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StepStone-Auswertung Homeoffice ist nicht die Regel

Autor: Heidemarie Schuster

Die einen können sich zu Hause besser auf ihre Arbeit konzentrieren und sind produktiver, die anderen nutzen die Gelegenheit aus und legen die Füße hoch. Letzteres führt dazu, dass Homeoffice für viele Arbeitgeber ein rotes Tuch ist. StepStone hat analysiert, wie oft die Arbeit aus den eigenen vier Wänden eine Option ist.

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Homeoffice kommt bei vielen Arbeitnehmer gut an.
Homeoffice kommt bei vielen Arbeitnehmer gut an.
(Bild: Pixabay)

Fach- und Führungskräfte nutzen das Angebot ihres Arbeitgebers, aus dem Homeoffice zu arbeiten, gerne, um Berufs- und Privatleben besser miteinander zu verbinden. Doch wie häufig und in welchen Jobs wird Homeoffice von Unternehmen überhaupt angeboten? Die Online-Jobplattform StepStone hat alle auf stepstone.de veröffentlichten Stellenanzeigen der vergangenen vier Jahre dazu analysiert.

Bei der Analyse kam heraus, dass zwar inzwischen doppelt so häufig Unternehmen mit einer Homeoffice-Möglichkeit werben als noch vor vier Jahren, dennoch bleibt das Arbeiten in den eigenen vier Wänden beim Großteil aller Jobs eine Ausnahme. Während 2015 in nur 2 Prozent aller bei StepStone veröffentlichten Stellenanzeigen Homeoffice angeboten wurde, waren es in diesem Jahr bislang mit 4 Prozent immer noch vergleichsweise wenig Angebote.

Vertriebler arbeiten öfter von Zuhause

Am häufigsten haben Arbeitnehmer im Vertrieb die Möglichkeit, einen oder mehrere Tage pro Woche im Homeoffice zu arbeiten. Allein in diesem Jahr warben Unternehmen bei rund 10 Prozent aller Vertriebsstellen damit, von zu Hause aus arbeiten zu können. Auch in der IT (9 %), der Unternehmensberatung (9 %) und der PR (8 %) kommen Homeoffice-Angebote vergleichsweise häufig vor. Deutlich seltener gibt es diese Angebote hingegen im Personal- und Immobilienbereich (3 %) sowie in sozialen Berufen (2 %). So gut wie kein Homeoffice wird naturgemäß in Jobs aus den Bereichen Gesundheit (1 %) sowie Gastronomie und Hotellerie (0,2 %) angeboten.

Zusatzangebote werden gerne verschwiegen

In einer Studie unter 30.000 befragten Fach- und Führungskräften hat StepStone zudem herausgefunden, dass einige Unternehmen viele Zusatzangebote gar nicht erst nach außen kommunizieren. Drei von vier Unternehmen gaben bei der Befragung an, ihren Mitarbeitern flexible Arbeitszeiten anzubieten. Doch nur 58 Prozent von ihnen erwähnten das in ihren Stellenanzeigen. „Wer auf der Suche nach seinem Traumjob ist und die richtige Entscheidung für einen Job treffen möchte, benötigt relevante Informationen über seinen potenziellen Arbeitgeber“, sagt Inga Rottländer, Karriereexpertin bei StepStone. „Die Stellenanzeige ist der erste wichtige Kontaktpunkt zwischen Bewerbern und Unternehmen. Arbeitgeber müssen diese Gelegenheit nutzen und zeigen, warum sie für Mitarbeiter ein attraktives Unternehmen sind. Eine bloße Tätigkeitsbeschreibung reicht dafür nicht aus.“

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