-Betriebssystem

Redakteur: Ulrike Ostler

Unternehmen, die Kosten reduzieren möchten, entscheiden sich in der Krise verstärkt für Linux. Denn von dem Open-Source-Betriebssystem wird ein großes Einsparpotenzial angenommen. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die IDC im Auftrag von Novell durchgeführt hat.

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Die Kriterien für die Auswahl eines Betriebssystems sind durchaus vielfältig, Bild: IDC
Die Kriterien für die Auswahl eines Betriebssystems sind durchaus vielfältig, Bild: IDC
( Archiv: Vogel Business Media )

Mehr als die Hälfte der befragten IT-Verantwortlichen plant, die Einführung von Linux im Jahr 2009 zu beschleunigen. Zusätzlich evaluieren 72 Prozent der befragten Personen den Linux-Einsatz oder haben sich schon für den Server-Einsatz von Linux entschieden. Zudem wollen 68 Prozent Linux als Desktop-Lösung einsetzen.

Für die Studie hat das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen weltweit rund 300 Senior IT-Executives aus der produzierenden Industrie, dem Finanzdienstleistungssektor, dem Einzelhandel sowie dem öffentlichen Sektor befragt. Die Untersuchung bestätigt die Vermutung, dass Unternehmen auf Sparkurs stärker als zuvor zu Open-Source-Alternativen tendieren.

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»Wirtschaftliche Krisen haben die Tendenz, die Entwicklung neuer Technologien zu beschleunigen, die Einführung effektiver Lösungen anzukurbeln und nicht-wettbewerbsfähige Lösungen zu bestrafen«, sagt Al Gillen, Program Vice President, System Software bei IDC. »Die Studie bestätigt, dass Linux-Nutzer dies auch so sehen, und diese Sichtweise positioniert Linux als eine wettbewerbsfähige Lösung, die aus dieser Krise als stärkere Lösung hervorgehen wird.«

Anschaffung bedeutet weniger als TCO

Interessant für die Wahl ist jedoch, dass dabei die Anschaffungskosten eine geringere Rolle spielen als die laufenden Support-Kosten. Mehr als 40 Prozent der befragten Teilnehmer gaben an, aus letzterem Grund in den nächsten zwölf bis 24 Monaten zusätzliche Workloads auf Linux zu implementieren. Weitere 49 Prozent planen, in den nächsten fünf Jahren Linux als bevorzugte Server-Plattform einzusetzen.

Die Befragten, die der Einführung von Linux noch zögerlich begegnen, gaben als Gründe dafür Bedenken hinsichtlich des Anwendungs-Supports und der unzureichenden Interoperabilität mit Windows und anderen Umgebungen an.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zu den Gründen bei der Betriebssystemwahl.

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