Update: Cloudspeicher und Server-Bundles Hochwasser-Katastrophe: Hilfsangebote der ITK-Branche

Die Hilfsbereitschaft ist enorm. Angesichts der verheerenden Hochwasser-Katastrophe stellen zahlreiche Dienstleister, Distributoren und Hersteller Hilfe bereit. Von Dienstleistungen über Hardware bis hin zu Spenden. Wir fassen zusammen und aktualisieren laufend.

Firmen zum Thema

In dieser Übersicht sammeln wir Hilfsangebote für die Betroffenen der Hochwasser-Katastrophe.
In dieser Übersicht sammeln wir Hilfsangebote für die Betroffenen der Hochwasser-Katastrophe.
(Bild: Cagkan – adobe.stock.com)

Unzählige Unternehmen haben ihren Mitarbeitern Sonderurlaub gewährt, springen Bekannten, Verwandten oder auch anderen Unternehmen tatkräftig zur Seite, die von der Überflutung betroffen sind. Die Solidarität ist riesig und das sind gute Nachrichten inmitten dieser Katastrophe.

1 TB kostenfreier Cloudspeicher

Damit von der Flutkatastrophe betroffene Unternehmen besonders unternehmenskritische Daten aufbewahren können, stellt Artec IT Solutions je 1 TB kostenfreien Cloudspeicher zur Verfügung. Die Daten werden DSGVO-konform im Artec-eigenen Rechenzentrum gespeichert. Betroffene Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler können weitere Informationen per E-Mail einholen oder das Kontaktformular auf der Website des Herstellers nutzen:

Server-Bundles für die IT-Grundausstattung

Also und Fujitsu unterstützen nach der akuten Hilfe auch den Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten. Der Distributor und der Hersteller bieten Produkte zum Aufbau von IT-Infrastruktur in Unternehmen in vier modular aufgebauten Server-Bundles zu Sonderkonditionen. So können Fachhändler und Systemhäuser ihren Kunden eine IT-Grundausstattung bereitstellen. Alle Komponenten sind sofort verfügbar. Die Dateien mit den vier vorkonfigurierten Server-Bundles können bei Also per E-Mail angefordert werden.

Kostenlose Cloud-Lösung für Betroffene

Avaya stellt Unternehmen in den Krisengebieten übergangsweise kostenfrei eine cloudbasierte Lösung zur Verfügung, um die Kommunikationsdienste wieder aufzubauen. In dieser Zeit müssen lediglich die Datenleitungen und anfallende Gesprächsminuten bezahlt werden. Bei Interesse eine Mail mit dem Stichwort „Fluthilfe“ an kundensupport@avaya.com

Hardware, Netzwerk, Tracker

Der Distributor Also geht seit dem vergangenen Wochenende aktiv auf seine Fachhandelspartner zu, um betroffenen Betrieben in dieser Notsituation Hilfe anzubieten. Die Reseller und auch deren Endkunden sollen möglichst schnell handlungsfähig werden, um den Wiederaufbau anpacken zu können.

Andreas Ruhland, Sprecher der Geschäftsführung bei Also: „In so einer Situation kommt es darauf an, unbürokratisch zu helfen. Hardware, das Einrichten von Netzwerken oder Data Centern, Drohnen, Tracker, praktische Hilfe – sagt uns, was ihr jetzt am dringendsten braucht. Wir kümmern uns darum, dass es schnellstmöglich bei euch ankommt.“ Dazu können Partner von Also einfach eine Mail an info@also.de schicken mit dem Stichwort „Fluthilfe“. Mitarbeiter des Distributors werden sich umgehend melden und Hilfe organisieren.

Datenrettung

Das auf Datenrettung spezialisierte Unternehmen Bindig Media mit Sitz in Leipzig bietet für Betroffene schnellstmögliche und stark rabattierte Hilfe. In einer ab sofort bis Ende August 2021 befristeten Sonderaktion erhalten Firmen, die direkt von der Hochwassersituation in NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern und Sachsen betroffen sind, einen pauschalen Nachlass von 50 Prozent auf alle Dienstleistungen.

„Wir hoffen, nicht nur symbolisch zu helfen, sondern auch tatsächlich durch eine messbare Kosteneinsparung die finanzielle Belastung der Opfer zu verringern“, so Jan Bindig, Gründer und Geschäftsführer von Bindig Media. Dazu kommt: Die Analysekosten auch für RAID und Serversysteme werden zu 100 Prozent rabattiert. Dadurch können sich betroffene Unternehmen einen schnellen und risikofreien Überblick über die Lage und die Chancen der Wiederherstellung verschaffen. Beratung und Schadensaufnahme ist über die Telefonnummer 0341 22387996 möglich. Tipps bei Hochwasserschäden gibt es hier.

