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Professionelles Management des geistigen Eigentums als neue Geschäftswährung wird wichtiger

Hilft das Web 2.0 bei den Intellectual-Property-Prozessen?

01.12.2009 | Autor / Redakteur: Rüdiger Spies / Katrin Hofmann

Rüdiger Spies, Independent Vice President Enterprise Applications, IDC
Rüdiger Spies, Independent Vice President Enterprise Applications, IDC

Kürzlich wurde von Thomson IP Management Services die Version 3.0 des Thomson IP Managers angekündigt. Ein Schwerpunkt dieser Version liegt auf der Kollaboration. Das neue Produkt könnte Unternehmen mit einem entsprechend großen IP-Portfolio tatsächlich beim Management ihres geistigen Eigentums (Intellectual Property, IP) unterstützen.

Dass geistiges Eigentum (IP steht für Intellectual Property) sich als neue Währung der Informationsgesellschaft etabliert hat, ist allgemein unumstritten. In vielen Branchen sind über 80 Prozent des Firmenwerts mit IP-Assets, also Warenzeichen, Patenten, Betriebsgeheimnissen, Lizenzvereinbarungen oder Urheberrechten, verknüpft. Damit hat sich, verglichen zu den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, in denen der Wert eines Unternehmens noch größtenteils an physischen Vermögenswerten wie Gebäuden, Fabriken, Transportmöglichkeiten und so weiter gemessen wurde, ein starker Wandel vollzogen. Und so hat sich auch das Thema IP-Management gewandelt: Es ist keine rein administrative Aufgabe der Rechtsabteilung mehr, sondern rückt immer mehr ins Rampenlicht und spielt eine zunehmend zentrale Rolle.

Mit steigender Innovationsgeschwindigkeit und immer höheren Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E), um die Innovationsrate weiter anzukurbeln – das gilt insbesondere für die Industrienationen – wird es auch immer wichtiger, die zugrunde liegenden Prozesse zu überwachen und zu optimieren. Große Hightech-Firmen wie IBM, Samsung, Infineon Technologies (IBM: 4186, Samsung: 3515, Infineon: 814 neu erteilte Patente in den USA im Jahre 2008) haben stark integrierte Geschäftsprozesse aufgesetzt, um die Zusammenarbeit innerhalb der gesamten, unternehmensinternen IP-Wertschöpfungskette zu verbessern.

Das ist allerdings keinesfalls überall so. In den meisten Firmen sind die Kommunikation, gemeinsame Strategien und die Abstimmung der Geschäftsprozesse zwischen den verschiedenen Interessensparteien des IP-Lifecycle innerhalb eines Unternehmens noch nicht sehr weit entwickelt.

Im Prinzip gleicht dies der Situation vor etwa 15 Jahren, als durch die neuen ERP-Systeme die Mauern zwischen den einzelnen Geschäftsbereichen niedergerissen wurden: Heute geht es um optimierte Geschäftsprozesse ohne monolithische Anwendungssysteme zur Optimierung der Einkünfte aus den getätigten F&E-Investitionen.

Warum Thomson offenbar den richtigen Zeitpunkt für den Launch der Version 3.0 des Thomson IP Managers erwischt hat und warum das Unternehmen auch mit dem Produkt selbst auf dem richtigen Weg ist, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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