Enterprise trifft SMB Gupta-Partner sollen Unify-Lösungen vertreiben

Redakteur: Philipp Ilsemann

Die Akquisition von Gupta durch Unify bringt zwei Unternehmen zusammen, deren Zielgruppen und Märkte sich gut ergänzen. Deutsche Partner von Gupta sollen schon bald die Enterprise-Lösungen von Unify verkaufen können.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Alles war schon lange geplant. Mit Unify und Gupta haben sich zwei Unternehmen gefunden, die schon länger ein Auge aufeinander geworfen hatten. Bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres hatte die Gupta-Mutter Halo damit geliebäugelt, den Entwicklungs- und Datenbank-Anbieter Unify ins Portfolio aufzunehmen. Doch es kam anders. Weil Unify die Kooperationsgespräche zu langsam voranschritten, entschloss man sich in Sacramento kurzerhand selbst das Heft in die Hand zu nehmen und unterbreitete der Halo-Holding kurzerhand ein Angebot für den Kauf von Gupta. Der Deal wurde im November besiegelt.

Integrationsarbeit beginnt

Die eigentliche Arbeit fängt damit freilich erst an. Im laufenden Jahr werden beide Unternehmen noch mit den eigenen Namen am Markt agieren, auf der CeBIT erfolgt der erste gemeinsame Messeauftritt. Ines Piech, Director Business Development Worldwide bei Gupta, ist zufrieden mit der Entwicklung: »Der Kauf tut uns gut, weil wieder in die Technologie investiert wird.« Zuvor habe sich Gupta vor allem im »Maintenance Mode« befunden, da sich Halo mit den laufenden Einnahmen aus dem Geschäft rund um die Produkte SQL Base und Team Developer zufrieden gab.

»Die Schlagworte haben Gupta gefehlt«, so Piech im Gespräch mit IT-BUSINESS. Sie meint damit Trends wie SOA, Ajax und Web 2.0, die Unfiy bereits bei seinen eigenen Lösungen aufgegriffen hat. Für die 25 Vertragspartner in Deutschland sei der Zusammenschluss laut Piech »eine Riesenchance, sich durch die Vergrößerung des Produktportfolios neue Zielgruppen zu erschließen«. Neue Konkurrenz brauchen die Händler dabei nicht befürchten. Während Gupta stark in Europa aufgestellt ist, war Unify bislang vor allem in den Vereinigten Staaten aktiv. Partner in Deutschland hatte das Unternehmen noch keine.

Komplementäre Zielgruppen

Neben den geographischen Märkten ergänzen sich auch die Zielgruppen von Gupta und Unify gut. Gupta konzentrierte sich bis dato vor allem auf kleine und mittelständische Unternehmen, Unify zählt Enterprise-Kunden zu seiner Kernklientel. Daher ist Piech jedoch auch klar, »dass nicht alle Partner auf den Unify-Zug aufspringen werden«. So soll auch nach neuen Händlern Ausschau gehalten werden, jedoch voraussichtlich nicht vor dem Herbst. Denn Priorität hat die Zusammenarbeit mit den Bestandspartnern, die Interesse an Unify-Produkten haben.

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