Hilfe bei durch die Flut beschädigten Festplatten

CBL Datenrettung aus Kaiserslautern bietet durch die Flut geschädigten Firmen und Privatpersonen ebenfalls Hilfe bei der Datenrettung sowie einen Rabatt von 500 Euro auf die Kosten einer Festplattendatenrettung an, die je nach Aufwand zwischen 1.000 und 3.000 Euro kostet. Die Diagnose der beschädigten Datenträger im CBL-Labor ist dabei grundsätzlich kostenlos, eine Rechnung gibt es erst nach einer erfolgreichen Wiederherstellung der Zieldaten.

Auch bei von durch das Hochwasser beschädigten Festplatten ist eine Datenrettung möglich.
Auch bei von durch das Hochwasser beschädigten Festplatten ist eine Datenrettung möglich.
(Bild: CBL Datenrettung)

Da Korrosion in den Festplatten schnell die Chance auf die Rettung von Daten sinken lässt, sollten Betroffene, die unwiederbringliche Daten retten wollen, schnell handeln und die Platten nass und schmutzig in einer luftdichten und stoßfesten Verpackung einschicken. Trocknung und Reinigung erfolgt dann unter kontrollierten Bedingungen im Reinraumlabor. Auf gar keinen Fall sollte man versuchen, anscheinend noch nasse Rechner einzuschalten oder anscheinend getrocknete Festplatten zu starten. Weitere Informationen zu Datenrettung und Rabattaktion.

Wiederherstellung der IT-Infrastruktur

Aquado hat die spontane Aktion „Aquado hilft“ ins Leben gerufen. Das Unternehmen bietet vom Hochwasser betroffenen Firmen IT-Nothilfe an und unterstützt etwa mit Leihgeräten sowie mit zeitnaher und unbürokratischer Beratung, um eine individuelle Lösung zu finden. Kontakt unter: verkauf@aquado.de.

Hilfsangebote per WhatsApp koordinieren

ENO hat zusammen mit seinem Händlerbeirat die Aktion „Community Power“ ins Leben gerufen. „Community Power“ ist eine WhatsApp Gruppe, die Opfer mit ihren Nöten als auch alle nicht Betroffenen mit ihren Hilfsangeboten vernetzt. So können sich Händler, deren Ladenlokal Schaden genommen hat, die in ihrer Region gerne helfen möchten oder die nicht betroffen sind, aber eine Idee haben, wie sie unterstützen könnte, vernetzen.

Alle Händler, die helfen möchten (unabhängig ob ENO Partner oder nicht), können sich auf der Seite www.eno.de/hochwasserhilfe unkompliziert anmelden. Anschließend wird die angegebene Telefonnummer in die WhatsApp-Gruppe für „Community Power“ aufgenommen und schon kann es losgehen. Die Community kann sich austauschen, Anfragen zu benötigten Shop-Utensilien stellen oder auch Sachen anbieten, die benötigt werden.

Zusätzlich zu der Aktion „Community Power“ wurden am Wochenende von ENO bereits geladene Powerbanks zu Verfügung gestellt, die über die Händler in den Regionen ohne Stromanschluss verteilt wurden, um so einen kleinen Beitrag zur Erreichbarkeit zu gewährleisten. Es besteht auch die Möglichkeit, schnell und unkompliziert Handys zu erhalten, um die Kommunikation aufrecht zu erhalten. Interessierte Händler können einfach Kontakt über www.eno.de/hochwasserhilfe oder den persönlichen Ansprechpartner aufnehmen.

Notfall-IT-Paket inklusive Auf- und Abbau

Der Dienstleister K & P Computer hat in Windeseile ein IT-Notfall-Paket für vom Hochwasser betroffene Unternehmen geschnürt. Dieses beinhaltet die kostenfreie Bereitstellung von Hardware (Server, Switche, Firewall…), die in den bundesweiten K&P-Lagerstätten zur Verfügung steht, inklusive dem Vor-Ort-Auf-/Abbau und einer 3-wöchigen Nutzung als erste Starthilfe für den Notbetrieb. Bei Interesse genügt eine Mail an wir-helfen@kpc.de

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Über den Autor

 Sylvia Lösel

Sylvia Lösel

Chefredakteurin IT-BUSINESS, Vogel IT-Medien