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GfK-Konsumklima MAXX

Gute Stimmung bei den Konsumenten

| Autor: Heidemarie Schuster

Laut dem „GfK-Konsumklima MAXX“ ist die Verbraucherstimmung weiterhin gut.
Laut dem „GfK-Konsumklima MAXX“ ist die Verbraucherstimmung weiterhin gut. (Bild: Pixabay)

Die Verbraucher in Deutschland starten laut dem GfK-Konsumklima MAXX mit guter Stimmung ins Jahr 2017. Sowohl die Konjunktur- und Einkommensaussichten als auch die Anschaffungsneigung verbessern sich. Der Gesamtindikator Konsumklima prognostiziert für Februar dieses Jahres 10,2 Punkte nach 9,9 im Januar.

Zu Beginn des Jahres 2017 legt die gute Konsumstimmung noch einmal zu, so die Ergebnisse der Studie „GfK-Konsumklima MAXX“. So klettert die Konjunkturerwartung auf den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren. Im Sog besserer Einkommensaussichten legt die Anschaffungsneigung im Januar spürbar zu.

Konjunkturerwartung

Der steigende Konjunkturoptimismus, der seit Herbst vergangenen Jahres zu verzeichnen ist, setzt sich dem GfK-Konsumklima MAXX zufolge auch im neuen Jahr fort. Nach einem Plus von 5,2 Zählern klettert der Konjunkturindikator auf 21,6 Punkte. Dies ist bereits der vierte Anstieg in Folge und zugleich der höchste Stand seit Juni 2015. Damals wurden 24,9 Punkte gemessen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies ein Zuwachs von mehr als 17 Zählern.

Die Konsumenten sehen laut GfK die deutsche Wirtschaft auch weiterhin auf einem soliden Wachstumskurs. Unterstützt werde diese Einschätzung durch die kürzlich veröffentlichten ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Demnach ist das preisbereinigte BIP 2016 um 1,9 Prozent gestiegen. Dies ist der stärkste Zuwachs seit 2011, als 3,7 Prozent gemessen wurden.

Damit trotzen der GfK zufolge die Konsumenten nach wie vor dem Gegenwind, den die Verunsicherung über den künftigen Kurs des neuen US-Präsidenten und den Brexit ausgelöst hat. Zudem habe offenbar der Terroranschlag vor Weihnachten in Berlin den Konjunkturoptimismus nicht nachhaltig beeinträchtigt. Die Konsumenten beurteilen die stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt mit steigender Beschäftigung und damit einhergehend auch guter Einkommensentwicklung als deutlich wichtiger.

Einkommenserwartung

Nach den deutlichen Zuwächsen zum Jahresende 2016 legt die Einkommenserwartung zu Jahresbeginn mit einem moderaten Zuwachs nach. Der Indikator gewinnt 2,7 Punkte hinzu und weist nun 58,3 Zähler auf. Damit kann der leichte Aufwärtstrend gefestigt werden. Im Vorjahresvergleich liegt die Einkommensstimmung um gut 11 Zähler höher.

Die Gründe für den ausgeprägten Einkommensoptimismus liegen laut GfK auf der Hand: Aufgrund der ausgezeichneten Beschäftigungsentwicklung besteht ein beträchtlicher Spielraum für Einkommenszuwächse bei den Arbeitnehmern. Und da sich der Beschäftigungsaufbau auch in diesem Jahr fortsetzen wird, können die Arbeitnehmer davon ausgehen, dass auch sie davon profitieren werden. Entsprechend hoch sind demnach auch ihre Erwartungen.

Aufgrund der zuletzt gestiegenen Inflation in Deutschland drohe jedoch verstärkt Gegenwind für die realen Einkommen. So sei – durch höhere Energie- und Nahrungsmittelpreise – im Dezember 2016 die Inflation auf 1,7 Prozent hochgeschnellt.

Anschaffungsneigung

Nachdem die Anschaffungsneigung im Dezember vergangenen Jahres leichte Einbußen hinnehmen musste, verzeichnet sie zu Beginn dieses Jahres spürbare Zuwächse. Der Indikator gewinnt 9,6 Zähler hinzu und klettert auf 57,6 Punkte. Er verbessert damit sein ohnehin schon sehr hohes Niveau.

Konsumklima

Die Konsumlaune ist auch nach Weihnachten ungebrochen und zeigt sich von ihrer besten Seite. So stiegen die realen privaten Konsumausgaben nach den ersten vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr um zwei Prozent.

Eine hohes Beschäftigungsniveau, spürbar steigende Einkommen sowie niedrige Zinsen haben die Konsumfreude der Deutschen beflügelt, erklärt die GfK.

Für Februar 2017 prognostiziert der Gesamtindikator 10,2 Punkte nach 9,9 Zählern im Januar. Mit dem dritten Anstieg in Folge setzt das Konsumklima seinen Aufwärtstrend fort.

„Wenn auch die inländischen Rahmenbedingungen, wie hohe Beschäftigung und steigende Einkommen bei niedrigen Zinsen, günstig bleiben werden, so bedrohen dennoch verschiedene Risiken die gute Konsumstimmung. Neben der Unsicherheit über den künftigen Kurs der neuen US-Administration und Wahlen in wichtigen europäischen Ländern, wie Frankreich, Deutschland und (vermutlich) Italien, könnten eine steigende Inflation sowie beginnende Brexit-Verhandlungen die Konsumfreude eintrüben“, erklärt die GfK.

Zur Studie

Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie „GfK-Konsumklima MAXX“ und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucher-Interviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In diesem Report werden die Indikatoren grafisch aufbereitet, prognostiziert und ausführlich kommentiert. Darüber hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 durchgeführt.

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