Good-Morning-Editorial vom 12.06.2017 Heimliche IT-Großmacht

Autor: Klaus Länger

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Atlas von Boston Dynamics ist einer der fortschrittlichsten humanoiden Roboter.
Atlas von Boston Dynamics ist einer der fortschrittlichsten humanoiden Roboter.
(Bild: Boston Dynamics)

In den 80er Jahren haben Science-Fiction-Autoren wie William Gibson, der „Erfinder” des Cyberspace, noch eine Zukunft erdacht, in der die IT von japanischen Firmen beherrscht wird. Zu dieser Zeit stieg die Insel zu einem der führenden Chip-Hersteller auf. Wir wissen heute, dass die Realität einen anderen Weg genommen hat und IT-Firmen aus dem Land der aufgehenden Sonne nur noch in einigen Bereichen wichtig sind, in anderen aber in der Krise stecken.

In letzter Zeit hat allerdings ein japanischer Konzern damit begonnen IT-Unternehmen zu erwerben, die bereits heute wichtig sind oder werden könnten. Im September 2016 hat der in Tokio ansässige Telekommunikations- und Medienkonzern Softbank ARM übernommen und ist damit Lizenzgeber für alle relevanten Prozessoren im Mobilbereich und sehr viele IoT-SoCs. Zusammen mit Microsoft will der ARM-CPU-Hersteller Qualcomm nun auch in den Notebook-Sektor expandieren.

Zudem hat Softbank gerade der Google-Mutterfirma Alphabet die Roboterfirma Boston Dynamics abgekauft. Humanoide Roboter sind in Japan mit seiner alternden Bevölkerung ein wichtiger Zukunftsmarkt. Ist Nippon dabei, so quasi durch die Hintertüre doch noch zu einer IT-Großmacht zu werden? Was meinen Sie?

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