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Mit Software will HP die Kosten von Video-Konferenz-Systemen senken HP Visual Collaboration bietet HD-Video-Konferenzen am Arbeitsplatz

Redakteur: Ulrike Ostler

Mit einer neuen Generation von Video-Konferenzprodukten für PCs und Raumsysteme will Hewlett-Packard (HP) der Konkurrenz das Fürchten lehren. Mit Software statt proprietärer Hardware will das Unternehmen die Kunden ködern. Das soll nicht nur die Kosten vergleichbarer High-End-Systeme um rund 30 Prozent unterschreiten sondern auch den Einbau in bestehende Strukturen und UCC-Strategien erleichtern.

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Das „Executive“-Video-Konferenz-System von HP: Software erleichtert die Anschaffung auch für kleine und mittelständische Unternehmen.
Das „Executive“-Video-Konferenz-System von HP: Software erleichtert die Anschaffung auch für kleine und mittelständische Unternehmen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Einstmals nutzte HP für sein High-End-Video-Konferenzsystem „Halo“ Tandberg-Technik. „Doch das ist längst vorbei“, bestätigt Frank Kasparek, zuständig für Halo Sales und Marketing. Heute besteht das HP-Angebot aus Komponenten von Vidyo.

Im Juni schloss HP eine Vereinbarung mit dem Unternehmen aus Hackensack, New Jersey. Nach eigenen Angaben liefert es mit der patentierten „VidyoRouter”-Architektur das einzige auf dem Standard H.264 skalierbare Video-Coding-System, Scalable Video Coding (SVC). Dieses erübrigt unter anderem Multi-Conference-Units (MCUs) und für das Video-Conferencing optimierte Netze.

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„Doch zu einer Lösung wird die Technik erst bei HP. Die neue Generation aus Software, die auf Standard-HP-Hardware unter Windows läuft, aber stellen einen „Quantensprung“ für das Video-Conferencing dar. Kaparek lässt keinen Zweifel daran, dass sein Arbeitgeber den Markt gründlich aufrollen will: „Wenn HP sich des Themas annimmt, dann mit dem Ziel eine Führungsrolle zu übernehmen.“

Dazu gehöre auch, dass HP sein Partnergeschäft wesentlich erweitern werde, kündigt der Manager an.

Die Vorteile einer Software-Lösung

Die Software, die auf Standard-Servern läuft, kann sowohl die Integration in unternehmensindividuelle Strategien für Unified Communications und Collaboration (UCC) erleichtern und beschleunigen, als auch die Kosten für ein Video-Conferencing senken. Laut Kasparek liegen die Kosten für ein derartiges Video-Konferenz-System rund 30 Prozent unter den Gesamtkosten für eine vergleichbares der Konkurrenz.

Denn mit der Software werden keine zusätzlichen proprietären Geräte benötigt. Die notwendige Infrastruktur kann entweder vor Ort vorgehalten, extern bei Dienstleistern gehostet oder als Cloud-Service bezogen werden:

  • Der Kern der Lösung ist „HP Visual Collaboration Portal“ zur Verwaltung der Software. Es ist vorkonfiguriert für Server der Reihe „HP ProLiant DL360“ und vereinfacht die IT-Administratoren über Fernzugriff sowie die Konfiguration, Authentifizierung und Lizenzierung von System-Komponenten.
  • Der „HP Visual Collaboration Router“ läuft ebenfalls auf standardisierten Servern. Die Software kann bis zu 100 concurrent user miteinander konferieren lassen. Allerdings müssen die gleichzeitig Video-konferierenden Teilnehmer dabei nicht in an derselben Konferenz teilnehmen.
  • Nach Angaben von HP-Manager Kasparek müssen sich bisherige Video-Konferenz-Lösungen auf ein Management von Bandbreiten und Prioritäten stützen, um Video- und Sprachqualität zu gewährleisten. Das HP-Angebot bedürfe keines Quality-of-Service-Managements. Vielmehr kommen intelligente Codec mit „normalen“ Netzwerken zurecht.
  • Das Scalable Video Coding (SVC) beruht auf einer Erweiterung des durch die Organsationen Joint Video Team der ITU-T und ISO/IEC standardisierten H.264/MPEG-4 AVC Komprimierungs-Verfahrens für Videos. Damit erreicht der Codec eine Auflösung von bis zu 720p bei einer vergleichsweise niedrigen Übertragungsrate und kommt somit ohne dedizierte Netzwerkressourcen aus. Das erlaube praktisch jedem Mitarbeiter am Arbeitsplatz Video-Konferenzen in HD-Qualität und verzögerungsfrei zu nutzen, so Kasparek.
  • Darüber hinaus unterstützt das HP-System die VoIP-ProtokolleH.323 und SIP gemeinsam, so dass Unternehmen weiterhin ihre historisch gewachsenen Video-Konferenz-Lösungen nutzen oder direkt migrieren können.

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