Good-Morning-Editorial vom 6.10.2017 Have fun!

Autor: Wilfried Platten

Kurz vor dem Wochenende bietet unser wöchentliches Good-Morning-Editorial Stoff zum Träumen, Schimpfen, Diskutieren – oder einfach zum Lachen.

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Chief Happiness Officer oder Betriebsclown? Wo bitte ist der Unterschied?
Chief Happiness Officer oder Betriebsclown? Wo bitte ist der Unterschied?
(Bild: Jodie Johnson - stock.adobe.com)

Jetzt wissen wir endlich, warum wir nicht durchgängig grinsend, ultradynamisch und hypermotiviert am Schreibtisch hocken. Wir haben keinen Chief Happiness Officer. Ahaaaa…! Das sagen zumindest diverse Studien. Erst kürzlich flatterte mir wieder so ein erkenntnisschwangeres Elaborat auf den Tisch. Gegenstand war die Leistungsbereitschaft und Arbeitszufriedenheit von Bürokräften. Und die scheint so untendurch, dass es 83 Prozent aller Befragten für eine „sehr gute oder ziemlich gute Idee“ halten, einen Chief Happiness Officer (CHO) einzustellen. Also eine Person, „die für die Atmosphäre am Arbeitsplatz zuständig ist“. Die soll alles rausreißen. Was der Betreffende dafür genau tun soll, steht allerdings nicht drin.

Zuerst einmal frage ich mich, was eine „ziemlich gute Idee“ ist. Die korreliert wahrscheinlich mit einer „ziemlich miesen Studie“. Und wenn dem so ist, dass wirklich mehr als drei Viertel sich einen professionellen Bürobespaßer wünschen, dann wäre das nichts weiter, als eine schallende Ohrfeige für die ganz normalen, meinetwegen auch „ziemlich normalen“, Führungskräfte. Ich bin überzeugt, dass es deren ureigenste Aufgabe ist, sich um das Bedürfnis nach Erfüllung und Zufriedenheit am Arbeitsplatz zu kümmern. Ansonsten: Tschüss! Von der gerne unterschätzen Selbstverantwortung für die Eigenmotivation mal ganz abgesehen. So, und jetzt bin ich kurz mal bei meinem Chef, mein Heiterkeits-Index ist gerade unter 0,9 gerutscht, er muss mir dringend was Schönes vorsingen!

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Über den Autor

 Wilfried Platten

Wilfried Platten

Chefredakteur, IT-BUSINESS