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Machine-to-Machine-Kommunikation IC3S steigert die Erreichbarkeit für den Channel

Redakteur: Dr. Andreas Bergler

Unter der Marke »Mdex« bietet die IC3S AG feste IP-Adressen für mobile Endgeräte, die über GPRS, UMTS oder HSDPA kommunizieren. Den Dienst »Mdex fixed IP«, der die Geräte bidirektional erreichbar macht, gibt es ab Juni zusammen mit den SIM-Karten von T-Mobile und Vodafone. Für Partner gibt es ein gesondertes Premium-Modell.

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Bernhard Bleitner, Bereichsleiter M2M bei IC3S
Bernhard Bleitner, Bereichsleiter M2M bei IC3S
( Archiv: Vogel Business Media )

Feste IP-Adressen für Endgeräte aller Art hatten bis vor kurzem nur große Provider für entsprechend große Unternehmen im Programm. IC3S bietet diesen Dienst jetzt auch für kleinere Unternehmen. Schon für ein einzelnes mobiles Endgerät können Unternehmen eine feste IP-Adresse bekommen, die es zur Machine-to-Machine-Kommunikation über GPRS befähigt.

Der Dienst »Mdex fixed.IP« ordnet hierfür den Mobilfunkgeräten wie Routern, Modems, Handys oder Smartphones eine dauerhafte IP-Adresse zu, um sie von jedem beliebigen Internetzugang aus erreichen zu können. Die Geräte, die über GPRS, UMTS oder HSDPA kommunizieren, bekommen hierfür neben den Zugangsdaten eine Open-VPN-Software für den gesicherten Zugang zum Mdex-Netz via Internet.

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Auf diese Weise muss der Verbindungsaufbau über GPRS nicht vom Endgerät selbst initiiert werden. Nur auf Anfrage des Administrators gibt das Endgerät Auskunft über den Status überwachter Maschinen, löst Schaltvorgänge aus oder adressiert integrierte Webserver.

Anwendungen

Im Zuge dieses Dienstangebotes stellte IC3S kürzlich den Service »Mdex Content Distribution« vor. Die virtuelle Logistikdienstleistung verteilt Kundendaten, wie etwa Softwareupdates oder Werbeinhalte, über Mobilfunknetze an ansonsten schwer zugängliche Endgeräte.

»Zum Einsatz kommt der Dienst Mdex fixed.IP überall dort, wo keine Netzwerk-Infrastrukturen vorhanden sind«, erklärt Bernhard Bleitner, Bereichsleiter M2M bei IC3S. »Dies können zum Beispiel komplett unbewohnte Orte sein, wie Rohrschachtsysteme zur Überwachung der Dichtigkeit der durchgeführten Rohre oder auch Müllplätze oder im Feld verteilte Sensoren für Verkehrsleitsysteme.« Auch ließen sich Transaktionen an Geldautomaten oder am Point of Sale damit überwachen.

Für das spezielle Angebot der Content Distribution sucht IC3S derzeit noch die Zusammenarbeit mit Hardware- und Software-Herstellern oder auch mit Partnern für spezielle, einzelne Projekte. Angedacht sind Dienstleistungen wie die Content-Verteilung auf Infoscreens im Einzelhandel. Bleitner: »Sofern das gewünscht ist, könnten Content-Anbieter wie Werbeträger mit dem Dienst sogar kontrollieren, wie oft und wie lange jeweils ein Info-Monitor in einem Einzelhandelsgeschäft tatsächlich angeschaltet ist.«

Services

Je nach Zielgruppe empfiehlt der Hersteller drei unterschiedliche Tarifbereiche mit Übertragungsvolumina von fünf, 30 oder 200 Megabyte. SIM-Karten mit dem Datendienst »Mdex fixed.IP« können direkt bei der IC3S AG beordert werden, die die Abwicklung mit den großen Providern übernimmt. Das Premium-Modell für Reseller besteht aus gestaffelten Einmal-Provisionen, die sich nach der Anzahl der vermittelten Kunden richten.

Bei ausreichender Kundenzahl gehen die Provisionen in den zweistelligen Prozentbereich. »Mdex fixed.IP« lässt sich im D1- und D2-Netz betreiben. Eine weitere Kooperation mit E-Plus ist in Planung. Für den Dienst können die verschiedenen SIM-Karten parallel betrieben werden. Bei Abrechnung über einen Mobilfunkvertrag ist der Datendienst im Monat pro Anschluss ab fünf Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer) zu haben. Potenzielle Kunden können »Mdex fixed.IP« 90 Tage kostenlos testen. Die Preise für die Dienstleistung »Mdex Content Distribution« sind projektabhängig.

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