Das Schweizer Taschenmesser unter den All-in-Ones HP Sprout Pro für Unternehmen und Bildung

Autor: Klaus Länger

Der vor etwas über einem Jahr in den USA präsentierte All-in-One-PC HP Sprout kommt nun doch noch auf den deutschen Markt. Allerdings als Pro-Version, die vor allem auf den Bildungsbereich zielt. Zudem hat HP den Rechner mit einem Skylake-Prozessor und Windows 10 Pro aufgewertet.

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HP will die Pro-Version des innovativen All-in-One-Rechners Sprout auch im Bildungssektor etablieren. Er soll mit 3D-Kamera und einer als zweites Display einsetzbaren Touch-Matte ein spielerisches Lernen möglich machen.
HP will die Pro-Version des innovativen All-in-One-Rechners Sprout auch im Bildungssektor etablieren. Er soll mit 3D-Kamera und einer als zweites Display einsetzbaren Touch-Matte ein spielerisches Lernen möglich machen.
(Bild: HP)

Der HP Sprout ist so etwas wie das Schweizer Taschenmesser unter den All-in-One-PCs: Über dem 23-Zoll-Touchscreen mit Full-HD-Auflösung und Webcam sind in einem Ausleger eine Realsense-3D-Kamera, eine herkömmliche 14,6-MP-Kamera mit Mikroskop-Funktion, eine LED-Beleuchtung und ein DLP-Projektor untergebracht. Vor dem Rechner liegt als zusätzliches Eingabegerät eine Touch-Matte mit 20-Finger- und Stift-Erkennung, die gleichzeitig als Projektionsfläche für den Projektor dient. Zudem gehören noch eine herkömmliche Tastatur und eine Maus zum Lieferumfang.

Stärkerer Prozessor

Auf den deutschen Markt kommt nicht die ursprüngliche Consumer-Version des Rechners mit Haswell-CPU, sondern die neue Pro-Version mit Intel-Core-i7--6700 und Windows 10 Pro als Betriebssystem. Der Skylake-Prozessor kann auf acht GB DDR4-Speicher zugreifen. Maximal sind nun auch 16 GB möglich. Als Grafikkarte dient eine Nvidia Geforce GT 945A, als Massenspeicher weiterhin eine Hybrid-Festplatte mit einem TB Kapazität und acht GB Flash.

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Neue Software bringt die Pro-Version auch mit: Den HP External Display Mixer für die flexible Darstellung beider Screens auf einem externen Monitor oder Beamer, das professionelle 2D-Scan-Too HP Scan und den Sprout Companion für Skype for Business zur Nutzung des zweiten Screens und aller Kameras. Der Preis für den Sprout Pro beginnt laut HP bei 2.599 Euro (UVP). Er soll ab März lieferbar sein.

Als Zubehör ist eine Drehscheibe mit USB-Schnittstelle erhältlich, mit der sich 3D-Scans automatisieren lassen. In den USA wird der Rechner auch in einem Bundle zusammen mit einem 3D-Drucker von Dremel verkauft.

Mit Sprout in die Schule

Neben dem professionellen Bereich, etwa als Rechner für Designer, 3D-Entwickler oder als Kommunikationsplattform, soll der Sprout Pro auch seinen Platz im Bildungsbereich finden. Laut HP ist er dafür perfekt geeignet, da er Kindern spielerisches und kreatives Lernen ermöglicht. Außerdem lässt sich der Rechner mit seiner Touch-Matte, den Kameras im Ausleger und dem External Display Mixer als eine Art Whiteboard nutzen. HP hat in London zudem Lernsoftware verschiedener Anbieter präsentiert, die für den Sprout Pro angepasst wurde. Beispiele finden Sie in der Bildergalerie zu diesem Artikel.

Allerdings bleibt abzuwarten, wie es mit deutschsprachiger Lernsoftware für den Sprout Pro aussehen wird. Auch bei dem gerade vorgestellten HP School Pack 2.0, einer Sammlung diverser Windows-Programme für Schüler und Lehrer sowie Verwaltungstools für das Klassenzimmer ist noch nicht klar, ob und wann es deutsche Versionen geben wird.

Gemeinsam mit Microsoft betreibt HP ein Programm mit dem Namen „Reinvent the Classroom“, mit dem die beiden Firmen weltweit an 60 Standorten Lernzentren einrichten wollen. Von Microsoft gibt es zudem Lerntools für One Note, die auch in Deutsch verfügbar sind.

Education-Edition-Notebooks

Neben dem Sprout Pro hat HP noch zwei Notebooks für den Einsatz in der Schule angepasst. Das HP Probook 11 G2 Education Edition und das HP x360 310 G2 PC Education Edition sind mit einer spritzgegossenen Gummi-Ummantelung ausgestattet, um den harten Schulalltag überstehen zu können. Das mit einem Core-Prozessor ausgestattete Probook soll ab Ende November für 349 Euro (UVP) verfügbar sein, der kompakte Convertible x360 310 G2 soll 319 Euro (UVP) kosten.

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