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Der Krise trotzen Gute Zahlen trotz schwerer Zeiten

Redakteur: Philipp Ilsemann

Auch in einer wirtschaftlich schwierigen Lage haben es zahlreiche Firmen geschafft, mit steigenden Umsätzen und Gewinnen aus der Masse der Schwarzmaler herauszustechen.

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Zahlreiche Unternehmen können trotz der Konjunkturdelle gute Zahlen vorweisen.
Zahlreiche Unternehmen können trotz der Konjunkturdelle gute Zahlen vorweisen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Es gibt sie wirklich, die Felsen in der Brandung. Während andere Firmen mit Gewinnwarnungen und Massenentlassungen die Schlagzeilen der Wirtschaftspresse bestimmen, bleiben die guten Bilanzen vieler IT-Unternehmen oft unerwähnt. IT-BUSINESS hat sich im Markt umgesehen und viele positive Beispiele gefunden, wie in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Umsätze und Gewinne gesteigert werden können.

Dieser Beitrag stammt aus der Mutmacher-Ausgabe von IT-BUSINESS (5/2009 vom 2.3.2009, zur CeBIT 2009). (Archiv: Vogel Business Media)

Gerade im Software-Bereich gibt es zahlreiche Unternehmen, die von der Finanzkrise sogar profitieren. Vor allem, wenn es darum geht, Kunden bei der Optimierung ihrer Prozesse zu unterstützen, sind auch heute noch lukrative Aufträge zu gewinnen. Da ist es kein Wunder, dass Business-Intelligence-Spezialist (BI) SAS seine ungebrochene Wachstumsserie auch 2008 fortgesetzt hat. Das 33. Quartal in Folge verbuchte das Unternehmen ein Umsatzwachstum. Mit 2,26 Milliarden US-Dollar lagen die Einnahmen um 5,1 Prozent höher als im Vorjahr. Auch in Deutschland konnte SAS um 4,1 Prozent wachsen.

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Prozessoptimierung gefragt

Die SAS-Kunden haben vor allem in Risikomanagement-Lösungen (plus 28 Prozent) und Prozessoptimierungs-Software (plus 18 Prozent) investiert. Besonders erfolgreich war das Unternehmen im Energiesektor (plus 27 Prozent), und selbst in der angeschlagenen Finanzbranche wurde der Umsatz um 15 Prozent gesteigert.

Auch BMC will davon profitieren, dass Investitionen derzeit vor allem zwei Ziele haben: einen kurzfristigen Return on Investment (ROI) und eine langfristige Kostenreduktion durch Prozessoptimierung. »Die derzeitige Krise ist eine Chance für BMC, die Position zu stärken«, gibt sich CEO Bob Beauchamp optimistisch. Und tatsächlich: Den Umsatz im dritten Quartal konnte der Anbieter von Service-Automation-Lösungen um sechs Prozent steigern, wofür auch steigende Lizenzverkäufe verantwortlich sind.

Rekordumsatz bei Sybase

Erhöhte Lizenzumsätze (plus acht Prozent) kann auch der BI- und Datenbank-Management-Spezialist Sybase vorweisen. Im vierten Quartal 2008 hat das Unternehmen Rekordergebnisse erzielt, seinen Gesamtumsatz auf 305 Millionen Dollar gesteigert (plus drei Prozent) und damit erstmals die Marke von 300 Millionen Dollar geknackt. »Auch wenn das gesamtwirtschaftliche Umfeld unsicher ist, bin ich optimistisch, dass wir unsere Geschäfte weiterhin erfolgreich führen«, sagt CEO John Chen.

»Purchase to Pay« heißt das Schlagwort, mit dem Basware punkten kann. Die deutsche GmbH hat ihre Umsätze im vergangenen Jahr um 86 Prozent gesteigert. Die finnische Muttergesellschaft konnte im vierten Quartal 2008 sogar ein Gewinnplus von 114 Prozent vermelden. Hinter »Purchase to Pay« steckt die Optimierung der Beschaffungs- und Finanzprozesse der Kunden. Da Basware seine Dienste auch per SaaS (Software as a Service) anbietet, sind keine teuren Anfangsinvestitionen notwendig – ein wichtiges Argument heutzutage.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche deutschen Unternehmen auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.

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