Lindy Switch HDMI-Switch von Lindy

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Lindy positioniert seinen 6x2 HDMI-Switch zwischen professioneller AV-Technik und Home-Automation-Technologie. Er soll 4K-HDMI-Signaleingänge auf zwei 4K-HDMI-Signalausgänge verteilen und Funktionen wie Bild-in-Bild, Audiosignalerzwingung, ARC und MHL bieten.

Firmen zum Thema

Lindys 6x2 HDMI-Switch soll Ultra-HD-Auflösungen bis 4K, 1080p und 3D unterstützen und unabhängig zwischen sechs Ein- und zwei Ausgängen umschalten können.
Lindys 6x2 HDMI-Switch soll Ultra-HD-Auflösungen bis 4K, 1080p und 3D unterstützen und unabhängig zwischen sechs Ein- und zwei Ausgängen umschalten können.
(Bild: Lindy)

Mittels Fernbedienung oder Tasten am Switch selbst könne ein beliebiger HDMI-Eingang auf einen beliebigen HDMI-Ausgang geschaltet werden. Das Duplizieren eines Signals werde ebenfalls unterstützt, sodass beide Ausgänge das selbe Eingangssignal ausgeben können. Mittels der Funktion Bild-in-Bild (PiP) könne ein zusätzlicher Eingang als Vorschaubild im Ausgabestream mit angezeigt werden. Der Switch unterstützt nach Angaben von Lindy 4K-Auflösungen mit 4:4:4 Subsampling bei 30 Hz oder 4:2:0 bei 60 Hz. Für 3-D-Signale liege das Maximum bei Full HD und 60 Hz.

Vom Smartphone auf Monitore verteilen

Als Signalinput komme bei einem der sechs Ports auch MHL in Frage. Hiermit ließen sich bei allen mobilen Geräten, die dies unterstützen, über die Mikro-USB-Buchse des Smartphones oder Tablets im MHL-Format Bildsignale ausgeben, die vom Switch dann auf HDMI konvertiert und verteilt werden.

Audiosignalerzwingung zur Soundextraktion

Per Audiosignalerzwingung sei es möglich, Audiosignale, die über HDMI übertragen werden, abzugreifen. Im Normalfall würde der Monitor über EDID an die Signalquelle übermitteln, welche Audioformate er akzeptiert. Die Quelle würde anschließend ein Signal übermitteln, in das ein unterstütztes Audiosignal eingebettet ist. Der Matrix-Switch könne nun den Teil der EDID, der der Signalquelle die unterstützten Audioformate mitteilt, überschreiben und somit ein bestimmtes Audioformat erzwingen. Dieses Audiosignal werde dann vom Switch abgegriffen und über Toslink oder 3,5-Millimeter-Klinke ausgegeben. Stereo, 5.1- und 7.1-Surround könnten vorgegeben werden.

Abgesehen von der Audiosignalerzwingung werde am HDMI-Ausgangsport A auch ARC unterstützt. Gemäß Spezifikation werde dabei der Ton vom Endgerät gegenläufig zum Bildsignal an den Switch zurückübertragen und anschließend von diesem über Toslink ausgegeben.

Intelligentes EDID-Management

Lindy zufolge emuliert der HDMI-Switch die EDID des angeschlossenen Monitors auch für die nicht ausgewählten Signaleingänge, um Schaltsekunden zu verhindern, die durch das Aushandeln von EDID-Einstellungen zwangsläufig beim Umschalten entstehen würden. Jedes Bildsignal liege dadurch direkt abrufbereit am Switch an. Notfalls würde der Switch auch vordefinierte und eingespeicherte EDID-Einstellungen bieten, die als Default vorgeladen werden und durch den jeweils angeschlossenen Monitor ersetzt werden könnten. Im Splitting-Verfahren, wenn ein Signal auf beide Monitore dupliziert wird, werde automatisch die EDID des Monitors mit der niedrigeren Auflösung übernommen.

(ID:44839645)