Wie Reseller den Aufwand für Konsolidierungs-Projekte senken können HP: »Server-Virtualisierung ist kein Allheilmittel«

Redakteur: Daniel Feldmaier

Die Möglichkeiten der Virtualisierung haben bei Endanwendern sehr große Erwartungen geweckt. Doch bei der Konsolidierung von Systemlandschaften ist die Server-Virtualisierung nur einer von vielen Teilaspekten. Daher beanspruchen diese Projekte sehr viel Zeit. Wie sich diese Einführungszeit verkürzen lässt, erklärt Andreas Grewing, der bei Hewlett Packard als Business Unit Manager den Bereich Industrie-Standard-Server verantwortet, im Interview mit IT-BUSINESS.

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ITB: Die Möglichkeiten der Virtualisierung haben bei Anwendern sehr große Erwartungen geweckt. Sie haben jedoch kürzlich gesagt, Virtualisierung könne nur Teil einer kompletten Lösung sein, und ist nicht das einzige Allheilmittel. Weshalb?

Grewing: Wesentliche Gründe für die Virtualisierung einer IT-Infrastruktur sind Konsolidierung und Hochverfügbarkeit. Aber Konsolidierungs-Projekte in größeren IT-Landschaften benötigen erfahrungsgemäß meist einen längeren Zeitraum.

ITB: Weshalb dauern die Projekte so lange?

Grewing: Kapazitätsplanung und Implementierung sind bei großen IT-Landschaften enorm zeitaufwändig, und hier hilft die Server-Virtualisierung allein nicht weiter.

ITB: Inwiefern hilft HP Fachhandelspartnern und Anwendern dabei, den Aufwand für diese Konsolidierung zu verringern?

Grewing: Dank unserer engen Kooperation mit den Anbietern der Virtualisierungs-Lösungen offerieren wir unseren Kunden Angebote aus Hard- und Software, die genau aufeinander abgestimmt sind. Zudem unterstützen wir mit Beratung und Services. So helfen wir Unternehmen beispielsweise dabei, die Kapazitätsplanung und Implementierung kontinuierlich Schritt für Schritt umzusetzen und dadurch einen reibungslosen Konsolidierungs-Prozess zu ermöglichen, der den Geschäftsbetrieb nicht beeinträchtigt.

ITB: Welche Technologien kommen dabei zum Einsatz?

Grewing: Wir nutzen dazu bei unseren Industrie-Standard-Servern die Smart-Server-Technologie, die ursprünglich aus dem Business-kritischen Bereich kommt. Zudem haben wir die Möglichkeit, mit Hilfe von tausenden Datensätzen die Parameter zu ermitteln, wie die Performance, die Auslastung und der Stromverbrauch des Systems ist. Entlang dieser wesentlichen Kriterien wird die Infrastruktur des Kunden optimiert.

ITB: Welche Möglichkeiten bietet HP Anwendern im Bereich Server-Virtualisierung auf den Industrie-Standard-Plattformen, wie beispielsweise den Proliant-Servern?

Grewing: Im Proliant-Bereich haben wir drei Hypervisor-Technologien zu unseren strategischen Plattformen erklärt: Zum einen die am weitesten verbreitete Lösung VMware, zum anderen Citrix Xen Server und Microsoft Hyper-V. Hier unterscheidet uns vom Mitbewerb die Fähigkeit, das Management von Hardware, Hypervisor und Virtual Maschine zu verbinden.

ITB: Was bedeutet das konkret?

Grewing: Wir haben eine so genannte Pre-Failure-Alert-Funktion. Das bedeutet, noch ehe eine Hardware-Komponente ausfällt, identifizieren wir das Problem und können daher schon im Vorfeld – sofern gewünscht auch automatisiert – die betroffene virtualisierte Maschine auf einen anderen physikalischen Server verlagern. Die High-Availability-Features der Hypervisor-Anbieter gestatten es selbst nicht, direkt auf die Infrastruktur zuzugreifen – man muss bei ihnen also warten, bis das Problem, wie etwa der Ausfall des Servers, tatsächlich eingetreten ist. Des weiteren können wir bei unseren Blade-Servern die Netzwerk-Adressen über Virtual Connect virtualisieren und ein Post-Failure-Failover-Szenario aufzeichnen. Diese Möglichkeit bietet kein anderer Hersteller.

Auf der folgenden Seite erläutert Andreas Grewing diese Möglichkeiten anhand eines praktischen Beispiels.

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