Suchen

Technik und Presales HPE baut Tech-Community für Hybrid-IT auf

Autor: Dr. Stefan Riedl

Das Konzept stammt aus dem asiatischen Raum und ein Vorbild sieht man bei HPE bei der Netzwerk-Tochter Aruba: Die Förderung einer Tech-Community im Hybrid-IT-Umfeld soll sich für HPE langfristig in barer Münze niederschlagen.

Firmen zum Thema

HPE will eine Tech-Community für das Hybrid-Umfeld aufbauen.
HPE will eine Tech-Community für das Hybrid-Umfeld aufbauen.
(Bild: chayathon2000 - stock.adobe.com)

„Die Welt verändert sich extrem schnell und die Themen werden immer komplexer“, sagt Ulrich Seibold, VP Channel, Service Providers and Regional Sales bei HPE. Das gehe auch an HPE nicht spurlos vorbei. Beispielsweise zeichne sich in der IT der Trend ab, dass der reine Produktverkauf immer weniger relevant und der Beratungsteil immer wichtiger wird. „Vor diesem Hintergrund führen wir die HPE Tech Pro Community ein“, so Seibold. Während in der Vergangenheit konzernweite Modelle und Konzepte häufig in Europa starteten und – nachdem sie sich dort bewährt hatten – weltweit ausgerollt wurden, wird diesmal ein Konzept aus Asien in Europa und den USA ausgerollt. Es nennt sich „HPE Tech Community“.

Community-Aufbau

Ulrich Seibold, Vice President Channel, Service Provider, Alliances, OEM und IoT für DACH & Russland, HP Enterprise
Ulrich Seibold, Vice President Channel, Service Provider, Alliances, OEM und IoT für DACH & Russland, HP Enterprise
(Bild: HPE)

„Ziel ist der Aufbau einer starken Vertriebs- und Technik-Community“, lässt der Channel-Manager wissen. „Die Kollegen aus dem asiatischen Raum begannen damit vor rund zwei Jahren. Zum Mai startet das Konzept dann weltweit.“ Im Netzwerk-Bereich, also beim HPE-Unternehmen Aruba, gibt es bereits so eine eingeschworene Technik-Gemeinschaft, so Seibold. Gemeint ist die so genannte „Airheads Community“. Was sich hier im Netzwerk-Umfeld bewährt hat, soll auf Hybrid-IT-Seite durch die HPE Tech Pro Community etabliert werden.

Partner-Technologien kennenlernen

Ein zweites Leitmotiv komme hinzu: Der HPE-hausinterne Presales soll mit den Presales-Mitarbeitern aus dem Channel enger verzahnt werden. Das hat Gründe: „Bislang machten unsere Partner im Channel ihre HPE-Zertifizierungen beim Distri oder auf Veranstaltungen, während unsere eigenen technischen Presales-Kollegen davon abgetrennte Schulungen zu absolvieren hatten“, so der HPE-Manager. Zum Aufbau besagter HPE Tech Community wird es künftig keine getrennten Trainings mehr geben. So lernen HPE-Mitarbeiter bei dieser Gelegenheit die Partner-Technologien genau kennen, was unter vertrieblichen Gesichtspunkten von Vorteil ist. „Ein Beispiel für eine solche integrierte Partnerlösung ist eine Application Hosting Platform, die über die vorhandenen Schnittstellen voll in unsere Composable Infrastructure integriert wurde“, so Seibold.

Stipendien für Zertifizierungen

Darüber hinaus wird es im deutschsprachigen Raum so etwas wie Stipendien geben, die für eine vertiefte Ausbildung von 250 zusätzlichen, technischen Presales-Mitarbeitern als Teil der Tech-Community sorgen werden. Pro Stipendium fördert HPE die Ausbildung ein Jahr lang bis zur Zertifizierung mit rund 5.000 Euro. Die Fortbildungsmaßnahme ist in einer der angebotenen HPE-Kompetenzen im Hybrid-IT-Umfeld angesiedelt. „Die Schulungen starten mit einem Fünf-Tages-Kurs. Danach folgen monatliche Calls und quartalsweise lokale Treffen“, erläutert Seibold den Ablauf. Als neue Mitglieder der Tech Pro Community haben die Teilnehmer und Absolventen dann auch Zugriff auf aktuelle Trainings und Videos.

(ID:45813694)

Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

Dr. Stefan Riedl

Leitender Redakteur