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Beschleunigung von Big-Data-Analytics IBM investiert – 1 Milliarde Dollar für Flash!

| Redakteur: Ulrike Ostler

Seit gestern ist es offiziell: IBM investiert 1 Milliarde Dollar in Flash-Technologie, unter anderem um Big-Data-Analysen zu beschleunigen. Geplant ist etwa eine neue Speicherproduktinie: „IBM Flash System“. Außerdem kündigt Big Blue einen Flash-Vertrag mit Sprint an.

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Flash fasziniert - auch im Rechenzentrum.
Flash fasziniert - auch im Rechenzentrum.
(Bild: VBM-Archiv)

Flash, das weiß inzwischen wohl jeder Storage-Experte, ist eine hocheffiziente, wiederbeschreibbare Speichertechnologie. Damit lässt sich die Antwortzeiten der Informationsbeschaffung in Server-und Storage-Systemen von Milli- auf Mikrosekunden beschleunigen.

Flash-Speicher sind daher um Größenordnungen schneller als Disk-Systeme. Da die Technik keine beweglichen Teile enthält, kann die Technologie zudem auch zuverlässiger, langlebiger und Energie-effizienter arbeiten als sich drehende Festplatten. Laut SSD- und DRAM-Hersteller Samsung gleichen sich zudem die Preise an. Bisher gilt die Ausstattung mit Flash-Komponenten als teuer.

Die Vorteile haben allerdings bereits dazu geführt, dass Flash-Technologie heutzutage die Unterhaltungselektronikindustrie durchdringt und in fast alles vom Handy bis zum Tablet-Computer eingebaut wird. Im gleichen Maß, wie Organisationen mit schnell ansteigenden Datenmengen kämpfen sowie mit einer wachsenden Nachfrage nach schnelleren analytischen Einsichten und steigenden Energiekosten im Rechenzentrum, wird Flash zunehmend zu einer wichtigen Voraussetzung für smartere Unternehmen.

Flash erobert das Rechenzentrum

Die Grafik und die Berechnung stammt aus dem IBM-Whitepaper "Flash and Hyperscale Changing Database and System Design Forever."
Die Grafik und die Berechnung stammt aus dem IBM-Whitepaper "Flash and Hyperscale Changing Database and System Design Forever."
(Bild: IBM)
Ambuj Goyal, General Manager, Systems Storage, IBM Systems & Technology Group,fasst zusammen: „Die Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit von Flash sind an einem Punkt angelangt, an dem die Technologie revolutionäre Auswirkungen auf Unternehmen, insbesondere für transaktionsintensive Anwendungen haben kann.“

Der Zusammenfluss von Big Data, Social-, Mobil- und Cloud-Technologien schaffe ein Umfeld, in dem Unternehmen schneller und effizienter Zugang zu Business Insights haben sollten. Flash-Technologie helfe, damit dieser Zugang schnell zur Verfügung steht.

Eine Million und ein Duzend mal Kompetenz

Zur Beschleunigung dieser Transformation gab IBM jetzt bekannt, eine Milliarde Dollar in Forschung und Entwicklung zu investieren, um neue Flash-Lösungen in sein wachsendes Portfolio von Servern, Storage-Systemen und Middleware zu integrieren. Als Teil dieses Engagements hat das Unternehmen auch Pläne angekündigt, zwölf Kompetenzzentren rund um den Globus zu eröffnen.

Diese Einrichtungen können es Kunden ermöglichen, Proof-of-Concept-Szenarien mit realen Daten ablaufen zu lassen, um die projizierten Performance-Gewinne, die mit IBM Flash-Lösungen erreicht werden können, genauer zu messen. Kunden können aus erster Hand erleben, wie IBM Flash-Lösungen in Echtzeit Entscheidungsgrundlagen für operative Vorgänge liefern können, und die Leistung von geschäftskritischen Workloads wie die Verarbeitung von Kreditkarten, Börsengeschäften, Fertigungsprozessen und von Auftragsabwicklungssystemen gesteigert werden kann. Die Kompetenzzentren werden voraussichtlich bis Ende des Jahres in Betrieb gehen in China, Frankreich, Deutschland, Indien, Japan, Singapur, Süd-Amerika, Großbritannien und den USA.

Zur Bekanntgabe gehört auch die Verfügbarkeit der IBM Flash-System-Linie der Flash-Storage-Appliances, die auf der Technologie von Texas Memory Systems basieren. „IBM FlashSystem 820“ zum Beispiel hat die Größe einer Pizza-Box, aber ist 20 mal schneller als sich drehende Festplatten und kann bis zu 24 Terabyte an Daten speichern - mehr als die doppelte Menge an gedruckten Informationen in der amerikanischen Kongress-Bibliothek.

Anwender der IBM Flash Systems haben eine bis zu 90prozentige Reduktion in der Transaktionszeit für Anwendungen im Bereich der Branchen Banken, Handel und Telekommunikation erlebt; eine bis zu 85prozentige Reduzierung war bei der Batch-Verarbeitung und in Anwendungen wie Enterprise-Resource-Planning und Business Analytics beobachtbar. Dazu war eine bis zu 80prozentige Senkung des Energieverbrauchs in Rechenzentrumskonsolidierungen und bei Cloud-Implementierungen beobachtbar.

Flash zum Sprint

Sprint Nextel Corp, ein Early Adopter von Flash, hat vor kurzem einen Vertrag mit IBM abgeschlossen, um neun IBM Flash System 820-Systeme in seinem Rechenzentrum für insgesamt 150 Terabyte zusätzlichen Flash-Speicher zu installieren. Das Unternehmen suchte nach einem Weg, um die Leistung und Effizienz der telefonischen Aktivierungsanwendung zu verbessern.

Als die verfügbare Leistung stieg und der Energieverbrauch gesunken war, begann das Unternehmen, die Technologie auf andere Teile des Rechenzentrums zu erweitern. Laut Sprint-Verantwortlichen ist diese jüngste Installation Teil der neuen Unternehmensstrategie, seiner aktivsten Daten auf Flash-Speicher-Systeme zu legen.

Die neue IBM FlashSysteme erweitern die wachsende Bandbreite an Flash-und Hybrid (Festplatte/Flash)-Lösungen, zu denen „IBM Storwize V7000“, „IBM System Storage DS8870“ und „IBM XIV“- Storage-Systeme gehören.

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