Zahlen von Gartner zum weltweiten Server-Markt HP überholt IBM bei Server-Umsätzen

Redakteur: Katrin Hofmann

Der weltweite Server-Markt legte dem Marktforscher Gartner zufolge im ersten Quartal um rund vier Prozent zu. Besonders vom Umsatzplus profitieren konnte Hewlett-Packard. Der Hersteller konnte dank seines Wachstums den Konkurrenten IBM im Jahresvergleich überholen. Die größte Absatzsteigerung verbuchte Dell für sich.

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HPs Produktlinie Proliant, hier abgebildet der HP ProLiant DL160 G5, trägt zum Geschäftserfolg bei.
HPs Produktlinie Proliant, hier abgebildet der HP ProLiant DL160 G5, trägt zum Geschäftserfolg bei.
( Archiv: Vogel Business Media )

Auf über 13,6 Milliarden US-Dollar und damit um 4,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2007 konnte der weltweite Servermarkt Gartner zufolge von Januar bis März 2008 wachsen. Im gleichen Zeitraum wurden 2,3 Millionen Server von den Kunden geordert, ein Plus von knapp acht Prozent.

HP verzeichnete mit rund zehn Prozent den größten Umsatzanstieg unter den Top-5 der größten Hersteller und avancierte damit zum mächtigsten Server-Hersteller. IBM, noch im Vorjahreszeitraum Marktführer, konnte seine Umsätze im vergangenen Quartal um lediglich zwei Prozent erhöhen und landete damit knapp hinter HP auf Rang zwei. Dell, auf dem dritten Rang, und der Fünftplatzierte, Fujitsu, wuchsen mit 6,6 Prozent beziehungsweise rund fünf Prozent stärker als der Gesamtmarkt. Lediglich Sun Microsystems machte knapp einen Prozent weniger Umsatz, platzierte sich aber dennoch wie auch im ersten Quartal des Vorjahres auf Rang vier.

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Nach verkauften Stückzahlen konnte Dell mit einem Plus von zirka 16 Prozent am besten bei den Kunden punkten und landete damit auf Platz zwei. Absatzrückgänge musste nur Fujitsu hinnehmen, der knapp drei Prozent weniger Server als im Vorjahreszeitraum verkaufte und Rang fünf belegt. Hewlett-Packard, bei den Verkäufen unangefochtener Platzhirsch, setzte acht Prozent mehr Geräte ab und sicherte sich mit einem Marktanteil von etwa 30 Prozent den ersten Rang. IBM, auf dem dritten Platz, konnte 2,3 Prozent mehr verkaufen, Sun Microsystems, auf dem vierten Platz, knapp sieben Prozent mehr.

Gartner-Analyst Jeffrey Hewitt benennt als Grund für das Gesamtwachstum unter anderem den Austausch veralteter x86-Systeme und das ungebremste Wachstum in den aufstrebenden Ländern. Der Absatz von RISC-Itanium-Unix-Servern sei zwar um rund acht Prozent gefallen, die Umsätze mit diesen im ersten Quartal aber um knapp vier Prozent gestiegen. Den Quartalserfolg bezüglich der Umsätze hat HP nach Gartner vor allem seinen Marken Proliant und HP Integrity zu verdanken.

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