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AMD Ryzen 3 im Handel

Günstige AMD-CPUs für Endkunden

| Autor: Klaus Länger

Der Ryzen 3 ist das Einstiegsmodell in die Ryzen-Familie. Er verfügt über vier Prozessorkerne, belässt es aber bei vier Threads. Zur Boxed-Version gehört der Prozessorkühler Wraith Stealth.
Der Ryzen 3 ist das Einstiegsmodell in die Ryzen-Familie. Er verfügt über vier Prozessorkerne, belässt es aber bei vier Threads. Zur Boxed-Version gehört der Prozessorkühler Wraith Stealth. (Bild: AMD)

Mit dem Ryzen 3 bringt AMD die Zen-Architektur nun auch in den unteren Preisbereich der Desktop-Prozessoren und stellt ihn dort gegen den Intel Core i3. Zudem verkauft der Prozessorhersteller nun auch die Bristol-Ridge-CPUs für Sockel AM4 an Endkunden.

Mit den Ryzen-Modellen hat AMD nun endlich wieder Prozessoren im Programm, die mit Intels Core-CPUs auch bei der Leistung konkurrieren können. Die derzeit jüngsten Pferde im Stall sind die Ryzen 3 1200 und 1300X. Sie verfügen jeweils über vier Kerne, müssen allerdings ohne Simultaneous Multithreading (SMT) auskommen.

Der Ryzen 3 1200 arbeitet mit einem Basistakt von 3,1 GHz und kommt im Turbo-Modus auf 3,4 GHz. Beim stärkeren Ryzen 3 1300x mit höherem Übertaktungspotenzial liegen die Taktraten bei 3,5 und 3,7 GHz. Beide Prozessoren sind für den Sockel AM4 und 65 Watt TDP ausgelegt. Die aktuellen Core-i3-Prozessoren von Intel verfügen nur über zwei Kerne, allerdings mit Hyperthreading für vier Threads. Im Gegensatz zu Ryzen ist bei den Core-CPUs auch eine Grafikeinheit an Bord.

Als Basis für die Ryzen-3-CPUs dienen Mainboards mit Sockel AM4 und den AMD-Chipsätzen A320, B350 und X370. Alle Chipsätze unterstützen nativ USB 3.1 Gen2 mit 10 GBit/s. Das Übertakten der Prozessoren ist nur bei B350 oder X370 möglich.

Zunächst werden die Prozessoren als Boxed-Version mit passendem Wraith-Stealth-Prozessorkühler verkauft. Die Preise liegen laut AMD bei 115 Euro (UVP) für den Ryzen 3 1200 und bei 135 Euro (UVP) für den Ryzen 3 1300X.

Nachzügler für Sockel AM4

Bereits vor knapp einem Jahr hat AMD die Bristol-Ridge-Prozessoren für den Sockel AM4 vorgestellt, bisher aber nur an PC-Hersteller verkauft. Nun sollen die CPUs bald auch für Endkunden verfügbar sein. Sie basieren noch auf AMDs älterer Excavator-Architektur, die auch laut AMD deutlich weniger Performance liefert. Die neue Zen-Cores sollen 52 Prozent mehr Instruktionen pro Takt verarbeiten, als die Excavator-Kerne. Allerdings gibt es die Bristol-Ridge-Prozessoren auch als APUs mit integrierter Radeon-Grafik in Form der A-Modelle. Die A6-APUs verfügen über zwei Cores, A8, A10 und A12 über vier Cores. Allerdings müssen sich immer zwei Kerne eine Fließkommaeinheit und den Level-2-Cache teilen. Den drei Athlon-X4-Prozessoren 940, 950 und 960 fehlt die Grafikeinheit. Dafür bieten sie vier Kerne und eine relativ hohe Taktfrequenz. Ein konkretes Datum für die Markteinführung und deutsche Endkundenpreise hat AMD derzeit noch nicht genannt.

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