Mehr Rechenleistung, weniger Energieverbrauch IBM kündigt neue Serverkategorie für Web-2.0-Computing an

Redakteur: Daniel Feldmaier

Ein neues Serverdesign von IBM kombiniert Virtualisierung, Green IT, Service-Management und das zukunftsträchtige Cloud-Computing. Das iDataplex-System ermöglicht erhebliche Energieeinsparungen bei gleichzeitiger Vervielfachung der Rechenleistung.

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Mit dem iDataplex-System und flüssigkeitsgekühlten Racktüren versucht IBM den Klimatisierungsbedarf im Rechenzentrum zu reduzieren oder ganz zu vermeiden.
Mit dem iDataplex-System und flüssigkeitsgekühlten Racktüren versucht IBM den Klimatisierungsbedarf im Rechenzentrum zu reduzieren oder ganz zu vermeiden.
( Archiv: Vogel Business Media )

IBM kündigt eine spezielle Server-Kategorie für Web-2.0-typisches Computing an. Das iDataplex-System basiert zwar auf der Bladeserver-Technologie, setzt aber auf ein komplett neues Systemdesign. Durch eine Kombination aus Blade-, Linux- und Cloud-Technologien kann der Klimatisierungsbedarf im Rechenzentrum reduziert oder sogar ganz vermieden werden. Die Racks sind mit einer flüssigkeitsgekühlten Tür ausgestattetet und lassen sich daher bei Raumtemperatur betreiben – ohne Klimatisierung.

Das Design gestattet es ferner, die Anzahl der Systeme pro Rack mehr als zu verdoppeln, was etwa einer Verfünffachung der Rechenleistung entspricht. Dabei werden dennoch bis zu vierzig Prozent weniger Energie verbraucht, als bei aktuellen IBM-Systemen. Durch den Einsatz von Industriestandard-Komponenten und Open-Source-Software bleiben die Kosten in einem überschaubaren Rahmen.

iDataplex ist ein System, das mehrere separate Systeme in einen Pool gemeinsam genutzter Ressourcen (Cloud) überführt.

Enormes Marktvolumen

Das exponentielle Wachstum hochintegrierter Rechenzentren wird sich auch in Zukunft weiter fortsetzen, da Streaming-Video-, Online-Gaming- und Social-Network-Anwendungen entsprechenden Workload generieren. Diese »Online-Kultur« entspricht in etwa der Web-2.0-Definition, die eine Vielzahl von Benutzern beschreibt, die das Internet exzessiv und interaktiv nutzen und auf diese Weise erhebliche Serverlast erzeugen. Die Betreiber von Rechenzentren werden dazu gedrängt in immer noch größere Computer-Pools zu investieren. Das Unternehmen Wintergreen-Research schätzt die Größe dieses Marktsegments auf ein Volumen von etwa zehn Milliarden Dollar. Um entsprechende Leistungsanfordungen zu erfüllen, dürfte IBMs iDataplex ein sinnvoller Ansatz sein.

»Web-2.0-Firmen werden die Nachfrage nach Computing auf ein neues Niveau heben – in dem Maß, wie wir uns hin zum Web der Zukunft bewegen«, sagt Jason Waxman, General Manager High Density Computing bei Intel. »In der Zusammenarbeit mit Intel hat IBM einen neuen Ansatz gewählt, um iDataplex von Grund auf für die besonderen Anforderungen dieses Marktsegments zu entwickeln.«

iDataplex wird in USA und Kanada voraussichtlich im Juni, weltweit bis zum Ende des Jahres verfügbar sein.

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