Software ergänzt, ISV-Partnerprogramm aufgelegt HP bringt Virtualisierung auf Touren

Redakteur: Regina Böckle

Hewlett-Packards jüngste Version der Virtualisierungs-Software VSE soll die Einführungzeit von Virtualisierungslösungen stark verkürzen. Zudem steckt in der Lösung ein Tool zur Migration von Sun- auf Integrity-Server und eine Reihe zusätzlicher Kontroll- und Steuerungsfunktionen. Ein Partner-Programm unterstützt obendrein ISVs ab sofort bei Entwicklung, Test und Verkauf eigener Lösungen für virtualisierte Umgebungen.

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Mit der erweiterten »Virtual Server Environment«-Lösung (VSE) bringt Hewlett-Packard (HP) eine Virtualisierungs-Software auf den Markt, die Anwendern unter anderem einen schnelleren Umstieg von Sun- auf HP-Integrity-Systeme ermöglicht. Ergänzt wurde VSE außerdem um Kontroll- und Steuerungsfunktionen sowie um Möglichkeiten, die Hochverfügbarkeit zu gewährleisten.

So steckt in der jüngsten VSE-Software jetzt auch eine Tool namens »HP Integrity Essentials Capacity Advisor«, das Unternehmen dabei unterstützt, die Migration und Konsolidierung auf HP Integrity Server zu planen. Mit Hilfe der im Tool integrierten Performance Agents lassen sich Daten aus Sun-Servern importieren. Zudem können damit zukünftige Nutzungsmuster simuliert werden, was die Planung von Konsolidierungen auf HP-UX-, Windows- und Linux-basierte Systeme erleichtert.

Verbesserte Kontroll-Funktionen

Für das Betriebssystem HP-UX 11i wartet HPs VSE nun außerdem mit weiteren Funktionen zur Kontrolle der virtuellen Umgebungen auf. So versetzt der »Integrity Essentials Virtualization Manager« Unternehmen in die Lage, sich binnen weniger Minuten Anwendungen in einer virtuellen Server-Umgebung anzeigen zu lassen.

Der »Integrity Essentials Global Workload Manager« legt zudem fest, welche Workloads automatisch auf verfügbare Server-Ressourcen zugreifen können. Damit entfallen Kosten für zusätzliche Server-Kapazitäten und gleichzeitig werden die Service-Levels für geschäftskritische Anwendungen eingehalten.

Ein weiteres Tool namens »Global Instant Capacity« ermöglicht Unternehmen, ihre Systeme ohne großen Aufwand veränderten Anforderungen anzupassen. Beispielsweise können damit Nutzungsrechte für Hardware unter den Systemen ausgetauscht werden. Bei Störungen werden Nutzerrechte von Servern, die offline sind, automatisch übertragen.

Hochverfügbarkeit und Linux im Visier

Die kommende Version der Software »Serviceguard« soll ferner Unternehmen mit einer virtualisierten Produktionsumgebung mehr Optionen an die Hand geben, um Hochverfügbarkeit zu erreichen. Mit »Serviceguard for Linux« lassen sich nun auch Linux-basierte Anwendungen auf virtuellen Maschinen hochverfügbar betreiben. Dies gilt sowohl für VMware-Technologie auf ProLiant-Servern als auch für Integrity Virtual Machines auf Integrity-Servern.

Partner Virtualization Program gestartet

Mit dem »Partner Virtualization Program« will HP vor allem unabhängige Software-Anbieter – Independent Software Vendors (ISVs) – für sich gewinnen. Es bietet ihnen die Möglichkeit, Anwendungen in virtualisierten Umgebungen zu erstellen und zu testen. Partner können dabei aus einer breiten Palette an Virtualisierungstechnologien und –plattformen wählen. Auch der Einsatz verschiedener Betriebssysteme ist möglich.

ISVs können online auf HPs »Partner Technology Access Center« zugreifen und in kurzer Zeit Anwendungen, die auf virtuellen Maschinen laufen, testen.

Am Programm teilnehmende ISVs können zudem HP-Server der Baureihen ProLiant und Integrity für Testzwecke ordern. Sie sind dadurch in der Lage – mit Software von HP und Partnern wie VMware – Anwendungen in virtuellen Umgebungen auf Basis unterschiedlicher Betriebssysteme zu testen, beispielsweise auf HP-UX 11i, Microsoft Windows und Linux (Novell Suse Linux Enterprise Server oder Red Hat Enterprise Linux).

Zudem haben ISVs die Möglichkeit, ihre Applikationen in einem Online-Katalog zu veröffentlichen. Darüber hinaus bietet das Programm unabhängigen Software-Anbietern Zugang zu Virtualisierungslösungen für Open Source und Linux. Mitglieder der Open-Source-Gemeinde können so Anwendungen auch in heterogenen IT-Umgebungen testen.

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