IT-Security-Budgets im Finanzsektor steigen IAM und Datensicherheit stehen bei Finanzdienstleistern hoch im Kurs

Redakteur: Stephan Augsten

Bei den Investitionen in IT-Sicherheit steht das Identity- und Access-Management (IAM) auf der Prioritätenliste der Finanzindustrie ganz oben. Dies hat das Marktforschungsunternehmen Deloitte im Rahmen der aktuellen „2010 Financial Services Global Security Study“ herausgefunden.

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Finanzunternehmen wollen laut Deloitte vermehrt Geld fürs Identity- und Access-Management ausgeben.
Finanzunternehmen wollen laut Deloitte vermehrt Geld fürs Identity- und Access-Management ausgeben.
( Archiv: Vogel Business Media )

Sicherheitsverantwortliche im Finanzsektor sorgen sich laut der „2010 Financial Services Global Security Study“ von Deloitte vornehmlich um die Gefahr menschlichen Versagens. Mit den bestehenden IAM-Mechanismen (Identity- und Access-Management) sind 42 Prozent der Studienteilnehmer nur mäßig zufrieden.

In der Konsequenz wollen 44 Prozent der Befragten ein wirksames System zur Zutritts- und Zugriffskontrolle installieren. Vor Investitionen in derart teure Präventionstechniken müssen die Sicherheitsverantwortlichen der Finanzindustrie nicht zurückschrecken, so Deloitte. Denn die Security-Budgets in dieser Branche sind bislang von drastischen Kürzungen verschont geblieben.

Entgegen dem allgemeinen Trend seien die Security-Budgets im Finanzsektor sogar gestiegen. Daraus schließt Carsten Schinschel, Partner Security&Privacy von Deloitte, dass man in der Finanzbranche den wirtschaftlichen Nutzen von Sicherheitsmechanismen erkenne.

Auf Platz zwei der Prioritätenliste folgt mit einem Anteil von 39 Prozent der Schutz von Unternehmensdaten, 36 Prozent der Befragten wollen ihre Security-Infrastruktur optimieren. Etwas mehr als ein Drittel der Studienteinehmer sieht Compliance-Vorgaben als Herausforderung an.

Ein weiteres Problem stellt die Kontrolle von Drittanbietern dar: Knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer vertraut nur halbherzig auf die bestehenden Mechanismen. Immerhin verfügt mit etwa 80 Prozent die klare Mehrheit über einen Verantwortlichen für die Informationssicherheit in führender Position.

Für die Studie hat Deloitte die die Sicherheitsbeauftragten von über 350 Finanzunternehmen aus 45 Ländern befragt. Die komplette 2010 Financial Services Global Security Study findet sich auf der Deloitte-Homepage als PDF-Dokument zum Download.

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