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Ein Speichersystem für alles – außer Home

Hitachi Data Systems überwindet die Speichervirtualisierung mit VSP

27.09.2010 | Redakteur: Rainer Graefen

Hitachi Data Systems stellt heute in Amsterdam das Nachfolgesystem der USP V (Universal Storage Platform, im Bild) vor. Dieses wird die Bezeichnung VSP (Virtual Storage Platform) tragen.
Hitachi Data Systems stellt heute in Amsterdam das Nachfolgesystem der USP V (Universal Storage Platform, im Bild) vor. Dieses wird die Bezeichnung VSP (Virtual Storage Platform) tragen.

Hitachi Data Systems hat in Amsterdam den Nachfolger seiner Universal Storage Platform (USP) vorstellen. Die angekündigte Zusammenarbeit mit Microsoft und die Bedürfnisse der Cloud-Provider dürften den Entwicklern die technische Zielrichtung vorgegeben haben.

Worauf kommt es an bei einem Speichersystem? Skalierbarkeit, Speicherkapazität, Performance, Strom sparend, virtualisierbar, kleiner Footprint, zentrales Management, Speicherklassen, Datenmigration. Das sind so die wichtigeren Attribute, die einem Experten nach kurzem Nachdenken einfallen. Jeder Storage-Provider würde sich über ein Storage-System freuen, das nur die Hälfte dieser Funktionalitäten mitbringen würde.

Bei Hitachi Data Systems (HDS) hat man, so lassen die ersten Verlautbarungen erahnen, den Gordischen Knoten zerschlagen, der bislang verhinderte, dass Speichersysteme mehr beherrschen als nur eine Schnittmenge der oben angedeuteten Hauptfunktionen.

Drei Speicherdimensionen

Auffällig ist, dass man bei HDS auf die Betonung wichtiger Virtualisierungsfunktionen verzichtet. Das Unternehmen schwimmt argumentativ auf der symbolträchtigen 3D-Welle mit, die übersetzt die Skalierbarkeit des Systems in den drei Speicherdimensionen Scale Up, Scale Out und Einbindung von Fremdsystemen bedeuten soll.

Anscheinend hat man bei HDS auch die Problematik der Kombination von Flash, SAS- und SATA-Festplatten gelöst. Ein Problem besteht zum Beispiel darin, eine ausgewogene System-Infrastruktur für die unterschiedlichen Bandbreiten und Latenzanforderungen der drei Diskklassen bereitzustellen.

Ein zweites Problem ist die Migration von Daten zwischen den diversen Speicherklassen. Nur wenn sich mehr oder weniger häufig benutzte Daten automatisch und auf einer Sub-Volume-Ebene zwischen den Speicherklassen verschieben lassen, können die Speicherkosten gesenkt werden. Diese spezielle Funktion war sicherlich mit einer der Gründe des Kaufs von 3Par durch HP.

Micro-Kernel im Storage-Controller

Bei HDS hält man sich auch zugute, dass das 3D-Speichersystem über einen zentralen Micro-Kernel im Storage-Controller gesteuert wird, der nicht nur für Scale Up, sondern auch vollständig für die Scale-Out-Skalierbarkeit zuständig ist. Das scheint bei alternativen Scale-Out-Architekturen eine gewisse Herausforderung zu sein.

Vielleicht ist das 3D-System von HDS der Anfang vom Ende der Speichervirtualisierung in dem Sinne, dass die verschiedenen Ausformungen wie Thin Provisioning, Block- und File-Virtualisierung oder das Sub-Volume-Tiering nur noch zu- oder abschaltbare Funktionen werden.

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