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Business Continuity

Visual Collaboration und Telepresence auf dem Vormarsch

Herausforderung für IT und Admin: Videokommunikation 2.0

| Autor / Redakteur: Kay Ohse / Andreas Donner

Telepresence-Systeme und HD-Videokonferenzen sind toll, verlangen aber dem Netzwerk einiges ab (Polycom)
Telepresence-Systeme und HD-Videokonferenzen sind toll, verlangen aber dem Netzwerk einiges ab (Polycom)

Telepresence und Videokommunikation in HD vereinfachen die Zusammenarbeit über große Distanzen entscheidend – und machen so manche Dienstreise überflüssig. Doch für die Netz-Infrastruktur und die IT-Administratoren ist die neue Technik eine Herausforderung, die es zu bewältigen gilt.

Telepresence-Systeme ermöglichen die Vermittlung einer realitätsnahen Gesprächsatmosphäre. Gestik und Mimik der Teilnehmer sind in Lebensgröße ohne Einschränkungen erkennbar. Über die dynamische Anordnung von Kameras und Displays entsteht ein natürlicher Blickkontakt zwischen den Teilnehmern.

Neben dem audiovisuellen Aspekt ist es über die Displays der Telepresence-Systeme möglich, gemeinsam an Multimediainhalten oder Präsentationen zu arbeiten. Reale Meetings, besonders in global agierenden Unternehmen sind oftmals mit langen Anreisewegen für die Teilnehmer verbunden. Deshalb sind Visual-Collaboration-Lösungen längst auf dem Vormarsch.

Administratoren stehen jedoch vor der Herausforderung ihre limitierten Netzwerkressourcen intelligent und dynamisch zu verwalten. Als Echtzeit-Technologie erlaubt Videokommunikation lediglich eine Latenzzeit von maximal 300 Millisekunden während der Übertragung von IP-Paketen, damit eine verzögerungsfreie Übertragung sichergestellt ist.

IP-Netzwerke mit hohen Geschwindigkeiten schaffen indes Möglichkeiten für neue Arten von Echtzeitanwendungen. Dabei ist die Bandbreite heute keineswegs mehr ein einschränkender Faktor, sondern treibt die Entwicklung voran. Doch an welchen „Stellschrauben“ muss man drehen, damit Visual-Collaboration mit den bestehenden Netzwerkressourcen tatsächlich den erhofften Mehrwert bringt?

QoS-Management führt zu erheblichen Fortschritten

Netzwerke auf Basis von Ethernet und IP sind für Echtzeitanwendungen prinzipiell ungeeignet, da alle Datenpakete gleich behandelt werden und eine Serviceunterscheidung nicht möglich ist. Vereinfacht ausgedrückt liegt das grundsätzliche Problem darin, dass ein IP-Netzwerk nicht „weiß“ wann und wo es zu einer breitbandintensiven Videoübertragung kommt.

QoS-Mechanismen garantieren, dass innerhalb des Übertragungskanals eine Priorisierung von IP-Datenpaketen anhand spezifischer Merkmale und Eigenschaften realisiert wird. Die Möglichkeiten reichen von Priority-Queuing über anwendungsspezifisches Routing bis hin zu Bandbreitenmanagement sowie Traffic-Shaping. Im konkreten Fall geht es um den Durchbruch im Bereich „Anwendungsspezifisches Routing“.

Eine Lösung besteht darin, die Information über bandbreitenintensive Videoübertragung im Kommunikationsserver zu hinterlegen. Damit die notwendige Bandbreite zur Verfügung steht werden Policy Management Server genutzt, die die Tasks in den Switches und Routern entsprechend priorisieren. Da Videokonferenzen in der Regel im Voraus geplant werden, kann somit sichergestellt werden, dass die notwendigen Ressourcen auch zur Verfügung stehen.

Seit 2011 existieren Anwendungen, die den Kalender über einen Kommunikationsserver mit dem IP-Netzwerk synchronisieren und damit garantieren, dass genügend Bandbreite zur Verfügung steht, sobald sie benötigt wird.

weiter mit: Multi-User-Support und Multiprotokoll-Welt

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