Facebooks „Home“-App für Android-Geräte HTC First – erstes Smartphone mit „Facebook Home“

Redakteur: Heidemarie Schuster

Das HTC First soll das erste Smartphone sein, dass mit „Facebook Home“ ausgestattet ist – eine Software, die Android-Phones zu Facebook-Phones macht.

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Das HTC-Smartphone Firts hat „Facebook Home“ bereits vorinstalliert.
Das HTC-Smartphone Firts hat „Facebook Home“ bereits vorinstalliert.
(Bild: HTC)

Am Donnerstag stellte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg die Software „Home“ und HTC-Chef Peter Chou das Smartphone HTC First vor. Die Gemeinsamkeit: Das First ist das erste Android-Smartphone, das mit Facebook Home ausgestattet ist.

Das Smartphone

Das HTC First hat ein 4,3-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1.208 x 720 Pixel und wird von dem Qualcomm-Dual-Core-Prozessor 8930AA angetrieben, der mit 1.4 Gigahertz taktet. Der Arbeitsspeicher ist ein Gigabyte groß, der interne Speicher bietet Platz für 16 Gigabyte Daten.

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Verbaut sind zwei Kameras. Die Hauptkamera auf der Rückseite bietet eine Auflösung von fünf Megapixel, die Frontcam bietet 1,6 Megapixel.

Unterstützt werden die Netzwerke UMTS, HSPA, HSPA+, GSM, GPRS, EDGE und LTE. Hinzu kommen außerdem GPS und Glonass sowie die Drahtlosverbindungen WLAN, Bluetooth und NFC.

Das Betriebssystem ist Android 4.1 – mit Facebook Home.

Details zu „Facebook Home“ sowie ab wann die Software und das HTC First erhältlich sind lesen Sie auf der nächsten Seite.

Facebook Home

Bei Facebook Home handelt es sich um eine Software, die sich über das Betriebssystem Android legt. Ist die App installiert, gibt es nicht mehr den üblichen Android-Homescreen, die Icons verschwinden, statt dessen erscheinen Fotos und Nachrichten von Facebook-Freunden, die direkt kommentiert werden können. Diese so genannte „Cover Feed“-Funktion aktualisiert sich ständig, damit man nichts mehr auf Fecebook verpasst – ohne Datenflatrate ist die Installation also nicht empfehlenswert. Zu Bedenken gibt es zudem, dass es in Deutschland auf mobilen Geräten keine echte Datenflatrate gibt. Nach einem bestimmten Upload-/Download-Volumen wird die Geschwindigkeit auf das langsame Edge gedrosselt. Bei der ständigen Aktualisierung von beispielsweise Bildern, die bei Home den gesamten Startbildschirm einnehmen, kann die Drosselung schneller erfolgen, als dem Nutzer lieb ist. Fraglich ist auch, wie ein Akku die ständigen Aktualisierungen verkraftet.

Vom Home-Startbildschirm aus kann außerdem direkt auf Facebook-Funktionen zugegriffen werden. Die übrigen installierten Android-Apps sind nach der Installation von Home nur noch in einem Untermenü zu finden.

Facebook plant außerdem, Home ständig zu erweitern. Werbung wird dabei nicht ausgeschlossen sein.

Warum kein Facebook-Phone?

Erwartet wurde von der Präsentation am Donnerstag in Kalifornien, dass Facebook sein eigenes Smartphone vorstellt. Zuckerberg erklärte auf der Konferenz, dass mit einem eigenen Smartphone vielleicht 10 oder 15 Millionen Menschen erreicht werden und das nicht die richtige Strategie für Facebook sei. Mit der App wolle Facebook auf möglichst vielen Android-Geräten präsent sein.

Verfügbarkeit

Das Smartphone HTC First, auf dem Facebook Home vorinstalliert ist, soll ab dem 12 April in den USA exklusiv über den Netzbetreiber AT&T verfügbar sein. Mit einem Zweijahres-Vertrag kostet das First dort 99,99 US-Dollar. Das First soll es in den Farben Blau, Rot, Schwarz und Weiß geben. Wann es das Smartphone in Deutschland geben wird, ist derzeit noch unbekannt.

In den USA soll Facebook Home ebenfalls ab dem 12. April im amerikanischen Google Play Store zum Download bereit stehen. Kurz darauf soll die App dann weltweit verfügbar werden. Anfänglich gibt es die App nur für Smartphones mit einem aktuellen Android-Betriebssystem. Facebook plant aber, die App auch für Tablets bereitzustellen.

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