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Sicherheitstipps für die Feiertage

Gut geschützt fürs Weihnachtsfest

| Autor / Redakteur: Srinivasan CR / Dr. Andreas Bergler

Um die Weihnachtszeit sollten einige Sicherheitstipps beachtet werden.
Um die Weihnachtszeit sollten einige Sicherheitstipps beachtet werden. (Bild: KB3 - stock.adobe.com)

Die Feiertage nähern sich mit großen Schritten, aber während man beginnt, sich zu entspannen, sollte man auch einige Vorkehrungen in Sachen IT-Sicherheit treffen. Gerade diese Zeit nutzen Cyberkriminelle gerne aus.

Es gibt eine Anzahl von Gelegenheiten, die Hacker zu ihrem Vorteil nutzen können – seien es nun neue Endgeräte im privaten Haushalt oder Betrügereien im Online-Handel. Vor welchen Fallen sollte man auf der Hut sein und welche Maßnahmen kann man selbst ergreifen, um sich zu schützen und sicher über die Feiertage zu kommen? Hier einige Tipps:

Internetfähige Geschenke richtig absichern

Spielsachen, die mit dem Internet verbunden sind, wie Mini-Roboter oder Smart Teddys, stehen ganz oben auf den Wunschlisten der Kinder. Dennoch, die Ängste um deren Sicherheit sind berechtigt. Anders als bei Smartphones und PCs wird nämlich bei Spielsachen die Sicherheit oft hinten angestellt. Ein höchst alarmierendes Szenario ist es beispielsweise, wenn Hacker über eine ungesicherte WLAN- oder Bluetooth-Schnittstelle in einem Spielzeug mit dem Kind kommunizieren. Das kann schnell unangenehme Folgen haben.

Private Haushalte werden immer stärker vernetzt und immer mehr Dinge werden internetfähig. Unglücklicherweise sind die Sicherheitsstandards bei Dingen des alltäglichen Gebrauchs wie Türklingeln, Spielsachen oder Wasserkesseln oft nicht ausreichend, weil diese keine sensitiven Informationen enthalten. Das Problem ist aber, dass sie einen Zugang zu anderen Geräten bieten und zum privaten Netzwerk, dass sehr wohl Informationen enthält, die geschützt werden sollten.

Wenn man bedenkt, dass jeder private Haushalt eine Ansammlung von Dingen ist, die über WLAN, Bluetooth und Mobilfunknetzwerke mit dem Internet verbunden sind, dann sind das alles potenzielle Schwachstellen, über die Hacker in private Netzwerke eindringen können. Auch, wenn die WLAN-Verbindung passwortgeschützt ist, können Daten in Endgeräte wie Smartphones, Laptops und Fernseher eingeschleust werden. Wenn Hacker einmal Zugang zu diesen Geräten haben, können sie sensitive Daten stehlen oder blockieren und Lösegeld verlangen.

Und plötzlich sind Sicherheitsstandards ein Thema im privaten Umfeld. Um den eigenen Seelenfrieden zu wahren, sollten Konsumenten nur technische Geräte von bekannten Herstellern kaufen und sichergehen, dass diese mit einer integrierten Sicherheitstechnik ausgestattet sind.

Sicherheit beim Online-Kauf

An den Feiertagen steigen die Online-Aktivitäten sprunghaft an, Konsumenten beeilen sich, ihre Weihnachtseinkäufe noch zu erledigen und nutzen die Sales-Angebote im Januar. Und gerade das ist eine Quelle für kriminelle Aktivitäten im Netz. Laut einer kürzlich durchgeführten Studie von Barclays in Großbritannien, sagen 52 Prozent der Konsumenten, dass ein Schnäppchen dazu verleiten kann, die Sicherheitsbestimmungen schnell zu übergehen. Mit einem durchschnittlichen geschätzten Verlust von 893 Pfund pro Person, kommt in den Weihnachtsfeiertagen ein geschätzter Gesamtverlust von 1,3 Milliarden Pfund zusammen.

Man kann sich beispielsweise vor Online-Betrügern schützen, indem man auf der entsprechenden Website prüft, ob der Anbieter ein echter Händler ist. Echte Websites haben normalerweise zusätzliche Zeichen in der Adresse wie „https://”. Ein anderer schneller Weg, um zu prüfen, ob es sich um eine sichere Webseite handelt, ist es, nach dem Schloss-Symbol Ausschau zu halten; dieses ist ein Standard-Feature unter Webbrowsern, die einen Link als sicher auszeichnen. Betrüger replizieren oft seriöse Seiten und Händler, um Konsumenten auszutricksen. Ein Doublecheck der Adresse ist also immer zu empfehlen. Bevor man einen Kauf bestätigt, sollte man außerdem darauf achten, dass ein bekanntes Bezahlsystem genutzt wird. Bei Zweifeln, sollte man seine Bank kontaktieren.

Sicherheit am Arbeitsplatz

Experten haben beobachtet, dass Computer-Angriffe und Phishing-Attacken während der Feiertage zunehmen. Am Arbeitsplatz fühlen sich Angestellte sicher und gehen davon aus, dass Computer und Geräte quasi immun sind gegen Angriffe. Sie klicken dann einen scheinbar harmlosen Link an, weil sie wissen wollen, wer ihnen das schickt und denken nicht an die Konsequenzen.

Die Realität sieht leider so aus, dass ein schadhafter Link von einem unbekannten Absender die E-Mail-Anwendung des Unternehmens mit einem Virus infizieren kann, der automatisch Dokumente an alle Adressen versendet, die sich in der Kontaktliste der Angestellten befinden. Das kann eine schlaflose Nacht nach sich ziehen, in der man von allen Kontakten angerufen wird, die wissen wollen, ob sie die verdächtige E-Mail öffnen sollen oder nicht. Während solch eine Attacke für Privatnutzer schlimm genug ist, kann sie in einem Unternehmen andere Geräte betreffen und schließlich ein gesamtes Netzwerk lahmlegen, den Angreifern Zutritt zu sensitiven Daten verschaffen und vom Unternehmen fordern.

Der Schlüssel zu mehr Sicherheit an den Feiertagen ist daher, noch vorsichtiger zu sein, als das ganze Jahr über. Zusätzliche Wachsamkeit bedeutet in dem Fall, dass man von Cyberkriminellen verschont bleibt. Heutzutage, in unserer immer stärker vernetzten Welt wird es immer wichtiger, das Bewusstsein für Sicherheit im Alltag zu schärfen.

* Srinivasan CR ist Senior Vice President, Global Product Management & Data Centre Services bei Tata Communications

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